Bauchgefühl aus dem Computer

Neugierig gespannt bin ich am vergangenen Freitag nach Berlin zum Executive-Forum von Bissantz & Company gereist. Denn angekündigt war die Erörterung des Themas “Management zwischen Intuition und Automation” durch hochkarätige Referenten aus unterschiedlichsten Branchen, eingeleitet von Reinhold Messner.

bissantz_forum2011 messner

Es ist die erwartet spannende, hoch interessante Tagung geworden. Noch lange werden mir z.B. Messners Schilderungen dramatischer Entscheidungen im Gedächtnis bleiben. Viel war dabei zu erfahren von Instinkten und Intuition. Aber genauso wichtig, das wurde klar, ist dem erfolgreichen Abenteurer die gründliche Vorbereitung: “Das Schönste im Leben ist es, eine lange vorbereitete Idee zu verwirklichen”, erklärte Messner. Aus dessen Vortrag zum “Risikomanagement”, der anschaulich gezeigt hat, wie perfekt Instinkt funktionieren – und scheitern – kann, habe ich u.a. auch diesen Satz notiert: “Wenn man nichts wagt, kann man nicht einmal scheitern.”

Auf dem Forum sprachen danach Uli Drautz, Leiter Konzerncontrolling der Bechtle AG, unter der Überschrift “Integriert informieren: Bauchgefühl aus dem Computer?”, und Gunnar Reddemann, der Leiter Strategisches Controlling, Paul Gerhardt Diakonie e.V. über “Analyseklotzen statt Rechenkleckern: die Crux im One-Page-Reporting”. Reddemann näherte sich seinem Thema als “gelernter Chirurg” über eine kurzweilige Beschreibung des menschlichen Auge-Hirn-Systems. Daraus leitete er u.a. ab: “Gutes One-Page-Reporting” nutze menschliche Stärken und mildere dessen Schwächen ab. “Der One-Pager mit echtem Mehrwert ist ein Bild mit Liebe zum Detail”: Visualisierungen seien zu realisieren, ein Drill-down zu gewährleisten.

Der Leiter Planung und Steuerung der Porsche AG, Peter Pollig, sprach schließlich über “DeltaMaster bei Porsche: emotionales Controlling für emotionale Produkte”. Für Pollig ist ein “emotionaler Bericht”, ein Bericht der wahrgenommen wird. Schlüsselfaktor sei die Informationsdichte als das “Leistungsgewicht eines Berichtes”. Pollig gab Einblicke, wie das bei Porsche mit dem DeltaMaster von Bissantz realisiert wird.

Zu den bemerkenswerten Referaten dieses Tages im elegant-ehrwürdigen Ballsaal des “Hotel de Rome” am Berliner Bebelplatz zähle ich auch die Moderation von Dr. Nicolas Bissantz und dessen Vortrag “Von Pixelland nach Panoramaland: wie Business Intelligence sein sollte” sowie die Präsentation “DeltaMaster live” von Marketing-Leiter Dr. Gerald Butterwegge. Eindruck haben bei mir u.a. die Vorstellung eines “Leitstands zur Unternehmenssteuerung” und so manches neue Feature der Software hinterlassen, wie etwa der “semantische Zoom” von Sparklines. Das sollte man gesehen haben…!

Wer noch mehr zum Executive-Forum von Bissantz & Company wissen will, kann im Bissantz-Weblog “Me, myself und BI” unter der Überschrift “Yak statt Ebit?” weiterlesen.

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