Dr. rer. pol. Lars Grünert, CFO, TRUMPF + Co. KG, Ditzingen, berichtet darüber, dass es ein Haupt-Erfolgsfaktor von Trumpf war, sehr früh (Anfang der 60er Jahre) mit der Internationalisierung gestartet zu haben. Inzwischen ist Trumpf in seinen Markt-Segmenten Technologie- und Weltmarktführer. Aus dem Fokus auf legale Ergebnisse resultiert eine komplexe legale Struktur. Maxime: Abbildung der steuerungsrelevanten Objekte (Ergebnisse und nicht-finanzielle Kennzahlen) in einer legalen Form. Teilweise gibt es aber legale Gesellschaften (im Vertrieb), die für mehrere Geschäftsbereiche tätig sind. D.h. eine Spartenrechnung ist einzuführen. Steuerungskennzahlen existieren nach Verdichtungsstufen. Unterhalb der Gruppengeschäftsführung gibt es neu Geschäftsbereichsgeschäftsführungen und in einer Matrix dazu Zentralbereiche. Aus dem Controlling sind den Geschäftsbereichen (Spartenergebnisrechnung) und den Zentralbereichen (Center-Steuerungsansatz) relevante Steuerungsgrößen zur Verfügung zu stellen. Kennzahlen sind Wertbeitrag, operative Rendite u. Produktivität. Die Produktergebnisrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren neu gestaltet.

Die Motivation für Wertmanagement bei Trumpf: gute Umsatzrendite, aber Verschlechterung des Kapitalumschlags, bei gleichzeitigem Wachstum. Gesellschaftern sollte dabei für das zur Verfügung gestellte Kapital generell eine angemessene Rendite zur Verfügung gestellt werden. Diese Soll-Kapitalrendite steigt jedoch in einem Wachstumsszenario. Dieser Sachverhalt wird durch Fokussierung auf eine Umsatzrendite nicht genügt widergespiegelt, so dass eine wertorientierte Unternehmenssteuerung eingeführt wird.

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