Controlling heute Rosita Blaha

Green Controlling-Studie 2016 steht zum Download bereit

4. Mai 2016

Die brandneue, umfangreiche Studie unter der Federführung des ICV-Fachkreises Green Controlling ist da. Zentrales Thema: 5 Jahre Green Controlling – wo stehen wir heute? Für ICV-Mitglieder ist die Studie kostenlos, sie kann auf der ICV-Webseite heruntergeladen werden. Nicht-Mitglieder können die Studie in der Geschäftsstelle bestellen (23,80 Euro). Über die Startseite der ICV-Webseite weisen wir Ihnen den je nach Mitglieds-Status richtigen Weg zur Studie Green Controlling.

Sonstiges

PR-Professionals aus Schwaben informieren sich über „trockenes wie dominantes Thema Kommunikationscontrolling“

3. Mai 2016

Pollmann DPRG 05 2016

30 PR-Professionals waren gestern Abend im historischen Annahof in Augsburg beim Event „DPRG zum Feierabend“ dabei. Das gewählte Vortragsthema bezeichnete Gastgeber Josef Schmaus, Leiter der DPRG-Regionalgruppe Augsburg/Schwaben, „trocken, aber auch eines der aktuell dominantesten in der PR-Branche“: „Kommunikations-Controlling – Chancen für die Unternehmenskommunikation“. Rainer Pollmann, stv. Leiter des ICV-Fachkreises Kommunikations-Controlling aus Augsburg, referierte eine knappe Stunde zu den wesentlichen Bausteinen des Kommunikationscontrollings. Danach gab Ingo Butters, Pressesprecher bei den Lechwerken, der im Mai 2015 schon Gast des ICV-Fachkreistreffens bei MAN Turbo & Diesel SE in Augsburg gewesen war, einen Werkstattbericht über Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung.

Der Zuhörerkreis, zur Hälfte Experten aus namhaften Firmen und Institutionen, zur anderen Hälfte PR-Professionals und Agentur-Vertreter, bekamen Antworten auf Fragen wie, welchen Beitrag zum Erfolg einer Unternehmung Kommunikationsarbeit leistet, wie Beziehungen zu den relevanten Stakeholdern auf die Unternehmensziele hin ausgerichtet entwickelt werden können und: Wie kann Wirkung von Kommunikation sichtbar gemacht werden? Rainer Pollmann stellte die Bausteine entsprechend dem Grundmodell für Kommunikationscontrolling vor, jenen Standard für die Kommunikationssteuerung, der von ICV und den Kommunikatorenverbänden DPRG und PRVA gemeinsam getragen wird.

Die abendlichen Diskussionen machten auch in dieser Expertenrunde zwei Ansätze deutlich. Während bei den einen der ganzheitliche Ansatz für ein Kommunikationsmanagement – Strategieentwicklung, Maßnahmenplanung, Messung und Steuerung – im Mittelpunkt steht, rücken andere die Kennzahlen gestützte Steuerung in den Mittelpunkt und hofften auch vom ICV-Referenten jene universellen Kennzahlen zu erfahren, mit denen sich diese Fragen lösen lassen würden.

Die junge Disziplin Kommunikationscontrolling hat schon einiges erreicht und noch einen spannenden Weg vor sich, wie auch dieser „DPRG zum Feierabend“ zeigte. LEW-Pressesprecher Ingo Butters hatte ein passendes Bild aufgelegt: Auf dem Weg zur Gipfel-Lösung des Kommunikations-Controllings sieht er sein Team inzwischen kurz vor dem Basislager I.

