Controlling heute Rosita Blaha

Wie arbeitet die International Work Group des ICV?

4. Januar 2017

Im Internationalen Controller Verein (ICV) arbeitet seit 2015 die „International Work Group„. Das 16-köpfige, englischsprachige Team mit Mitgliedern aus 6 verschiedenen europäischen Ländern (2016) ist in jedem Jahr in einem anderen Gastgeberunternehmen beratend tätig. Dass lernen Spaß macht, beweise die Erfolgsgeschichte des neuartigen ICV-Arbeitskreises, meint Work-Group-Leiter, Dr. Herwig R. Friedag aus Berlin.

Was treibt die Mitglieder an und was ist an der Arbeitsweise dieser Gruppe beispielgebend für andere Arbeitskreise im ICV? – In einem Interview gibt Herwig Friedag interessante Einblicke.

In zwei weiteren Videos vermittelt die International Work Group Eindrücke von ihrer Arbeit 2016:

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Wir wünschen frohe Festtage mit dem Jahresrückblick des ICV

22. Dezember 2016

„Schluss mit hektischem Endspurt!“ – ein Gastbeitrag unseres Firmenmitglieds The Hackett Group

19. Dezember 2016

Auch zum Ende des Fiskaljahres 2016 entwickeln viele Unternehmen eine hektische Betriebsamkeit, um ihren Cash-flow-Bericht zu schönen: Zahlungen an Zulieferer werden über Gebühr verzögert, ausstehende Rechnungen werden rigoros eingefordert und die Lager und Bestände werden abgebaut. So wird die Working Capital Performance kurzfristig optimiert – diese Liquiditätskosmetik übersteht aber kaum das erste Quartal des folgenden Geschäftsjahres.

_paul8474Ein Gastbeitrag von Paul Moody, Direktor bei REL, einer Tochter unseres ICV-Firmenmitglieds The Hackett Group. Moody ist verantwortlich für die Projektplanung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schwerpunkte sind u.a. Working Capital Management und Supply Chain Optimierung. 

Die hektischen Maßnahmen zum Ende des Geschäftsjahres erinnern oft an Radikaldiäten: Das abgebaute „Gewicht“, also die so verkürzte Kapitalbindungsdauer, wird schnell wieder im YoYo-Effekt aufgebaut und zeitigt zudem ungesunde Nebenwirkungen: Das Geschäftsjahr wird unter falschen Voraussetzungen gestartet, die nichts mit der realen Marktsituation zu tun haben, die Unternehmensstruktur und -strategiewerden falsch belastet und ungenügend umgesetzt. Auch die Beziehungen zu den Zulieferern werden empfindlich gestört und der Kundenservice wird negativ beeinflusst  – langfristig wird die Profitabilität gefährdet durch solcherart Endspurt.

Zehn Gebote für nachhaltige Verbesserung ohne YoYo-Effekte

Dabei gibt es Regeln und Gebote, mit deren Befolgung die Kapitalbindungsdauer nachhaltig verkürzt und die Unternehmensliquidität ebenso nachhaltig optimiert wird. Ihr Vorteil: Sie sind relativ einfach umsetzbar in die unternehmerische Praxis, obwohl sie die für die Working Capital-Effizienz wichtigen Prozesse und Verfahren beeinflussen und verbessern – ohne jegliche hektische Torschlusspanik vor Ende des Fiskaljahrs.

