Controlling heute Rosita Blaha

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Archiv für die Kategorie ‘Congress der Controller 2014’

Verleihung Controllerpreis 2014

19. Mai 2014

1405190203Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Direktor, Institut für Management und Controlling (IMC) an der WHU – Otto Beisheim School of Management, Vallendar und Vorsitzender des Kuratoriums des ICV, hält die Laudatio auf den Preisträger des diesjährigen Controller-Preises.

Mit dem Preis wird eine wesentliche, nachhaltige und nutzstiftende Controlling-Innovation in einem Unternehmen gewürdigt, die überwiegend von den Controllern eines Unternehmens vorangetrieben wurde. An dieser Stelle wünscht sich Prof. Weber zunehmende Bewerberzahlen für die nächsten Jahre, die leider in diesem Jahr etwas zurückgegangen ist.

Der diesjährige Preisträger hat sich mit dem Marketing-Controlling beschäftigt, ein Bereich, in dem sich Controller bislang noch nicht wesentlich „getummelt“ haben. Warum ist das Marketing-Controlling in vielen Unternehmen noch nicht entsprechend ausgeprägt?

– Marketing baut stark auf Kreativität; Controller ziehen konkrete Zahlen vor.

– Wie wertvoll Produkte und Marken sind, lässt sich nur grob schätzen.

– Heute stehen viele Marketiers den Controllern in der Fähigkeit zu rechnen. nicht nach.

Was zeichnet die diesjährige Lösung aus, die sich in diesem controllerisch anspruchsvollen Feld befindet?

1. sie befasst sich mit einem Kernprozess in einem Unternehmen

2. sie führte vom Bauchgefühl zu harten statistischen Lösungen

3. sie führte von fallweisen Analysen zur Standard-Routine

4. der Controller war Treiber der Entwicklung und Partner des Managements

5. es ist ein erfolgreiches Konzept und es wird auch in Schwester-Unternehmen exportiert

„The Winner is“ : EliteMedianet GmbH für das Projekt „Projekt Media-Kompass: Regressionsgestützte Optimierung der Allokation des Werbebudgets“.

Markus Winter und Janina Arndt von der EliteMedianet GmbH beschreiben anschließend das Projekt im Detail:

2/3 des Umsatzes (!) der EliteMedianet GmbH fließen in verschiedene Werbekanäle. Die entsprechende Aufteilung des Budgets unterliegt einer planerischen Unsicherheit. Weitere Herausforderung: Ist der Kunde mit ElitePartner zufrieden, hat man ihn idealerweise leider meistens lebenslang verloren. Daher müssen ständig durch MediaBudgets neue Kunden gewonnen werden.

Zur Unterstützung der Verteilung des MediaBudgets sollte ein Excel-Tool geschaffen werden mit folgenden Zielsetzung: Allokation des Media-Budgets als faktengestützte, transparente Entscheidungsgrundlage. Die Entwicklung des Tools dauerte ca. 5-6 Monate.

In diesem Zusammenhang wurden zunächst Regressionsmodelle für die Vertriebskanäle erstellt. Dabei wurden zunächst Einflussfaktoren (Vertriebskanal, Wetter, Rabatt, Geschlecht etc.) und ihre gegenseitige Beeinflussung ermittelt, die dann zu einer Modellierung der Zusammenhänge führten. Anschließend wurde ein Excel-Tool geschaffen, in welches die Mediapläne eingelesen werden können. Unter Einfügung der Ergebnisse der Regressionsanalysen lassen sich durch diese Excel-Tool Vorhersagen für ein umsatzoptimierendes Marketing-Budget ergeben. So sind schließlich die gewünschten faktengestützte Entscheidungen zu Vertriebskanälen, Monaten etc. möglich.

Dieses Tool ermöglichte eine Verbesserung des Kosten-Umsatz-Verhältnisses um 9,8%.

 

Congress der Controller 2014

Key Note: The transformation to an Engineering and Services Group

19. Mai 2014

1405190173Roland Koch, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger SE, Mannheim, und Ex-Ministerpräsident von Hessen, berichtet über den Change-Prozess bei Bilfinger und auch seinen eigenen beruflichen Transformationsprozess in den letzten 3 Jahren, insbesondere der Kontakt zu den „Finanzern“ im Unternehmen. Im Change-Prozess ist es ist klug, eine Spaltung im Unternehmen zwischen Visionären und Finanzern zu vermeiden. Die Bauindustrie ist nicht mehr das wesentliche Geschäft von Bilfinger. Der Strategie-Wechsel ist dabei nicht als Geringschätzung gegenüber dem bisher Geleisteten zu sehen. Bau-Industrie ist das Management von unvorhergesehenen Dingen und dabei schauen die Aktionäre immer auf das nächste Quartalsergebnis, das entsprechend sehr volatil ist. Dabei zeigt die deutsche Bauindustrie auch noch im internationalen Vergleich eine unterdurchschnittliche Rendite. Diese Volatilität ist mit Stabilität zu verbinden. Dabei kann man aber nicht alles kombinieren. Dabei ist die Herausforderung, den „denkenden“ Ingenieur mit demjenigen zu verbinden, der den Service erbringt. Diese beiden sind nur schwer zu verbinden. Daher hat sich Bilfinger entschieden, zukünftig überwiegend Services anzubieten.

