Studie über Status quo von BI-Software in mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Die Begrifflichkeit für Business Intelligence ist weit gefächert: Berichtswesen, Reporting-System, Management Informationssystem und Business Intelligence sind die am häufigsten eingesetzten Bezeich-nungen. Die Begriffe Corporate Performance Management (Software) und Business Performance Management (Software) werden nur in drei, beziehungsweise in vier Prozent der Unternehmen verwendet.

  • In weniger als der Hälfte (49 Prozent) der befragten Unternehmen wird bereits Software zur Unternehmenssteuerung genutzt, aber 40 Prozent planen einen Einsatz. Berichtswesen, Datenanalyse, Planung und Budgetierung sowie Konsolidierung werden bereits häufig eingesetzt.
  • Die Realisierung von Balanced Scorecards und Management Dashboards sind bei 50 Prozent der Teilnehmer in Planung.
  • 55 Prozent der befragten Personen sind zufrieden oder sehr zufrieden mit der Unterstützung durch Reportingwerkzeuge bei Ihrer täglichen Arbeit. Datenqualität ist sowohl die wichtigste Eigenschaft als auch der wichtigste Kritikpunkt an Business-Intelligence-Software.
  • Abfragegeschwindigkeit und die Einfachheit von Prozessen zur Berichtserstellung werden ebenso für sehr wichtig, aber unzureichend gelöst erachtet. Die deutliche Mehrheit der Unternehmen (79 Prozent) versorgt weniger als 20 Prozent ihrer Mitarbeiter mit Berichten.
  • SAP, Cognos sowie Microsoft sind die drei bekanntesten Anbieter für Berichtserstellung und Analyse. Die drei am häufigsten eingesetzten Werkzeuge für Berichtserstellung und Analyse sind Microsoft Office-Produkte.

Grundlage der empirischen Untersuchung ist eine Stichprobe mittelständischer Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Unter Berücksichtigung des Untersuchungsgegenstands wurde das Mittelstandssegment eigens definiert. Zielgruppe waren Unternehmen, mit einem Jahresumsatz zwischen 50 Millionen und 1 Milliarde Euro. Die Umfrage fand im Zeitraum Januar bis März 2007 statt. Auf Basis der Kriterien wurden 2145 ausge-wählte Probanden persönlich kontaktiert, von denen 159 Personen den internetbasierten Fragebogen beantworteten. Das entspricht einer Rücklaufquote von 7,4 Prozent. Zusätzlich wurde die Umfrage über Newsletter sowie durch Werbung in IT-Fachzeitschriften beworben, wodurch 48 Umfrageteilnehmer gewon-nen wurden. 72 weitere Teilnehmer konnten unter den Besuchern der BARC Tagung „Planung und Controlling im Mittelstand“ am 13. und 14. Februar 2007 in Würzburg befragt werden. Damit gingen insgesamt 279 ausgefüllte Fragebögen ein.

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