Arbeitskreise beziehen Stellung zur Finanzkrise

Soeben habe ich auf der Website des Internationalen Controller Vereins (ICV) in der Rubrik “Aktuelles” zwei Statements aus den ICV-Arbeitskreisen “IFRS & Controlling” sowie “Banken” zur Finanzkrise veröffentlicht.

Aus dem Fach-Arbeitskreis “IFRS & Controlling” kommt das Papier “IFRS und Finanzkrise” Fach-AK “IFRS & Controlling??? zu “IFRS und Bankenkrise??? (PDF). Darin wird u.a. festgestellt, dass die Ursache des Problems nicht in den Bilanzierungsregeln liegt, sondern “in der ungezügelten Bereicherung mithilfe ungedeckter Schecks”, und es heißt dort weiter: “So wie der Fair Value in guten Zeiten die überzogenen Gewinnerwartungen abgebildet hat, ist er nun der Überbringer der schlechten Botschaft. Der scheinbar unglaubliche Wertverlust in dreistelligen Milliardendimensionen entlarvt die vorher stattgefundene ‘Wertschöpfung’ als das, was sie war – als spekulative Blase ohne reale Werte als Grundlage. Deshalb können wir Sir David Tweedie, Chairman des International Accounting Standard Boards (IASB) nur zustimmen: ‘Jedes Derivat muss mit seinem Fair Value ausgewiesen werden’ (Handelsblatt, 15.10.2008). Nicht die Bilanzierung ist das eigentliche Problem, sondern die Art und Weise, in der es möglich war, Marktpreise zu manipulieren und Bilanzen aufzublähen.” Die Autoren sind der Meinung, dass die Bilanzierung zu mehr Transparenz beitragen kann, als es gegenwärtig der Fall ist: “Das gilt sowohl für das HGB als auch für die IFRS. Der Fachkreis ‘IFRS & Controlling’ des Internationalen Controller Vereins (ICV) hat dazu – unter Rückgriff auf vielfältige Diskussionen in Fachkreisen einschließlich des IASB – den Vorschlag einer ‘Mehrspaltendarstellung’ erarbeitet…” Der Vorschlag wird in dem Papier vorgestellt.

Ein zweites Positionspapier aus dem Internationalen Controller Verein (ICV) hat der Branchenarbeitskreis “Banken” verfasst AK Banken zur Finanzkrise (PDF). Dieses formuliert sieben Thesen, welche Veränderungen sich aus der Krise für die Banken ergeben. Das Fazit lautet: “Zusammenfassend ist von einer dauerhaft niedrigeren Profitabilität des deutschen Bankensektors auszugehen. Die Erträge sinken, die Verwaltungskosten wachsen durch weitergehende Regelungen für das Risiko-Management und die aufsichtsrechtlichen Eigenkapital-Anforderungen steigen mit der Folge erhöhter Eigenkapitalkosten.”

Hier geht es zu der Meldung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.