  1. Das unternehmerische Rechnungswesen und die Finanzabteilung müssen sich auf die wichtigen Kundenkonten konzentrieren und strategisch wirksame Forderungstechniken entwickeln – mit korrekten und fairen Kreditbedingungen und Zahlungszielen für die Kunden.
  2. Ein aktives Beschwerdemanagement, basierend auf klaren internen Vorgaben und Transparenz bezüglich Preisen, Skonti und sonstigen Preisabschlägen, Qualitäts- und Mengenzusagen, etc. verhindert Zahlungsverzögerungen und verbessert den Kundenservice.
  3. Die Zahlungsbedingungen und –ziele für wichtige Schlüsselkunden müssen sorgfältig analysiert und angepasst werden.
  4. Entsprechend müssen die Zahlungsbedingungen mit den Lieferanten vereinbart werden, um die Liquidität sicherzustellen und Forderungen und Verbindlichkeiten zu harmonisieren.
  5. Zahlungsroutinen müssen neu ausgerichtet werden: Zu schnelle Zahlungen müssen abgebaut und Lieferanten müssen gemahnt werden, wenn ihre Vertragstreue zu wünschen lässt. So wird Liquidität geschaffen und die Prozesseffizienz gesteigert.
  6. Bestandshaltung und Warenwirtschaft muss soweit wie möglich auf schnelldrehende und saisonal beeinflusste Posten hin ausgerichtet werden, um überflüssige Bestände gegen Jahresende zu vermeiden.
  7. Die Planung zum Jahresende muss bereits die Bedingungen im folgenden ersten Quartal berücksichtigen. Zudem sollten die Kunden die Möglichkeit haben, Jahresendlieferungen zu speziellen Bedingungen zu erhalten. So kann der Abverkauf forciert werden mit der Folge weiterer Bestandsreduzierung.
  8. Langsamdrehende Produkte und Fertigwaren, die zu veralten drohen, müssen rasch verkauft werden, um Wertberichtigungen/Abschreibungen zu vermeiden.
  9. Die funktionalen Kennzahlen müssen direkt mit den unternehmensweiten Working-Capital-Zielen verknüpft werden. Dazu gilt es, auch den Grad der monatlichen Leistungsentwicklung zu definieren, mit dem die Jahresendziele erreicht werden können.
  10. Schließlich muss ein vollständiges Berichtswesen installiert werden, das die Auswirkungen all dieser Working-Capital-Einflussfaktoren exakt erfasst und abbildet: Sowohl für den Geschäftsalltag, als auch für das Management, das durch die so geschaffene Transparenz auch die langfristige Nachhaltigkeit der Veränderungen sichern kann.

Doppelte Auswirkung

Wenn diese zehn Gebote konsequent und stringent befolgt werden, stellen sich nicht nur sehr schnell Erfolge ein – damit wird auch die Grundlage geschaffen für eine nachhaltige Working Capital-Optimierung: Prozesse werden effizienter, die Mitarbeiter ändern zielgerichtet ihr Verhalten, der Umgang mit und das Verhältnis zu Kunden und Zulieferern wird optimiert.

Aber auch bei der Umsetzung dieses Programms steckt der Teufel im Detail: Diese zehn Gebote müssen exakt und mit Vorbedacht befolgt werden. Es genügt also nicht, nur die Diskrepanz zwischen dem Status quo und den strategischen Zielen zu definieren. Die Unternehmen müssen die Lagerhaltung und Warenwirtschaft und das prozessuale Wechselspiel zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten gründlich analysieren und verstehen. Nur dann können sie Optimierungschancen erkennen und auch umsetzen.

Noch einmal: Nur kurzfristig wirksame kosmetische Maßnahmen im Working-Capital-Bereich wie eingangs beschrieben, kommen die Unternehmen oft teuer zu stehen und belasten das Verhältnis zu den Kunden und den Zulieferern. Strukturelle Veränderungen durch die Befolgung dieser zehn Gebote sind übers Jahr gesehen (und langfristig darüber hinaus) weitaus produktiver und erfolgreicher.

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EINLADUNG: Am 14. Dezember in Moskau: „Controlling in Russland“

7. Dezember 2016

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„Controlling in Russland“ ist am 14. Dezember im Moskauer Haus der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer (AHK) eine „Offene Sitzung des Komitees für Steuern, Rechnungslegung und Controlling“ überschrieben. Erstmals organisiert die AHK eine solche Veranstaltung in enger Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV). Wir bitten unsere Leser, Kollegen vor allem in russischen Niederlassungen bzw. Partnerunternehmen von dieser bevorstehenden Veranstaltung in Kenntnis zu setzen und sie zu ermuntern teilzunehmen. 

(Termin: Mittwoch, 14. Dezember, 9:00 – 11 Uhr, Ort: Haus der AHK Moskau, Moskau, 1.Kasatschij per., 7, Vortragssprachen: Deutsch-Russisch, Simultanübersetzung; Teilnahme (kostenlos): Bestätigungen bis 9. Dezember an das AHK-Sekretariat erbeten, Infos & Anmeldung: Hier)

