Für das erste Online-Format der Controlling Competence Stuttgart nach 17 Jahren Präsenz waren wie immer praxiserprobte Lösungen und die hohe Kompentenz der Referenten die Zugpferde der Tagung. Darüber hinaus sind Claudia Maron, Carmen Zillmer, Christian Bramkamp und Siegfried Gänßlen aber bewusst neue Wege gegangen: Controlling-Camp statt klassischer Tagung, 3D-Format statt Videokonferenz. Der Mut zur Innovation und die intensive Vorbereitung über fünf Monate hinweg wurden belohnt: Noch vor Anmeldeschluss war die CCS 2020 ausgebucht – und nach der Veranstaltung gab es jede Menge Lob von begeisterten Teilnehmern.

„Ich hatte die Qual der Wahl – ich wäre gerne bei viel mehr Sessions dabei gewesen“, meinte einer von ihnen im Nachgang. Die Organisatoren prüfen deshalb, ob einzelne Sessionthemen im neuen Jahr als ICV-Webinare angeboten werden können.

Am 26. November hatten bei der CCS sechs Sessions von Performance über Sustainability, Finance, New Work, Controller’s Toolbox bis zur Digitalisierung/Automatisierung mit einem breiten  Referenten- und Themenangebot zur Wahl gestanden, eingerahmt von Keynotes. Die beiden Keynote-Redner Dr. Nicholas Matten (Stiebel Eltron) und Carl Braun (Kärcher) beschäftigten sich mit dem laufenden Controlling-Jahr unter Corona-Bedingungen und hielten Ausschau in ein ebenso unsicheres Jahr 2021. Der Geschäftsführer Vertrieb, Marketing & Finanzen bei Stiebel Eltron, Dr. Nicholas Matten, belegte dabei mehrfach seine These, dass die Corona-Krise lediglich „ein Teilchenbeschleuniger“ gewesen sei für Entwicklungen, die es auch ohne Pandemie gegeben hätte. Bei Stiebel Eltron etwa fokussiere man nun nachhaltige Produkte und neue digitale Geschäftsmodelle, angesichts wegfallender Kundenbesuche auch im Vertrieb. Mattens Vorhersage für das Controlling nach der Krise: „Die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit können Sie in die Tonne klopfen!“. Stiebel Eltron budgetiere 2021 deshalb in Szenarien und daran werde sich wohl auch in Zukunft nichts ändern, denn „wir müssen immer auf eine nächste Welle vorbereitet sein, egal, um welche Pandemie oder Krise es sich handelt“.

Vom „sensationellen Jahr 2019“ direkt und unvorbereitet hinein in eine sofortige Nachfrage- und Umsatzkrise 2020 berichtete Carl Braun, Director Corporate Controlling bei Kärcher. Der Krisenmodus im Controlling umfasste Maßnahmen wie einen verkürzten Rolling Forecast von vier auf zwei Wochen sowie den sofortigen Stopp nicht notwendiger Investitionen wie Beratungsleistungen. Alle zwei Wochen habe es „Corona-Calls“ mit den Tochtergesellschaften gegeben, um die jeweiligen Entwicklungen und Vor-Ort-Angebote für Staatshilfen abzufragen. Das bestehende Budget sei sofort durch ein gekürztes ersetzt worden, der Budgetierungsprozess gehe nun stärker Richtung Forecasting und „Top down“ als bislang. Der 36jährige Braun räumte auf Nachfrage aus dem Publikum aber ein, dass die Top down-Planung dann gefährlich werden könne, wenn sie von den Menschen nicht gelebt werde. In diesem Fall empfehle er den Wechsel auf „Middle up“, vor allem aber generell gute Kommunikation mit allen Beteiligten.

„Es gibt 16.000 verschiedene Gesetze – ist Compliance damit eine „Mission Impossible?“: Mit einem rasanten Spurt durch die neuen Gesetze für Unternehmen und was es bei diesen für Controller zu beachten gilt, beschloss Dr. Eren Basar (Wessing & Partner Rechtsanwälte) die Keynotes der CCS.

