Horváth & Partners berichtet, mit einer Blitzumfrage des CFO-Panels vom Ende 2011 einige sehr überraschende Ergebnisse gewonnen zu haben. Man wollte vor allem untersuchen, welche Faktoren eine schlanke Kosten- und Ergebnisrechnung im Hinblick auf Effektivität und Effizienz begünstigen und welche Verbesserungsmaßnahmen hier getroffen werden. Die Antworten von fast 200 Finanzverantwortlichen international agierender Großunternehmen aus unterschiedlichsten Branchen seien in die Ergebnisse eingeflossen.

Ein vereinheitlichtes Design von Werteflusslogiken sowie Kunden- und Produktstammdaten wird von Horváth & Partners als eine der Grundvoraussetzungen für schlanke Kosten- und Ergebnisrechnungssysteme bezeichnet. Laut Umfrage sehen die Finanzverantwortlichen vor allem bei der Standardisierung noch deutlichen Entwicklungsbedarf. Ebenfalls bei der Reduktion der Komplexität in der Kosten- und Ergebnisrechnung. Die Studienautoren berichten, die Vielfalt an angewandten Methoden und abgebildeten Prozessvarianten führe für viele Studienteilnehmer zu sehr komplexen internen Unternehmensrechnungssystemen. Die Notwendigkeit für Maßnahmen zur Reduzierung und Vereinfachung, beispielsweise im Bereich der Verrechnung interner Leistungen, stehe für die Befragten außer Zweifel und sollte nachhaltig vorangebracht werden.

Zwar seien von vielen Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung im Bereich von Kostenarten und Kostenstellenrechnung unternommen worden. Nur unzureichend würden aber für das Management steuerungsrelevante Informationen im Sinne von Kunden- und Produktergebnissen durch die eingesetzten Systeme bereit gestellt. Soll der CFO-Bereich als Business Partner des Managements nachhaltig etabliert werden, sei es unabdingbar die Ergebnisrechnung nach steuerungsrelevanten Merkmalen wie Kundengruppen und Produkten auszugestalten, heißt es bei Horváth & Partners.

In Sachen “IT-systemtechnischer Umsetzung der Kosten- und Ergebnisrechnung” führe die Studie zu überraschenden Einblicken. Hier stehe nicht die Standardisierung und Komplexitätsreduzierung, sondern die Effektivität der IT-Systemlandschaft im Vordergrund der Überlegungen. Die Studie zeige, dass viele Teilnehmer noch große Potenziale sehen den Einsatz von Business Intelligence-Systemen zu verstärken und die Transparenz der Datenbereitstellung zu erhöhen. “Gängige IT-Systeme tragen nur bedingt zur Unterstützung der Funktionen der Kosten- und Ergebnisrechnung bei. Diese Erkenntnis steht daher im Einklang mit den deutlichen Verbesserungspotenzialen, welche die Finanzverantwortlichen im Hinblick auf die IT-technische Umsetzung einer effektiven Systemlandschaft sehen”, heißt es in der Management Summary. “So können weder Business Warehouse-Lösungen noch SAP oder andere ERP-Systeme, die als sehr bedeutsam eingestuften Funktionen einer Kunden- und Produktergebnisrechnung oder auch Profit Center-bezogenen Ergebnisrechnung entscheidend unterstützen.”

Interessenten können den Ergebnisbericht »Erfolgreiche Unternehmenssteuerung mittels einer schlanken Kosten- und Ergebnisrechnung« für eine Schutzgebühr von 70 Euro unter cfo-panel@horvath-partners.com erwerben.

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