CCS2009 (4): “Es geht um radikale Innovationen”

Es soll ja Leute geben, die behaupten, Controller seien naturgemäß Innovationsbremser. – Von wegen! – Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath, Institutsleitung Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, spricht jetzt zum top-aktuellen Thema “Innovationen – Herausforderungen für das Controlling”.

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Zum Thema Innovation führt Spath mit einer interessanten Zahl hin: Es gibt 1 Mrd. Menschen an der Kaufkraftschwelle, erklärt er. Alleine deren Bedürfnisse zu befriedigen, wird massive Folgen haben; vor allem für die Ressourcen. Wenn die Wirtschaft an der kommenden Entwicklung partizipieren – also dort “verkaufen” – will, müssten vor allem Produkte gebaut werden, die sehr viel weniger auf Ressourcen zugreifen. Es gehe nicht um kleine Optimierungen, sondern radikale Innovationen. Als Zukunftsthemen nennt Spath: Energie, Sicherheit, Umwelt, Gesundheit, Mobilität und Kommunikation.

Es werden dann “3 strategische Ansätze der Innovation” beispielreich erörtert. Unter der Überschrift “Innovation braucht Management und Controlling” stellt Spath dann u.a. Methoden zur Beschleunigung von Innovationen unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte vor. Neue Dienstleistungen zu schaffen, ist ein weiteres Thema des Vortrages: “Noch nirgendwo gibt es Konstruktionsbüros für Dienstleistungen”, moniert Spath, dabei seien diese genauso notwendig wie für Hardware.

In seinem Fazit bescheinigt Spath der Gesellschaft eine gewachsene, große “Innovationsoffenheit”. Zur Umsetzung müssten die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden; z.B. auch Fehler zuzulassen. Unabdingbar sei aber auch eine “laufende Qualitäts- und Ergebniskontrolle”. Womit sich der Kreis zum Controlling schließt.

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