Der EBITDA ist sein 2009 immer besser geworden und der Anteil des Baugeschäftes wurde immer geringer. Daher hat Bilfinger heute stabilere und höhere Ergebniserwartungen als in der Vergangenheit und im Vergleich zur Bauwirtschaft.

Es gibt 3 große Bereiche im Markt, mit denen sich Bilfinger zukünftig beschäftigen wird: Industrieanlagen, Kraftwerke u. gewerbliche Gebäude, zwischen denen Synergie-Effekte bestehen. Dabei haben wir uns Folgendes überlegt, was durchaus nicht neu ist: Was ist von dem, was wir tun, betriebsnotwendig? Was benötigt ein spezielles Know-How, was nur wir haben und haben wollen? Womit kann ich mich vom Wettbewerb dauerhaft abgrenzen? Was ist mein Interesse an diesem Segment? Habe ich z.B. Interesse an Standards?

Insbesondere der Trend zu einheitlichen (Mess-)Standards ist in diesen Branchen aus unser Sicht ähnlich: Wir verkaufen Standardisierung, eine hohe Verlässlichkeit und internationale Präsenz in diesen Segmenten.

Dazu müssen sie ein Unternehmen werden, das als Ganzes eine neue Idee hat, nicht nur Services als neues Angebot im Portfolio. Das muss man gemeinsam erkennbar sein.

Die Frage, dass wir kein Bauunternehmen mehr sind, ist auch eine Frage, die sich im Kopf jedes Mitarbeiters widerspiegelt. Dazu braucht es ein neues Branding. Wenn man bündelt, d.h. z.B. Schnittstellen „nach Außen“, d.h. an uns, vergibt (=Outsourcing), erhöht sich natürlich das Komplexitätsniveau und damit auch das Risiko für uns. Wir haben jetzt eine Organisation, in der die Mitarbeiter wissen, dass sie aufeinander angewiesen.

In diesem Change-Prozess braucht es neben dem einheitlichen Branding, einer einheitlichen Organisation auch einen gemeinsamen Geist. Mit letzterem hatten wir die größten Probleme.

Für den Erfolg in unseren Märkten muss zunächst sichergestellt werden, dass die Interaktion durchdacht werden kann, d.h., das wir verstehen, was der Kunde will. Um besser als die Wettbewerber zu sein, dürfen wir nicht nur Makler sein, sondern müssen auch eine eigene hohe Wertschöpfung schaffen, d.h. 70% der Wertschöpfung stammt aus dem eigenen Haus.

Wir haben ein komplexes instabiles Geschäft. Das hat sich auch die Incentivierung zu berücksichtigen. Es haben darin neben monetären Aspekten auch Elemente wie den Stolz, ein Projekt erfolgreich geschafft zu haben, Eingang zu finden.

Insbesondere stehen wir vor folgenden Herausforderungen: Können wir organisch wachsen, durch eine genügende Anzahl eigener Ideen? Wie können wir die Integration weiter vorantreiben? Wie können wir in den nächsten Jahren 800 Mio. Investitionsvolumen für Akquisitionen „in der Welt“ sinnvoll einzusetzen? Wie können wir in den Wachstumsmärkten der Welt wachsen, mit einem adäquaten Risikomanagement? Diese Herausforderungen sind durchaus spannend und gehören zum Bereich „Management hoher Komplexität“, was auch Bestandteil meiner früheren Tätigkeit war. Wenn die EBITDA-Zahl nicht mehr stimmt, lag das Problem auf der Zeitachse viel früher. Daher benötigen wir ein sensibles Geflecht zur Messung der Unternehmens-Performance und –Entwicklung. In einem ersten Schritt ist das Bilfinger sehr gut gelungen, aber die Anforderungen ändern sich ständig, aber bislang ist es uns recht gut gelungen, diese Veränderungen richtig einzuschätzen.

 

 

Congress der Controller 2014

Begrüßung der Teilnehmer am Congress der Controller 2014

19. Mai 2014

1405190101Siegfried Gänßlen Vorstandsvorsitzender und CEO der Hansgrohe SE, Schiltach, und Vorsitzender des Vorstands, ICV, eröffnet pünktlich um 9.00 Uhr den 39. Congress der Controller.