Das Programm bietet vielfältige Informationen zum Controlling in Russland. Prof. Dr. Sergey Falko, Vors. der Russischen Controllervereinigung, spricht über die universitäre Controlling-Ausbildung in Russland und an der Moskauer Baumann-Universität, die Russische Controllervereinigung und ihre Kooperation mit ICV sowie mit International Group of Controlling (IGC). Valentin Usenkov stellt den Klub der Controller in Kaliningrad und dessen Kooperation mit dem ICV sowie das Moskauer/Kaliningrader BLACKBACK Management-/Controlling-Ausbildungsprogramm vor. Hans-Peter Sander, Leiter PR/New Media des ICV, präsentiert den Internationalen Controller Verein, die ICV-Controlling-Philosophie sowie die wichtigsten aktuellen Themen des Vereins. Hermann Wies, Vice President Finance and Controlling (CFO) Robert Bosch OOO, Russland, widmet sich in einem Praxisbericht dem „Controlling aus Sicht der Firma Bosch“. Dr. Georg Schneider, Geschäftsführer des ICV-Firmenmitglieds swilar GmbH, hat seinen Praxisbericht unter die Überschrift „Controlling als Führungsinstrument – Intention und Perzeption bei westlichen Muttergesellschaften und lokalen Tochtergesellschaften“ gestellt.

Wir werden vor Ort sein, freuen uns auf viele interessante Gespräche – und werden berichten.

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Neues ICV-Firmenmitglied macs Software sucht „regen Austausch mit kompetenter Community“

4. Dezember 2016

Die macs Software GmbH ist seit Herbst 2016 Firmenmitglied im Internationalen Controller Verein (ICV). Geschäftsführer Volker Faulhaber erklärt im Gespräch die Beweggründe.

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macs-Geschäftsführer Volker Faulhaber (Mitte) mit der ICV-Geschäftsführerin Carmen Zillmer und dem ICV-Vorstandsvorsitzenden Siegfried Gänßlen.

Warum haben Sie sich für eine Firmenmitgliedschaft – „ausgerechnet“ – im ICV entschieden?
Für uns, als macs Software GmbH, ist es außerordentlich wichtig, die Entwicklung unserer Lösungen nicht nur auf eigenen Erfahrungen basieren zu lassen. Wir müssen jederzeit mit „dem Ohr am Markt“ agieren. Hier ist der ICV eine wichtige Institution, um mit Unternehmen, aber auch Controlling-Gelehrten über neue Trends und Anforderungen zu diskutieren. Daraus ergibt sich neben den Themen, welche unsere Kunden an uns herantragen, ein komplexes Bild der Bedürfnisse von Controllern bzw. ihrer Ansprüche an Software.

Welche Berührungspunkte mit dem ICV gab es bei macs bisher?
Wir haben mit unseren Kunden immer mal wieder das Thema ICV diskutiert und festgestellt, das sich dort eine sehr kompetente betriebswirtschaftliche Community gebildet hat. Bis dato haben wir selbst noch nicht aktiv dazu beigetragen, möchten aber in der Zukunft an diesem regen Austausch teilnehmen. Gerade die Arbeitskreise mit ihren regelmäßigen Treffen können auch für uns wertvolle Knowhow-Lieferanten sein. Wobei wir natürlich auch gerne unsere Kenntnisse den ICV-Mitgliedern zur Verfügung stellen.

Welche Kompetenzen Ihres Hauses sollen dabei zum Zuge kommen?
Wir suchen den regen Austausch mit ICV-Mitgliedern. Hierbei können wir interessante Controlling-Aspekte und Problemlösungen aus unterschiedlichsten Projekten und Fragestellungen in Diskussionen einfließen lassen. Im Bereich Unternehmensbudgetierung z.B. haben wir sehr erfolgreich an der BARC-Studie „The Planning Survey 2016“ teilgenommen, in welcher die befragten Unternehmen der macs Software GmbH eine umfangreiche Funktionalität, exzellentes Handling und herausragenden Kundensupport bescheinigen. Hier konnten wir in unterschiedlichsten Kategorien 13-mal den ersten Platz erzielen. Das ist für uns eine Bestätigung unserer Arbeit. Gerade wenn es um treiberbasierte Planung geht, können wir den ICV-Mitgliedern bewährte Ideen und auch Lösungsvorschläge aufzeigen.

