Dr. Deyhle berichtet in seiner einzigartigen Weise aus seinen letzten 40 Jahren mit dem Controlling, das als Zeitstahl auch im Jubiläumsheft des Controller-Magazins beschrieben ist. Er führt durch drei zentrale Themenbereiche: Rechnungswesen, Planung sowie Berichtswesen/Kommunikation. Stichwörter, die vielen Teilnehmern seiner Veranstaltung bekannt sein dürften, rufen sofort Erinnerungen wach: Hausbesuchspraxis des Controllers, Zuck- u. Schluckprinzip (auch als soziale Komponente der Preisfindung gegenüber Hartz-IV-Empfänger und Flüchtlingen), Deckungsbeitragsrechnung als Instrument des Controllers auf dem Weg vom Kostenrechner zum begleitenden Controller, coût de produit, Fixkostenumlagen (z. B. bei Gaskraftwerken u. Autos) sind Unsinn.

Zum Thema “Planung” berichtet er vom WEG-Symbol. Häufige Kritik: Es kommt halt anders als man denkt. Aber: Man hat halt vorher gedacht und kann dann durch den Forecast die Abweichungen besser beherrschbar machen als ohne Planung. Planungen sind Willenserklärungen. Bei einer Trauung wird das Brautpaar ja auch nicht gefragt: Wirst du, bis dass der Tod uns scheidet, bei mir bleiben, sondern willst du, bis dass der Tod uns scheidet, bei mir bleiben.

Im Bereich der “Kommunikation für Controller”, betont Dr. Deyhle, dass nebeneinander Arbeiten am Bildschirm. Das Nebeneinander fördert die Kooperation und die Einsehbarkeit. In den PC-Bildschirm schauen, bedeutet “im Bild zu sein” (“now I see it). Communicare kommt aus dem Lateinischen und heißt nicht nur miteinander reden, sondern auch miteinander machen.

Dr. Deyhle Sorge ist, dass die heutigen Smartphones diese Kommunikationsform wieder auflösen.

Zum Abschluss seines Vortrages wünscht Dr. Deyhle dem gestern neu gewählten Vorstand des ICV viel Erfolg für die nächsten 5 Jahre. Vielleicht kann er dann für den nächsten Vorstand wieder einen Vortrag halten.

Für bestehende Investitionsprojekte existiert ein monatliches Berichtswesen mit Forecasts.

Bei der Analyse von RoACE-Verbesserungen wird zwischen Management- und Markt-Effekten unterschieden.

Abbildung 1: Dr. Deyhle in typischer Vortragsweise

Abbildung 2

Abbildung 3: Dr. Albrecht Deyhle in typischer Vortragsweise

Dr. Albrecht Deyhle live 1

Kommentare

  1. Stephan Jcokel :
    Es mag an dieser Stelle ausdrücklich ergänzt werden, dass die Notwendigkeit der Kommunikation, die Deyhle abermals unterstrich, ein ganz wesentliches Element der verhaltensorientierten Controllerrolle ist, die Deyhle immer so verstanden und trainiert hat.
    Das “gemeinsam Machen” ist seine Botschaft und es hat schon sehr beeindruckt, wie er ausführte, er wollte “ein Leben lang” weg von “diesem Gegenüber”, diesen formalen Distanzen und künstlichen Hürden, sondern die “Leute sollen sich um das Thema herum versammeln” … .
    Das gilt sicherlich nicht nur für das Controlling als die berufliche Disziplin, sondern auch für so viele andere Lebensbereiche, wo Menschen sich doch oft so schwer tun, “dieses Gegenüber” zu überwinden.
    Wer Deyhle kennt, hat seine authentische Botschaft abermals “live” erleben können und das hat den 40ten Congress bereichert – wie Gänßlein sagte, ein Highight eben.

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