Wie als Junior-Controllerin in die „Schnittmenge“ mit dem Management gelangen?

Eine junge Controllerin, seit 6 Monaten als Berufsanfängerin in einer zentralen Controller-Funktion tätig, ist nicht ganz zufrieden. Gerne würde sie in die controllerische Schnittmenge gelangen. Den Begriff der “Schnittmenge” entlehnte Dr. Deyhle der Mengenlehre. Sie beschreibt symbolhaft das wirtschaftliche Ausrichten des Unternehmens als Prozess zwischen Manager und Controller, eben das Controlling. Unsere junge Controllerin ist zu Zeit nicht ganz zufrieden mit ihrer Rolle. Sie fühlt sich ziemlich isoliert. Eigentlich will und soll sie einmal dezentrale Controllerin werden. Doch, um einen besseren Überblick zu erhalten, ist sie zunächst als Mitarbeiterin im zentralen Controller-Service eingestellt worden. In dieser Aufgabe erstellt sie monatliche Plan-Ist-Vergleiche und präsentiert sie der Geschäftsführung, wobei ihr die Zahlen sehr abstrakt vorkommen und sie sie nicht wirklich interpretieren kann. Eine erste Empfehlung könnte es sein, Kontakt mit den “Datenlieferanten” aufzunehmen. Können diese bereits Interpretationshinweise geben? Weiterhin wäre im Rahmen der Empfängerorientierung herauszufinden, welche Daten die Geschäftsführung besonders interessieren und welche Schlussfolgerungen sie daraus ziehen wollen. Entsprechend könnte sich unsere junge Controllerin diese Daten besonders genau anschauen und bereits “proaktiv” Entscheidungsempfehlungen entwickeln. Schließlich wäre es dieser Controllerin auch noch zu empfehlen, ihren Arbeitsplatz zeitweise zu verlassen, um mit anderen Controllern und Mitarbeitern gemeinsam, z.B. in Projekten, zu wirken. Schnittmenge bedeutet auch immer gemeinsame Termine und nicht nur Controlling by E-Mail, wo es möglich ist. Offen bleibt in diesem Beispiel die Rolle des leitenden zentralen Controllers und anderer Controller-Kollegen, über die keine weiteren Informationen vorliegen. Auch hier gibt es wahrscheinlich noch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten, z.B. Feedbackrunden.

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