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Arbeitskreise gemeinsam bei Porsche und eureos in Leipzig

2. Mai 2016

Porsche Sachsen Thueringen

Die Arbeitskreise Sachsen und Thüringen des Internationalen Controller Vereins (ICV) haben am 29./30. April in Leipzig gemeinsam getagt. Am Freitagnachmittag waren sie Gast bei der Porsche Leipzig GmbH. Der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Joachim Lamla begrüßte die 30 Arbeitskreismitglieder und stellte ausführlich den Porsche-Standort Leipzig vor. Nach insgesamt vier Werkserweiterungen seit dem Start im Jahr 2000 hat sich das Werk zu einem Kompletthersteller entwickelt, der eine „extreme Varianz“ bei den Fahrzeugen und Komplexität bei der Fertigung meistert. Dr. Lamla gewährte auch Einblicke in das Controlling mit seinen wesentlichen Aufgaben Planung, Prognose und Ergebnissteuerung.

Nach diesem höchst informativen Vortrag erlebten die Arbeitskreisteilnehmer eine beeindruckende Führung durch die modernen Fertigungshallen. Dr. Lamla ließ es sich nicht nehmen, die Gäste gemeinsam mit dem Controlling-Leiter Stefan Lochner persönlich zu führen. Ein großartiger Nachmittag mit spannenden Einblicken. Danke an die Porsche Leipzig GmbH!

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Am Samstagvormittag trafen sich die Arbeitskreise in der Leipziger City bei der eureos GmbH, einer aufstrebenden Steuerberatungs-, Rechtsanwalts- sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Geschäftsführer Sören Münch, Mitglied im AK Sachsen, hieß die Teilnehmer in den Geschäftsräumen in den ehrwürdigen Speck’s Höfen, in unmittelbarer Nachbarschaft der weltberühmten Nikolaikirche, willkommen.

Das Arbeitskreisthema „Kennzahlen“ traf den Nerv der Teilnehmer, die intensiv diskutierten und Erfahrungen austauschten. Als Diskussionsgrundlage hielt AK-Leiterin Prof. Dr. Katja Glaser, Leiterin der Studienrichtung Controlling, Staatliche Studienakademie Leipzig, einen Einleitungsvortrag „Kennzahlen aus der Sicht der Theorie“. Danach präsentierte die stv. AK-Leiterin Sandra Frenzel, beratende Betriebswirtin, externes Controlling, die Ergebnisse einer Fragebogenaktion in den AKs. Die hier gewonnenen Erkenntnisse über den Stand der Anwendung von Kennzahlen in den Unternehmen der AK-Mitglieder regten zu lebhaften Diskussionen an. Unter anderem ging es dabei um Fragen, wie oft, wie aktuell Kennzahlen aufzubereiten sind. Die Sinnhaftigkeit und die Konsequenzen, Kennzahlen auf Knopfdruck bereitzustellen, wurden diskutiert.

In seinem Vortrag berichtete Thomas Gross, Leiter des ICV-Arbeitskreises Thüringen, von der Einführung eines Kennzahlensystems im Unternehmen und der Synchronisierung mit dem amerikanischen Mutterkonzern.

Wiederholt debattierte die Runde in Diskussionen zu den Impulsvorträgen psychologische Aspekte; wie etwa die Wirkung von Kennzahlen auf die Mitarbeitermotivation. Daraus abgeleitet nahmen die Arbeitskreise das Thema Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten von Controllern in ihren Themenspeicher auf.

Sachsen Thueringen AK Leiter DSC_3420[1]

Linkes Bild/v.l.n.r.: Der ICV-Regionaldelegierte Ost, Dieter Meyer, mit den Arbeitskreisleitern Bärbel Kuhn (AK Berlin-Brandenburg), Prof. Dr. Katja Glaser (AK Sachsen) und Thomas Gross (AK Thüringen). Rechtes Bild: Kaffeepause auf der Speck’s-Hof-Dachtererasse, im Hintergrund die Leipziger Nikolaikirche.

