Kashif M. Ansari, Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen, berichtet über Ergebnisverbesserungsprogramme (Operationell Excellence) in DAX-Konzernen. Ein Drittel dieser Programme sind nicht nachhaltig erfolgreich. Die Erfolgsfaktoren für nachhaltig positive Wirkungen sind Gegenstand seines Vortrages. Für jedes Programm sollte eine konkrete Zielsetzung bestehende, z.B. neue Autotyp mit gleichem Personalbestand, jeder Stein in der Organisation ist umzudrehen. Die Schwierigkeit der Nachhaltigkeit ist vergleichbar mit den guten Vorsätzen am Jahresanfang. Wichtig ist die konkrete Zielsetzung, die “herunterzubrechen” ist. Methoden sind weiterhin zu kombinieren. Erfolgsfaktoren sind: Ziele, Maßnahmen, Ressourcen, Fähigkeiten (auch in Bezug auf Entscheidungskompetenzen), Verpflichtung und Information. Schnelle Veränderung ist eine wirksame Erfolgskomponente. Es sind kurzfristig kleine sichtbare (Erfolgs-) Leuchttürme zu setzen, die zu weiteren Maßnahmen motivieren.

Die Fortschritte sind zu messen, z.B. durch TRACK (Tool für Revenue, Action and Cost control Keeping) mit einem Härtegrad-Controlling in 6 Härtegraden. Dieses Tool misst den Projektfortschritt und stellt rollenbasierte Zugriffe zur Verfügung.

Ebenso ist multidimensionales Handeln von großer Wichtigkeit. Es ist sowohl inhaltlich wie auch politisch zu handeln. Bottom up- sind mit Top-Down-Aspekten zu verbinden. Bottom-up können z.B. Kostenarten-Paten eingesetzt werden. Ebenso sind kurzfristige mit strategischen Aspekten zu verbinden. Dieses geschieht im Rahmen einer Stakeholder-Analyse, z.B. mit Vorstand, Betriebsrat und Mitarbeitern. Der Betriebsrat sollte möglichst aktiv mit eingebunden werden.

Es sollten immer wieder Reizpunkte über eine Wettbewerbssituation gesetzt werden, wobei auch Regenerationspausen nötig sind. Die Organisation kann dabei z.B. auch partiell in einen Wettkampfmodus versetzt werden.

Die Fertigungszeit für den Porsche 911 konnte seit Anfang der 90er Jahre um 74 Prozent reduziert werden. Diese Fertigungszeiten resultieren nur zum Teil aus Automatisierung. Entwicklungsaspekte sind u.a. auch mit eingeflossen.

Ebenso sind, wie beim Sport, Trainer, d.h. externe Berater, erforderlich. Dabei sind einzelne Mitarbeiter direkt von der GL in die Verantwortung zu nehmen, wobei auch die Befähigung (Kompetenzen) zur Verfügung zu stellen ist.

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