Über 560 Teilnehmer sind nach München zur Weiterbildung, zum Erfahrungsaustausch und zu persönlichen Begegnung gekommen.

Zunächst gratuliert S. Gänßlen Hrn. Dr. Dr. h.c. Deyhle nachträglich zum 80. Geburtstag, der am vergangenen Montag gefeiert wurde.

Anschließend führt er fachlich in ein zentrales Thema dieses Congresses ein: die wirtschaftliche Dimension von Big Data, die u.a. am Beispiel von Amazon deutlich wird. Daher ist Big Data und Controlling ein zentrales Thema für die Controller. Wird Big Data die Rolle des Controllers stärken oder schwächen? In der Medizin, bei Banken, in der Automotive-Industrie und auch im Wohnzimmer wird Big Data von Bedeutung für Unternehmen sein. Big Data benötigt aber auch Big Brain. Dazu gehört, dass Controller einen ganzheitlichen Blick über das Unternehmen haben. Controller sollten daher zusammen mit den Führungskräften eine Roadmap für die Nutzung von Big Data entwickeln, die u.a. Antworten auf folgende Fragen aufzeigt:

– Was bedeutet Big Data für das Unternehmen und seine Geschäftsprozesse?

– Welche Herausforderungen entstehen durch Big Data für das Controlling?

– Wo Potenziale bietet Big Data für das Unternehmen sowie das Controlling und wie lassen sich diese Potenziale nutzen?

– Welche Schritte, um aus Daten für Führungskräfte „smart Data“ werden?

Dieser Congress soll den Controller helfen, um ihre Rolle als Business-Partner gegenüber dem Management noch besser wahrzunehmen.

Congress der Controller 2014

Der Countdown zum Congress der Controller 2014 läuft

19. Mai 2014

In wenigen Minuten wird der 39. Congress der Controller in München eröffnet. Wir berichten für Sie wieder live vom Balkon des Westin Grand in München.

Spannend ist vor Congress-Beginn immer wieder Blick in den Vortragssaal, wo wieder zahlreiche fleißige Menschen die Plätze für die über 500 Teilnehmer eingerichtet haben.

Gestern Abend fand als inoffizieller Auftakt des diesjährigen Congresses die jährliche Mitgliederversammlung statt. Neben Fragen zur weiteren strategischen Ausrichtung des ICV stand auch ein freudiges Wiedersehen im Zentrum. Viele kommen regelmäßig zu dieser Veranstaltung weit im Voraus auf diesen Termin, der beim Buffet und Bier im Bierstüberl endet.

Mit Spannung ist die Reaktion der Teilnehmer auf die veränderten Congress-Unterlagen. Im Rahmen von Nachhaltigkeitsüberlegungen wurden diese zu einem großen Teil vorab den Teilnehmern zum elektronischen Download angeboten. Mal schauen, wie viele die Zeit fanden, diese Unterlagen herunterzuladen.

Und jetzt freuen wir uns auf 1,5 spannende Congress-Tage mit Vorträgen und Diskussionen zu erfolgreichen Controlling-Methoden und –Instrumenten in der Praxis.

Congress der Controller 2014

Twittern zum Congress der Controller

15. Mai 2014

Wir laden unsere Gäste beim 39. Congress der Controller (19./20. Mai in München) herzlich ein, auf Twitter mit dem Hashtag #Controlling2014 zu berichten, zu kommentieren, zu diskutieren, sich zu verabreden. Einen Twitterfeed zum Congress haben wir natürlich auch in der ICV-CongressApp angelegt.

Congress der Controller 2014, Internationaler Controller Verein

Manfred Grotheers Live-Blog vom 39. Congress der Controller

9. Mai 2014

grotheer bloggtIn zehn Tagen ist es endlich so weit: Am 19. Mai beginnt in München der 39. Congress der Controller! Das Team PR / New Media des gastgebenden Internationalen Controller Vereins (ICV) wird bei diesem größten Treffen der europäischen Controlling-Community vor Ort sein und freut sich, mit vielen Nutzern der ICV-Online-Medien zum Beispiel am Ausstellungsstand des ICV im Congress-Foyer ins persönliche Gespräch zu kommen.

Zeitnah soll am 19./20. Mai die Controlling-Community in den Neuen Medien informiert werden: Es gibt Live-Posts des angesehenen Controlling-Experten Manfred Grotheer (Bild) im ICV-Controlling-Blog, einen eNews-Flash von der ControllerPreis-Verleihung, News auch via ICV-Facebook-Seite, auf Twitter (Hashtag: #Controlling2014) und erstmals steht den Gästen eine ICV-CongressApp zur Verfügung, die ihnen auch organisatorische Hilfen während der Großveranstaltung bietet.

Congress der Controller 2014, Medienschau , ,

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