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Leidenschaft 8000m – Wagnis – Rückzug – Erfolg

26. April 2016

Gerlinde Kaltenbrunner, Profibergsteigerin, Bühl / Schwarzwald

Sie berichtet, unterstützt durch mehrere Video-Szenen, von Ihrem 7. Versuch, den K2, als letztem von ihr noch nicht bestiegenem 8000er Gipfel, über die schwierigere Nord-Route zu besteigen

Voraussetzungen: gute Ernährung, Fitness, aber auch Entspannung nach einer Anstrengung

Team: insbesondere sich ergänzend, die einzelnen Schwächen (beim Bergsteigen) synergetisch ausgleichend

Sie beschreibt ebenfalls die Bedeutung von Intuition und Anblicks (Visualisierung) der Nordseite des K2 (zur Motivationsstärkung).

Mit einer fatalen Einstellung ging es teilweise leichter: „Wir nehmen es so an wie es ist und lamentieren nicht über das Wetter.“

Die Abstimmung erfolgte im Basislager. Während des Bergsteigens werden die Bewegungen fast automatisch ausgeführt.

Wenn es Schwierigkeiten gibt, z.B. mehrere Tage schlechtes Wetter, in denen es weder vorwärts noch rückwärts geht, gilt es Ruhe zu bewahren. Man darf sich nicht in eine negative Gedankenspirale ziehen lassen. „Wir werden da wegkommen!“, ist der zentrale Gedanke. „Andere Gedanken lasse ich in diesen Situationen nicht zu!“

Wenn das Wetter schlecht ist, wird das Essen immer wichtiger. Daher ist ein guter Koch im Team sehr wichtig. Jeder ist in schwierigen Situation dafür verantwortlich, die Motivation bei anderen Team-Mitgliedern zu stärken.

Vorher wurden Regeln definiert: Zum Beispiel: Was ist, wenn jemand umkehren will?: Jeder hat auf seine innere Stimme zu hören!

Immer wieder im Team die Risikobereitschaft abgestimmt.

Die Natur gibt die Bedingungen vor, die zu akzeptieren sind. Die sichere Rückkehr hat oberste Priorität.

 


 

Das Bergsteigen endet erst bei der sicheren Rückkehr im Basislager.

41. Congress der Controller 2016

Von der strategischen zur operativen Steuerung in der RECARO Group

26. April 2016

Dr. Bernd Gaiser, Geschäftsführer Unternehmensentwicklung & Finanzen, RECARO Holding GmbH, Stuttgart, erläutert den Prozess der Steuerung bei RECARO, an dessen Spitze „Werte“ und „Prinzipien“ stehen. Darauf folgen 10 Jahres-Ziele, die zu operationalisieren sind. Ein wichtiges Instrument im Rahmen der Operationalisierung besteht darin, dass es für jeden Mitarbeiter Ziele gibt, die aus der Strategie abgeleitet sind und im „Cockpit“ zusammenfließen, das sich aus Finanz-, Mitarbeiter-, Markt- und Prozess-Zielen zusammensetzt.

Im Rahmen des Strategieprozesses werden u.a. 9 „Strategic Key Topics (SKT)“ definiert. In 2016 ist ein SKT der 3-D-Druck.

Recaro benutzt zur Strategieentwicklung das 7-K-Modell von Horváth & Partners.

Für die Gruppe existiert eine Strategy-Map.

Die Ziele sind in strategische Programme und Maßnahmen umzusetzen, die regelmäßig in der Geschäftsführung getrackt werden.

Wichtig ist das Schlagen einer Brücke von der Holding in die Sparten.

Es existieren 70 Programme in der Gruppe, mit denen die Strategie-Entwicklung vorangetrieben wird.

Für den Planungsprozess wurden „Lean-Prinzipien“ übernommen. Das wichtigste Element der Veränderung war, dass die strategischen Programme sauber mit den Jahresbudgets verbunden wurden und ein „Wettbewerb“ für die Ressourcen-Zuweisung erfolgt. Dadurch konnte der Planungsprozess um 86 Tage reduziert werden mit verbesserten Inhalten.

Die Anzahl der Loops in der Planung wurde durch die Einführung strategischer Budgets entsprechend nachfolgender Darstellung deutlich reduziert:

 

Bislang wurde sehr viel Energie in die Abstimmung einer Gesamt-Strategie entwickelt. Im letzten Jahr wurde mehr Energie in die Verfolgung der Strategic Key Topics und auch das war eine gute und wesentliche Veränderung im Planungsprozess.

