“WAS MAN NICHT MESSEN KANN, KANN MAN NICHT STEUERN.”

Bei meinen Recherchen für den neuen Newsletter „Controller’s E-News“ bin ich auf eine Presseinformation der staatlich anerkannten, privaten FH des Mittelstands (FHM) Bielefeld gestoßen. Diese ist dem „1. Deutschen Standardkosten-Modell-Forum“ vom 6. Februar 2007 gewidmet, bei dem zeitgleich ein „Nationales Zentrum für Bürokratiekostenabbau“ gegründet worden war. Das Kompetenzzentrum soll künftig als neutrale, wissenschaftliche Einrichtung auf dem Gebiet des Bürokratiekostenabbaus forschen.

Der aktuelle Stand des Bürokratiekostenabbaus sei kritisch diskutiert worden und vor allem die Frage: “Will die Bürokratie überhaupt weniger Bürokratie?” – „Wir haben uns als eine Hochschule, die das Wort Mittelstand im Namen führt, immer mit diesem Thema beschäftigt“, wird Prof. Dr. Gerhard Klippstein, FHM-Rektor und Leiter des neu gegründeten „Nationalen Zentrums für Bürokratiekostenabbau“, zitiert, denn die mittelständischen Unternehmen wären überproportional mit Bürokratie belastet. So ist die FHM auch Herausgeber zweier Publikationen zum Bürokratieabbau: „Bürokratieabbau und Bürokratiekostenmessung in der Bundesrepublik Deutschland – Strategien und Modelle unter besonderer Berücksichtigung ausländischer Erfahrungen“ (2005) und „Erstes Deutsches Handbuch für das Messen und Reduzieren administrativer Belastungen für Unternehmen und Betriebe in Deutschland“ (2005).

Laut Klippstein scheitere echter Bürokratieabbau bisher stets an der mangelnden Messbarkeit und ambitionierten Zielvorgaben. Mit dem Standardkosten-Modell (SKM) (hier geht es zu einer Powerpointpräsentation der Bundesregierung zu diesem Thema) könne erstmals die bürokratische Belastung von Unternehmen gemessen und der eingeleitete Abbau überprüft werden. In Deutschland hat die Große Koalition im letzten Jahr die Einführung des SKM beschlossen und einen Nationalen Normenkontrollrat eingerichtet.

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