CCS 2012 (3): CDU-Oppositionsführer erklärt Wähler zum “Ober-Controller”

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“Politik-Controlling” ist jetzt das Thema von Peter Hauk, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg. Der studierte Forstwirtschaftler und ehemalige Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in der baden-württembergischen Landesregierung (2005 – 2010) skizziert eingangs die “Geschichte der “Nachhaltigkeit”. Dann nähert sich Hauk dem Thema “Politik-Controlling” über die Controlling-Definition: Controlling = Planung, Steuerung, Kontrolle. Klassisches Controlling, wie es im Unternehmen stattfindet, sei nicht 1:1 auf die Politik übertragbar. Politik müsse Visionen und Leitbilder entwickeln. Im nächsten Schritt bedürfe es konkreter Zielvorgaben und Maßnahmen, die zur Zielerreichung dienen sollen. Schließlich werde Politik einer ständigen internen und externen Evaluation unterzogen, berichtet Hauk, etwa über Abstimmungen, Wahlen oder auch über Studien bzw. Standardvergleiche, wie er am Beispiel Bildungspolitik erläutert.

Zur Evaluation gehören laut Hauk auch “Wirkungsprognosen” von Entscheidungen und den Alternativen: Politiker würden fragen: “Wie kommt das an?” Der CDU-Fraktionsvorsitzende schließt an: “Der Wähler ist der Ober-Controller”. Zur “Sensorik” der Politik zählt Hauk, den Menschen mit einer “gewissen Demut” zu begegnen, man dürfe seine Dialogfähigkeit nicht verlieren.

Ein spannender Vortrag, das CCS-Motto “Controlling einmal anders” hat Wort gehalten: Die Zuhörer haben interessante Einblicke in das Denken und Handeln eines Spitzen-Landespolitikers erhalten.

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