Die Beziehung Ihres Softwarehauses zum Controlling ist also eng.
Wir sind seit unserer Gründung 1999 auf das Thema Controlling ausgerichtet und haben sowohl das Unternehmen, als auch die Mitarbeiter darauf fokussiert. In allen Unternehmensbereichen –  Entwicklung, Beratung, Support und Vertrieb – stehen i.d.R. Kaufleute oder Informatiker mit betriebswirtschaftlichem Background unseren Kunden zur Verfügung. Wir sehen uns nicht nur als Softwarehaus, sondern unsere Kunden nutzen das betriebswirtschaftliche Knowhow für unterschiedlichste Herausforderungen ihres Arbeitsalltags.
Außerdem sind wir mit unserem Hauptsitz in Rottweil Schwaben; bekannt also für unser ausgewiesen kompetentes Verhältnis zu Finanzen und Geld. (lächelt)

Willkommen im ICV und auf eine gute Zusammenarbeit!

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ICV-Leitungskreis: Professionalisierung und Internationalisierung im Mittelpunkt

2. Dezember 2016

Der Leitungskreis des Internationalen Controller Vereins (ICV)Vorstand und Delegierte, verstärkt mit Experten des Vereins und mit Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle – hat am vergangenen Samstag (26. November) in München beraten. Alle zwei Jahre findet ein ICV-Leitungskreistreffen statt.

02-leitungskreisDie Teilnehmer des Leitungskreistreffens 2016 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Albert Mayr (Delegierter Österreich), Carmen Zillmer (ICV-Geschäftsführerin), Siegfried Gänßlen (ICV-Vorsitzender), Matthias von Daacke (Vorstandsmitglied), Dragica Erculj (Delegierte Südosteuropa), Martin Herrmann (Delegierter Deutschland West), Dr. Walter Schmidt (Fachkreis Delegierter), Nadine Paworski (Geschäftsstelle), Rainer Pollmann (Stv. FAK-Leiter Kommunikations-Controlling), Hans-Peter Sander (Team PR/New Media), Stephanie Wirth (Geschäftsstelle), Dr. Herwig R. Friedag (Ltr. AK International Work Group), Dieter Meyer (Delegierter Deutschland Ost), Dr. Klaus Eiselmayer (Vorstandsmitglied), Edyta Szarska (Delegierte Polen), Prof. Dr. Heimo Losbichler (Stv. ICV-Vorsitzender), Malgorzata Podskarbi (Vorstandsmitglied) Markus Steiner (Leiter AK Zürich-Ostschweiz), Rainer Linse (Delegierter Deutschland Süd).

Professionalisierung und Internationalisierung standen als Schwerpunkte der weiteren Entwicklung des ICV im Mittelpunkt. Der Vorstandsbericht des Vorsitzenden Siegfried Gänßlen, die Berichte aus den Regionen, aus den Fachkreisen, dem Arbeitskreis International Work Group, aus der International Group of Controlling (IGC) und aus der ICV-Geschäftsstelle waren ebenso Grundlage für die intensiven Beratungen, wie ein Vortrag zum Kommunikationsmanagement der Arbeitskreise und der Regionen. Der Leitungskreis behandelte in Gruppenarbeit die Themenfelder „ICV-Branding“, „Lizenzverträge, Kooperationen“ sowie „Mitgliedergewinnung und Gründung von Arbeitskreisen im In- und Ausland“.

Im Vorstandsbericht hatte Siegfried Gänßlen den Stand der Zielerreichung analysiert, war auf besonders wichtige Strategiepunkte eingegangen und hatte in einzelnen Bereichen Unterstützungsbedarf aufgezeigt. So wurden in den Gruppenarbeiten am Nachmittag u.a. Ideen beraten, wie die Mitgliedergewinnung als entscheidender Faktor für den nachhaltigen Erfolg des ICV intensiviert werden kann. Konstruktiv wurde diskutiert, wie die Potentiale der ICV-Arbeitskreise besser zu nutzen sind, wie die „Marke ICV“ geschärft werden soll und wie Kooperationen zielgerichtet zu gestalten sind.

Ein Schwerpunkt des Treffens war die weitere Professionalisierung des Kommunikationsmanagements. Hans-Peter Sander (Leiter ICV-Team PR/New Media) und Rainer Pollmann (stv. Leiter FAK Kommunikations-Controlling) stellten ein entsprechendes Konzept vor. Ausführlich beraten wurden in München der erreichte Stand und kommende Aufgaben der Internationalisierung. Dazu berichteten Edyta Szarska über die Aufgaben des Vereins in Polen sowie Dr. Herwig R. Friedag über die erfolgreiche Arbeit des AK International Work Group.

Ein Großteil der Vorträge sowie der Diskussionsbeiträge waren auf Englisch.

