Ein Themenzentrumsvortrag von Dr. Uwe Michel, Senior Partner, Leiter Competence Center, Controlling & Finanzen, Horváth & Partners Management Consultants, Stuttgart, und Dipl.-Kfm. techn. Johannes Isensee, Prokurist, IPRI gGmbH, Stuttgart.

1. Der ICV bearbeitet in der sogenannten Ideenwerkstatt innovative Aspekte im Controlling. Sie interpretiert sich als Ideengenerierer bzw. Impulsgeber für Herausforderungen im Controlling und bringt sie in die Controller-Community ein. Seit 2009 beschäftigt sich der ICV mit dem Thema “Green Controlling”. Der ICV hat die Gründung eines Arbeitskreises “Green Controlling” beschlossen. Die Referenten informieren über die Ergebnisse einer Studie zum Praxisstand des “Green Controlling”.

2. Grüne Herausforderungen an das Controlling
Das Thema ist evident in den Medien, z.B. 2x im Harvard Business Manager (auch in den USA), ebenfalls in der FAZ (Beispiel Puma mit eine Öko-Erfolgsrechnung); grüne Strategien und Prozesse schaffen Potenziale für Wettbewerbsvorteile (… und Gewinn), da es Kundenwünsche nach grünen Produkten gibt. Ebenfalls haben Shareholder zunehmend ökologische Erwartungen. Auch sorgen steigende Ressourcenpreise und gesetzliche Anforderungen für eine Sensibilisierung des Themas “grüne Strategien”. Die daraus resultierenden Potenziale sind: neue grüne Produkte und Märkte; der Faktor Grün zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen; Attraktivität für Kapitalgeber steigern; ökologische und ökonomische Effizienzpotenziale aufdecken (Ressourcenproduktivität); ökologische Risiken transparent machen und bewusst managen; Compliance bezüglich Umweltgesetzgebung.

Controller haben an dem Prozess der Zielfestsetzung, Planung und Steuerung mitzuwirken und grüne Aspekte mit einzubeziehen, damit das Unternehmen langfristig seinen W E G findet.

Das “Greening” betrifft im Rahmen einer grünen Strategie den gesamten Lebenszyklus, z. B. in Bezug auf: verwendete Ressourcen; sparsamer Ressourcenverbrauch; Schadstoffausstoß; Wiederverwendung und Verwertung.

Green Controlling sichert die Nachhaltigkeit durch ein adäquate Zielbildung, Steuerung und Kontrolle insbesondere durch folgende Green Controlling Instrumente: Carbon Management Accounting; grüne Investitionsbewertung; Nachhaltigkeitsreporting; Green Revenue Recognition

3. Empirische Ergebnisse zum Umsetzungsstand des “Grünen Controlling” in der Praxis anhand einer Studie: Die Studie fand im September 2010 statt; 295 Teilnehmer nahmen an der Studie teil; es nahmen mittlere und große Unternehmen teil;

Short Facts der Studie: Controller erkennen ihre Mitverantwortung für die Initiierung , Planung und Umsetzung grüner Themen; Controller wollen und sollen in der ökologischen Gestaltung des Unternehmens ein aktive Rolle einnehmen; vier Strategietypen konnten identifiziert werden; in der Zusammenarbeit zwischen Controlling und Umweltmanagement bestehen noch zahlreiche Herausforderungen; es müssen integrierte Lösungen geschaffen werden

Die Aufgabe des Controllers im “Greening”: Wirtschaftlichkeit der ökologischen Ausrichtung nachweisen und sicherstellen; grüne Zielsetzungen monitoren und überwachen; Transparenz für grüne Themen: Kennzahlen zur Planung, Steuerung und Kontrolle; Akteure des Unternehmens in grünen Themen aktiv beraten und Support bieten; grüne Wettbewerbsanalysen durchführen u. Wettbewerbsposition bestimmen; grüne strategische Positionierung unterstützen (Strategieformulierung, Zielbildung), …

Vom Greening sind insbesondere folgende Controlling-Prozesse betroffen: Strategische Planung, Operative Planung, Internes Reporting, Externes Reporting, Risikomanagement, Produktions- und Beschaffungscontrolling.

4. Unternehmensbeispiele für “Grünes Controlling” “Grüne” Herausforderungen an das Controlling

Folgende beiden Unternehmen sind relativ fortgeschritten im Green Controlling und werden beispielhaft vorgestellt: STABILO (Schreibgeräte) und Kärcher (Hochdruckreiniger).

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