Neben den Keynotes sorgten Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops für einen gelungenen Mix aus Wissenstransfer, Interaktion und Vernetzen – und das neue 3D-Format für die innovative Umsetzung. Eigens für die CCS hatte die ISS International Business School of Service Management, Hamburg, mit SPACES eine komplett neue Konferenzwelt erschaffen. Alle Teilnehmer waren als Avatare virtuell aktiv eingebunden und konnten sich wie auf einer Präsenzveranstaltungen miteinander unterhalten, im Fachgespräch in den Sessions genauso wie privat in Gruppen oder zu zweit. Der Spaßfaktor war mit der direkten Interaktion gesichert, auch beim gemeinsamen Erarbeiten von Lösungen wurde die Begeisterung der Teilnehmer für den Business-Gaming-Ansatz deutlich.

Die Begegnungen in Avatarform gehörten für die Teilnehmer zu den Highlights der CCS 2020. „Wow – mutiges Outfit! So was würden Sie bei einer Präsenzveranstaltung sicher nicht tragen!“ rief etwa ein Besucher Referent Nicolas Hess zu, der mit Anzug, Hut und Krawatte in einer Mischung aus kanariengelb, neonblau und grellorange durch die Gartenlandschaft bummelte.  Hess’ schlagfertiger Kollege stellte sofort klar: „Ich kann allen versichern: er würde!“. Derart lockere Gespräche – auch unter bislang Wildfremden – und viel Gelächter waren den Tag über in der Konferenzwelt zu hören. „Das ist genau das, was wir erreichen wollten: Dass sich die Besucher, anders als in einer klassischen Online-Tagung, von Angesicht zu Angesicht unterhalten können“, sagt dazu Carmen Zillmer, ICV-Geschäftsführerin, die im Orga-Team für die Koordination der Ideen und Inhalte zuständig war. Auch Christian Bramkamp, der am Veranstaltungstag mit Claudia Maron, Christoph Munk, Annegret Glöckner, Michael Plentinger, Dr. Gerald Butterwegge und Stefan Jordan die Moderation übernommen hatte, konnte am Ende erschöpft, aber glücklich vermelden: „Es hat alles prima geklappt. Habe nur mit zufriedenen Teilnehmern gesprochen!“.

Die direkte Integration in die Sessions sowie die digitalen Möglichkeiten eröffneten auch neue Wege für die Value Parnter, die diese Chance gemeinsam mit dem ICV trotz klarer Vorgaben gerne genutzt haben: „Es war uns wichtig, dass Besuchern und Partnern hier wirklicher Value geboten wird und fachliche Insights die klassischen Verkaufsgespräche ablösen“, betont ICV-Vorstandsmitglied und treibender Part im Team, Claudia Maron. So setzten die Value Partner mit ihren Beiträgen einen weiteren gut besuchten Schwerpunkt der Online-Tagung.

Die nächste CCS ist für den 25. November 2021 geplant, voraussichtlich erneut als Avatar-Konferenzwelt „Controlling Competence SPACES“.

Weitere Informationen zur CCS finden Sie hier

At the first online format of the Controlling Competence Stuttgart after 17 years of presence, tried and tested solutions and the high level of competence of the speakers were the driving force behind the conference. In addition, Claudia Maron, Carmen Zillmer, Christian Bramkamp and Siegfried Gänßlen have deliberately broken new ground: controlling camp instead of traditional conference, 3D format instead of video conference. The courage to innovate and the intensive preparation over five months were rewarded: CCS 2020 was fully booked before the registration deadline – and after the event there was plenty of praise from enthusiastic participants.

“I was spoiled for choice – I would have loved to have been in a lot more sessions,” one of them said afterwards. The organizers are therefore checking whether individual session topics can be offered as ICV webinars in the new year.