 

 

 

 

41. Congress der Controller 2016

Erfolg trotz Nachhaltigkeit

26. April 2016

Erwin Gutensohn, CFO und Mitglied der Geschäftsleitung, Vaude Sport GmbH & Co. KG, Tettnang

Im Rahmen der Unternehmensnachfolge legte die Tochter des Unternehmensgründers, Antje von Dewitz, fest, dass Nachhaltigkeit der Schwerpunkt der Firma werden sollte und es wurde schriftlich festgelegt, dass VAUDE die nachhaltigste Marke Europas werden soll. Wie erfolgt das u.a.:

– Leaderstatus im Rahmen der Fair-Wear-Foundation
– eigenen Öko-Status schaffen, der über die bestehenden Öko-Standards hinausgeht: Green-Shape-Standard, der insbesondere auch auf eine nachhaltige „Formgebung“ achtet
– VAUDE-Kinderhaus als öffentlichen Kindergarten, aber auch damit die Mitarbeiter auch bei VAUDE bleiben, damit liegt VAUDE mit einer Geburtenrate von 5,2 Kinder/Frau über dem deutschen Durchschnitt 😉
– es werden Verwaltungsressourcen für das „Familienbädle Obereisenbach“ der Stadt Tettnang zur Verfügung gestellt

VAUDE-Vision: Als nachhaltigster Outdoor-Ausrüster Europas leisten wir einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt, damit Menschen von morgen die Natur mit gutem Gewissen genießen können. Dabei setzen wir weltweit Standards durch innovative Lösungen.

Wir bilden Kennzahlen für alles, was wir tun (VAUDE-Ecosystem): z.B. Kennzahlen je Kollektion für den Green-Shape-Standard.

VAUDE reportet entsprechend der General Reporting Initiative: https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Reporting_Initiative

Die Herausforderungen sind: u.a. das Spannungsfeld von Kosten, Funktionalität und Umweltfreundlichkeit

Hr. Gutensohn stellt weiterhin den formalisierten Vaude-Unternehmensführungsprozess dar.

Quartalsweise besteht ein Informationsprozess mit den Führungskräften und Mitarbeiter über den Stand des Unternehmens und die geplanten Initiativen.

Die Verantwortung für nachhaltige Themen liegt in den Fachbereichen und nicht in einer separaten Abteilung.

Die Stabstelle Controlling hat das Ziele-System, inklusive der Nachhaltigkeitskennzahlen zusammen mit der Stabsstelle Unternehmensentwicklung und der Geschäftsleitung konzipiert und umgesetzt.

Entwicklung von Investitionsanträgen mit Beachtung von grünen Aspekten zur Beurteilung sowie die Durchführung der Rentabilitätsrechnungen durch die Stabstelle Controlling.

Hohe Transparenz und kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeit von VAUDE durch regelmäßiges Ziel-Monitoring und Zielwerte.

Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt VAUDE 2015 den deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Es muss ein Kommitment der Geschäftsführung zur Nachhaltigkeit geben.

Dr. Antje von Dewitz, Geschäfsführerin VAUDE: „Es motiviert mich, mit meinem Team unter Beweis zu stellen, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur mehr Spaß macht, sondern auch erfolgreich ist.“

 

 

 

 

 

 

41. Congress der Controller 2016

Vorträge und Fotos von der Mitgliederversammlung 2016 abrufbar

26. April 2016

Für die auf unserer Webseite registrierten und eingeloggten Mitglieder stehen hier nun die Vorträge und einige fotografische Impressionen von der Mitgliederversammlung 2016 zur Verfügung. Vorträge und Fotos von der ICV-Mitgliederversammlung 2016

