Traditionell endet der Congress der Controller mit einem Vortrag, der für die Menschen persönlich bereichernd ist. 2021 zeigt der österreichische Erfolgssportler Wolfgang Fasching, wie positives Denken den Alltag jedes Menschen aufwerten kann.

Dabei stellt Wolfgang Fasching von Anfang an klar: „Wenn man etwas erreichen will, muss man die Komfortzone verlassen“. Üben sei dabei schon ein guter Anfang. Fasching beschreibt im Hinblick auf Motivation zwei Typen von Menschen. Typ 1 stehe spät auf und überlege, wie er den Tag überstehe – in der Regel mit einer freizeitorientierten Schonhaltung. „Dieser Menschentyp wird nie mutig sein und nie mutig handeln“, sondern sei im Gegenteil meist auch mit Neid bestückt und immer bestrebt, sich mit anderen zu vergleichen und sie klein zu halten, was ihn viel Energie koste. Typ 2 dagegen stehe morgens auf und möchte etwas erleben. Er gönne anderen auch etwas, etwa Sieg und den Erfolg, und handele mutig.

Fasching rief dazu auf, auf sich selbst zu hören, denn man könne Dinge nur gut machen, die zu einem passen, „die man liebt“ und für deren Erreichen man deshalb auch den notwendigen Willen habe. Zentral sei aber immer der Glaube an sich selbst, als Führungskraft auch an seine Mitarbeiter. Vorsätze werden für Fasching dabei oft ausgehebelt durch Ausreden. Man müsse sich aber klar machen: „Weniger ist mehr als nichts!“. Lieber nur einen Kilometer laufen oder eine Seite im Buch lesen, als gar nichts zu tun. Schließlich bringen auch kleine Schritte weiter. Kluges Traininieren gelte auch fürs Leben: „Man muss auch mal Pausen machen“. Vor allem aber müsse man regelmäßig seine Sinne schärfen, etwa bei einsamen Spaziergängen im Wald. Allerdings, so die Erfahrung von Fasching, empfänden viele Menschen Alleinsein als Bedrohung. „Der Europäer schaut täglich ca. drei Stunden Fernsehen mit negativen Nachrichten und Eindrücken – das verändert die Wahrnehmung und den Blick auf die Welt“ – ins Negative. Dabei seien Werte und eine positive Haltung für jeden Einzelnen, aber auch für Unternehmen wichtig.

Wichtig sind aber auch Ziele, Wünsche und Träume, oder, so zitiert Fasching aus einem Gespräch mit Arnold Schwarzenegger: „You need a vision!“ Spreche man mit Menschen am Lebensende oder lese man darüber nach, sei das Ergebnis immer eindeutig: was finanziell erreicht wurde, sei zweitrangig. Eher hätten Menschen am Lebensende Wünsche wie „ich hätte weniger arbeiten sollen“ oder „ich hätte den Mut haben sollen, zu mir selbst zu stehen.“

Um sich zu motivieren, empfiehlt Wolfgang Fasching Musik als Stimmungsmacher Nummer 1. Mit „Vollgas“ die Lieblingslieder zu hören anstatt der Nachrichten, wirke bei ihm bestens: „Meine Lieblingslieder treiben mich quer durch Amerika“, sagt dazu der Teilnehmer der Race Across Amerika, dem längsten und härtesten Radrennen der Welt. Dass die Musik gewirkt hat, zeigt das Ergebnis: Achtmal erreichte Fasching einen Platz auf dem Endplatzierten-Podest, davon dreimal als Erstplatzierter. Auch von einem seiner weiteren Projekte – die Durchquerung Russlands mit dem Fahrrad – berichtete Fasching, insbesondere deshalb, weil ihm im Vorfeld viele „Überlebenstypen 1“ abgesprochen hätten, es zu schaffen oder den Sinn des Vorhabens hinterfragten.  „Was kostet es?“ „Was, wenn du es nicht schaffst?“ „Glaubst du nicht, dass du schon zu alt bist?“. Fasching konterte mit der Umsetzung seines Vorhabens, denn er bewundere und lebe selbst die Leidenschaft, auch im hohen Alter noch Ziele und Freude zu haben. „Groß denken, groß träumen, aber klein starten“ reiche schon. Und hat ihn schließlich auch über 10.000 Kilometer und 85.000 Höhenmeter mit einem täglichen Fahrpensum von 460 Kilometern in 21 Tagen quer durch Russland gebracht.

Die schönsten Sinnsprüche von Wolfgang Fasching zum Abschluss des 45. Congresses der Controller: 

Seien Sie kein “Ja-aber”-Sager – seien Sie lieber ein “Warum-nicht”-Sager!

Neugierig bleiben, denn nach dem Horizont geht es weiter.

Der Gipfel des Berges ist erst die Halbzeit.

Denke an die Lösung, nicht an das Problem.

Am Anfang ist alles schwer, so lange, bis es leichter wird.

You need a Vision (Arnold Schwarzenegger)

Wenn du von einem 3-Meter-Brett springen willst, hilft kein Buch. Du musst es tun!

Nur, wenn man etwas für sich selbst tut, wird man es schaffen – nicht, wenn man es für andere tut.

Wer erlebnisorientiert handelt, wird mehr erreichen, als wenn er ergebnisorientiert ist.

Weniger ist mehr als nichts!

Es ist nicht entscheidend, ob man ein Ziel erreicht, es ist immer wichtiger, eines zu haben.

Begeisterung, Freude und Leidenschaft muss man ausstrahlen, denn die Zunge kann lügen, der Körper nicht.

Groß denken, groß träumen, aber klein starten…

Kommentare

  1. Ich habe Wolfgang Fasching jetzt zum zweiten Mal gehört und ich war so elektrisiert wie bei der Premiere. Und ich lasse mich gerne anstecken und werde einen Weitwanderweg in Angriff nehmen. Das ist wahrscheinlich die richtige Schuhgröße für mich – aber mehr als weniger 😉

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