On November 26, the CCS offered six sessions from performance to sustainability, finance, new work, controller’s toolbox to digitization / automation with a wide range of speakers and topics, framed by keynotes. Both keynote speakers Dr. Nicholas Matten (Stiebel Eltron) and Carl Braun (Kärcher) dealt with the current controlling year under corona conditions and looked out for an equally uncertain year 2021. The Managing Director Sales, Marketing & Finance at Stiebel Eltron, Dr. Nicholas Matten, several Times confirmed his thesis that the corona crisis was merely “a particle accelerator” for developments that would have occurred also without a pandemic. At Stiebel Eltron, for example, they are now focusing on sustainable products and new digital business models, in view of the fact that there are no customer visits, including in sales. Matten’s prediction for controlling after the crisis: “You can throw the empirical values ​​from the past into the trash!”. Stiebel Eltron is therefore budgeting for 2021 in scenarios and that will probably not change in the future either, because “we always have to be prepared for the next wave, no matter what kind of pandemic or crisis it is”.

Carl Braun, Director Corporate Controlling at Kärcher reported directly and unprepared from the “sensational year 2019” into an immediate demand and sales crisis in 2020. The crisis mode in controlling included measures such as a shortened rolling forecast from four to two weeks and the immediate stop of unnecessary investments such as consulting services. Every two weeks there were “corona calls” with the subsidiaries to inquire about the respective developments and on-site offers for state aid. The existing budget was immediately replaced by a reduced one, the budgeting process is now more in the direction of forecasting and “top down” than before. When asked by the audience, 36-year-old Braun admitted that top-down planning could be dangerous if it was not lived by people. In this case, he recommends switching to “middle up”, but above all good communication with everyone involved.

“There are 16,000 different laws – is compliance a “Mission Impossible?”: With a rapid spurt through the new laws for companies and what it means for controllers, Dr. Eren Basar (Wessing & Partner Rechtsanwälte) finished the CCS keynotes.

In addition to the keynotes, speeches, panel discussions and workshops ensured a successful mix of knowledge transfer, interaction and networking – and the new 3D format for innovative implementation. With SPACES, the ISS International Business School of Service Management, Hamburg, created a completely new conference world especially for the CCS. All participants were actively involved as avatars and were able to talk to each other like at a face-to-face event, in technical discussions in the sessions as well as privately in groups or in pairs. The fun factor was ensured with the direct interaction, and the enthusiasm of the participants for the business gaming approach also became clear while working together on solutions.

The encounters in avatar form were among the highlights of the CCS 2020 for the participants. “Wow – brave outfit! You would definitely not wear something like that at a face-to-face event!” shouted a visitor to the speaker Nicolas Hess, who strolled through the garden landscape in a suit, hat and tie in a mixture of canary yellow, neon blue and bright orange. Hess’ quick-witted colleague immediately made it clear: “I can assure everyone: he would!” Such casual conversations – even among previously complete strangers – and a lot of laughter could be heard throughout the day in the conference world. “That is exactly what we wanted to achieve: That the visitors, unlike in a classic online conference, can talk face to face”, says Carmen Zillmer, ICV Managing Director, responsible for coordination of ideas and content in the organization team. Christian Bramkamp, ​​who took over moderation with Claudia Maron, Christoph Munk, Annegret Glöckner, Michael Plentinger, Dr. Gerald Butterwegge and Stefan Jordan, could announce exhausted but happy at the end: “Everything went very well. I only spoke to satisfied participants!”.

The direct integration into the sessions as well as the digital possibilities also opened up new ways for the value partners, who gladly took advantage of this opportunity together with the ICV despite clear guidelines: “It was important to us that visitors and partners were offered real value and professional insights replace traditional sales talks,” emphasizes ICV Board Member and the driving part in the team, Claudia Maron. With their contributions, the Value Partners set another well-attended focus of the online conference.

The next CCS is planned for November 25, 2021, probably again as the avatar conference world “Controlling Competence SPACES”.

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