Hand aufs Herz! Wissen Sie was ein „Barcamp“ ist? Beim Trommeln für das 1. ICV Controlling Barcamp am 24. Juni in Berlin bekomme ich immer wieder eine ganz eifache Frage gestellt: „Was ist ein Barcamp?“

Ich bin Barcamp-Fan. Ich arbeite in der Ammersee-Region an der regionalen Wirtschaftsentwicklung mit und besuchte unlängst das Barcamp, „Gemeinsam für den ländlichen Raum: Demokratie stärken“. In der Summary des veranstaltenden Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), Berlin, (www.b-b-e.de) habe ich diese Barcamp-„Definition“ gefunden: „Ein Barcamp, auch Un-Konferenz genannt, ist eine offene Tagung. Hier können die Teilnehmenden frei und ungezwungen zu einem bestimmten Themenschwerpunkt diskutieren. Die Tagesordnung entsteht erst am Konferenztag selbst: Das Barcamp besteht aus verschiedenen parallelen Sessions – so werden die rund 45-minütigen Diskussionsworkshops genannt, die von den Teilnehmenden selbst gestaltet werden. Zu Beginn des Veranstaltungstages präsentieren sie ihre Ideen für eine Session und platzieren diese in einem Zeitraster. Damit die Inhalte der Veranstaltung auch online und mit Außenstehenden weiterdiskutiert werden können, wird ein spezieller Hashtag (Schlagwort zum Kategorisieren in sozialen Netzwerken) festgelegt.“

Es ist also beim Barcamp alles weitestgehend frei zu gestalten. Fest steht ein Thema, eine wirklich coole Location, der gewünschte Teilnehmerkreis und es gibt einleitende Vorträge. Dann geht es los. Das mag vielleicht für den einen oder anderen etwas chaotisch wirken, aber es gibt natürlich Barcamp-Regeln. Das BBE beschreibt die wichtigsten:

Keine Zuschauer.
Zurücklehnen und Zuhören gibt es nicht – die Teilnehmenden sollen diskutieren und sich austauschen, das aktive Miteinander schafft den Mehrwert.
Geplant ungeplant.
Die Sessionplanung am ersten Tag gibt ein Minimum an Struktur vor. Hier sind spontane Ideen genauso willkommen wie durchdachte Themenvorschläge.
Gleichberechtigung.
Alle können die Themen mitbestimmen und begegnen einander auf Augenhöhe. Die berufliche Position der Teilnehmenden spielt keine Rolle.
Law of two feet.
Stellt man während einer Session fest, dass man etwas anderes erwartet hat oder sich noch für ein anderes Thema interessiert, kann man den Raum jederzeit verlassen und zu einer anderen, parallel laufenden Session wechseln.
Keine Scheu.
Auch unreife Ideen oder Konzepte in der Anfangsphase sind für andere interessant und können vorgestellt und diskutiert werden.
Spread the Word.
Ein gutes Barcamp ist ein Barcamp, an dem sich viele Menschen aktiv beteiligen. Das gelingt, indem die Teilnehmenden Inhalte weitererzählen oder die Diskussionsrunde in den sozialen Netzwerken fortsetzen“

Ich habe nun schon eine ganze Reihe Barcamps besucht und nach meinem Erleben gelingt ein Barcamp umso besser, je aktiver sich die Teilnehmer einbringen. Ende März war z.B. in Leipzig das deutschlandweite Treffen der Coworking-Spaces ebenfalls an einem Tag als Barcamp organisiert (Bilder). Indem wir Teilnehmer uns hier einbrachten, in Sessions vielfältigste Aspekte des Coworkings diskutierten, zogen wir viel Nützliches für unsere weitere Arbeit aus den Sessions, hatten großen Spaß, lernten interessante Leute kennen und fuhren motiviert zurück in unsere Heimatorte.

Nun bin ich sehr gespannt, ob wir am 24. Juni beim allerersten 1. ICV Controlling Barcamp einen solchen „Barcamp-Geist“ erwecken. Ich freue mich auf diese Premiere. Seien Sie dabei!  #controllingcamp17

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