Sonstiges

Warum die Digitalisierung nur mit Datenschutz und Datensicherheit gelingen kann

26. April 2016

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a.D., Vorstandsmitglied der Friedrich Naumann Stiftung, Tutzing

Die Digitalisierung erfasst alle beruflichen und privaten Lebensbereiche. Sie hat wie jede technologische Entwicklung Chancen und Risiken. Mit der richtigen technischen und rechtlichen Gestaltung muss versucht werden, die unterschiedlichen Interessen der Wirtschaft, der Nutzer und der staatlichen Institutionen auszugleichen. Das ist angesichts der dynamischen Entwicklung von Big Data und dem Internet der Dinge eine wirkliche Herausforderung. Datenschutz und Privatsphäre sind grundlegende Werte, die in der Menschenwürde des Einzelnen begründet sind.

– Die Digitalisierung hat sich seit 20 Jahren entwickelt, nicht von gestern auf heute.

– Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche und das unterscheidet sie von bisherigen technischen Innovation. Täglich werde unvorstellbare Datenmengen erfasst, deren techn. Verarbeitung kaum noch Grenzen gesetzt sind. Das Verhalten der Menschen wird immer transparenter und von Unternehmen für ihre Zwecke ausgewertet. Es betrifft auch immer Daten mit Bezug zu Personen. Künftiges Verhalten soll vorhersehbarer werden. Da werden Datenschützer wachsam!

– Von dieser Digitalisierung profitieren u.a. Computerhersteller, Handyproduzenten, der Handel, …. Profitiert aber auch der Einzelne davon?

– Wer schaut auf die Risiken und Nebenwirkungen (wie bei Medikamenten), neben den großen Chancen? Unstrittig ist: Daten sind Macht!

– Das Risiko für den Einzelnen sind insbesondere Gefahren für die Selbstbestimmung und den Schutz seiner Privatsphäre.

– Für Mark Zuckerberg (Facebook-Gründer) ist Privatsphäre ein überkommenes Konzept, ein Anachronismus. Selber hält er aber seine eigene Privatsphäre sehr geschützt.

– Der Datenschutz hat nicht immer Konjunktur. Da gibt es immer ein Auf und Ab. Immerhin: 56% Prozent der Bürger schätzen im Moment dem Schutz ihrer Privatsphäre eine große Bedeutung bei.

– Daten von deutschen Bürgern liegen häufig auf US-Servern mit einem anderem rechtlichem Umfeld und anderen Zugriffsmöglichkeiten.

– Deutschland hat, historisch begründet, einen anderes Verständnis vom Datenschutz.

– 1983 hat das Bundesverfassungsgericht mit dem Volkszählungsurteil das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung als Ausfluss des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und der Menschenwürde etabliert.

– Wir brauchen den richtigen Gestaltungsrahmen für das Leben unserer informationellen Selbstbestimmung und der muss europäisch sein, eher sogar international, inklusive USA.

– Die europäische Union hat an diesem Gestaltungsrahmen 4,5 Jahre gearbeitet und eine einheitliche Datenschutzrichtlinie erarbeitet, die in Kürze in Kraft treten und alle Unternehmen binden wird. (s. http://europa.eu/rapid/press-release_STATEMENT-16-1403_en.htm )

– Dabei ist für deutsche Unternehmen u.a. entscheidend, da es den „Wettbewerbsnachteil“ deutscher Unternehmen in Bezug auf den Datenschutz aufhebt. Internationale Konzerne verlegten z.B. ihren „Europa-Sitz“ nach Irland, um u.a. dem deutschen Datenschutzgesetz auszuweichen. Damit ist durch das einheitliche Datenschutzgesetz für die EU jetzt Schluss! Dabei sind u.a. folgende zwei Aspekte interessant:

— Souveränität des Nutzers wird gestärkt (er muss mit seiner Datennutzung einverstanden sein; die Datenschutzerklärung muss verständlicher sein)

— Grundsatz der Datensparsamkeit in Bezug auf personenbezogene Daten wurde formuliert

– Bill Gates, Stephen Hawking u.a. halten es für möglich, dass angesichts der technischen Entwicklungen ein Zeitpunkt kommen kann, an dem Maschinen statt Menschen Entscheidungen treffen. Auch Maschinen müssen sich innerhalb von Rechtsnormen verhalten. Das ist die Aufgabe der Politik, hier Vorgaben zu entwickeln. Diese Überlegungen sind zwar eher ein Szenario von Überübermorgen, über den aber jetzt bereits ein Diskurs geführt werden sollte.

– Um auf den Datenschutz einwirken zu können, ist auch eine entsprechende Medienkompetenz und Ausbildung (in den Schulen) erforderlich.

– Dass Datenschutzbemühungen zu Erfolg führen können, zeigt das Urteil des EUGH zur Aufhebung des Safe-Harbour-Abkommens.

– Außerdem sollten Unternehmen darauf Einwirken, dass im Bereich der Datensicherheit der Staat keinen generellen „Schlüssel“ bekommen sollte, um kryptographierte Daten entschlüsseln zu können, wie es beim Beispiel das FBI von Apple in 2015 und 2016 mehrfach gefordert hat. Siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/FBI%E2%80%93Apple_encryption_dispute

41. Congress der Controller 2016

Erfolgsfaktoren im internationalen Wettbewerb

26. April 2016

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender, AMAG Austria Metall AG, Raunshofen, eröffnet mit seinem Plenumsvortrag um 9.00 Uhr den zweiten Tag des 41. Congress der Controller in München.

Megatrends:
– Globalisierung: Das Welthandelsvolumen beträgt 18,9 Trillion USD; es gibt ein ständiges Wachstum;
– demografische Entwicklung: Bevölkerungswachstum in 2015: 83,5 Millionen;
– Mobilität: Automobilproduktion 2015; 89 Millionen Fahrzeuge; bis 2023: 107 Millionen Fahrzeuge; 3,3 Mrd. Passagiere in 2014; bis 2034 erfolgt eine Flugverdoppelung
– Klimawandel: CO2-Ausstoß wird deutlich reduziert von 130g CO2/km auf 95 in der EU in 2020
– Digitalisierung: Automation und Simulation

Weltmarkt:
– hohes Nachfragewachstum für Aluminium
– Fortsetzung des globalen Nachfragewachstums erwartet; von 20 Mio. t in 2011 auf 30 Mio. t in 2020 wächst der Markt für Walzprodukte;
– insbesondere im Bereich Automobil und Luftfahrt wird ein jährliches Wachstum von 11% erwartet;
– Boeing, Airbus, BMW, Mercedes und Audi meldeten Rekord-Ergebnisse in 2015 in Bezug auf Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation;
– 6 Jahre Auftragsbestand bei Airbus und Boeing;

Wachstum:
– durch Innovation, die in Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungspartnern und Kunden entstehen
– kontinuierliches Wachstum von 60.000 Tonnen (1995) auf 175.500 Tonnen (2015)
– Voraussetzung für dieses Wachstum sind:
— intelligente, neugierige und weltoffene Menschen
— Leistungs- und Erfolgsorientierung
— Innovation
— Keine Selbstzufriedenheit/ständige Verbesserung

Beispiel für Effizienzsteigerungen und Innovationen: Reifenwechsel in der Formel 1

41. Congress der Controller 2016

Congress der Controller: Weitere Vorträge sind online

26. April 2016

Für die Teilnehmer des Congresses der Controller sind seit heute weitere Vorträge online abrufbar: der Beitrag von Christoph Engl „Marke als Managementsystem“ sowie die Präsentationsunterlagen des ControllerPreis-Gewinners Covestro. Beide stehen mit den bereits seit längerem hinterlegten Vorträgen im geschützten Bereich zur Verfügung (Besucher des Congresses der Controller haben dafür ein Passwort erhalten).  Die Vortragsunterlagen des Congresses der Controller finden Sie hier.

Sonstiges

Oi Torpedo