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Vorträge der Leitungskreistagung online

29. November 2016

Alle Vorträge der ICV-Leitungskreistagung, die am vergangenen Wochenende in München stattgefunden hat, sind online. Sie befinden sich im Bereich, der nur für Funktionsträger zugänglich ist (icv-controlling.com > Verein > Infos für AK-Leiter). Die Vorträge können von registrierten und eingeloggten Funktionsträgern aufgerufen werden.

Sonstiges

CCS2016 (4): Stimme-voller Ausklang

24. November 2016

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Die Zuhörer „wieder herunterbringen von high-level Themen wie Digitalisierung auf das ganz menschliche: die Stimme“, hat sich die letzte CCS-Referentin vorgenommen: Monika Klinger, Atem-, Stimm- und Sprechtrainerin, externe Seminartrainerin der CA Akademie AG. „Ihre Stimme – der Schlüssel zum Erfolg“, ist ihr Vortrag überschrieben.

Ein lehrreicher, vielfach verblüffender Vortrag! Es wird klar: „Nicht was, sondern wie man etwas sagt, ist entscheidend.“ Überzeugend vermittelt Monika Klinger ihre Botschaft mit Beispielen, wie etwa: Die unterschiedliche Betonung einzelner Wörter in einem Satz wie – „Sie sollten diese Zahlen ernst nehmen!“ – führt zu ganz unterschiedlichen Aussagen. (Probieren Sie es einfach mal aus, liebe Leser!)

Mit einer kleinen Übungseinheit nimmt die Referentin ihre Zuhörer begeisternd mit.

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Ein Feuerwerk nützlicher Tipps: „Jeder Sprecher hat eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihm zuhören (müssen).“ / „Nehmen Sie Stimmtraining in Ihr persönliches Fitness-Programm auf!“ / „Die Stimme ist kein Schicksal: Man kann lernen, darauf zu spielen, um damit erfolgreich die Zuhörer zu erreichen.“

Großartig!

 

 

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CCS2016 (3): Was SPA mit Vertriebsplanung zu tun hat

24. November 2016

Networking auf der Controlling Competence Stuttgart – CCS 2016: Die rund 150 CCS-Gäste nutzen die Kaffeepause für angeregte Gespräche. That’s ICV!ccs2016-pause

Den Vortrag nach der Pause, „Integrierte Vertriebsplanung bei der Blanco-Gruppe“ hält ICV-Vorstand Matthias von Daacke, Director of Controlling, Blanco GmbH & Co. KG. Darin zeigt er u.a., wie Mix-Effekte zielgenau zu adressieren sind, wie Szenario-Planungen die integrierte Vertriebsplanung bereichern. Er erläutert, wie IT-Lösungen und datengetriebene Prognosen „aus dem ‚Collector‘ einen Controller machen“ – und damit den Weg zum Business Partner unterstützen.ccs2016-daacke

Die Episode sorgt für Heiterkeit; als von Daacke erzählt, wie er die legendären Haufe-Post-its mit dem Slogan „Controller an die Macht!“ gelegentlich hausintern verwendet… Durchgängig gelingt es dem Referenten, die Zuhörer ins BLANCO SPA zu locken: mit detaillierten Einblicken in die Praxis seines Unternehmens – u.a. mit der Sales Planning Application (SPA).

Am Schluss seines Vortrags empfiehlt von Daacke seinen Zuhörern, sich als Controller stets zu fragen: „Versteht uns der Gegenüber?“ – Sein Rat: „Lassen Sie uns mehr in die Rolle unseres Gegenüber versetzen!“

 

 

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CCS2016 (2): Digitalisierung: „Riesenchance mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun…!“

24. November 2016

ccs2016-seufertDem Titel seines Vortrages, „Digitale Transformation – Auswirkungen auf Unternehmenssteuerung…und Controlling“, setzt der nächste Referent der CCS 2016 gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen hinzu. Prof. Dr. Andreas Seufert, Hochschule Ludwigshafen, Leiter Business Innovation Lab, Direktor Institut für Business Intelligence/Steinbeis Hochschule Berlin, Leiter des ICV-Fachkreises BI & Big Data, spricht über die Rolle des Controllings in der digitalen Transformation. Seufert ist davon überzeugt: Der Wandel ist eine „wahnsinnige Herausforderung und Chance“. Und fügt hinzu: „Mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun!“

Professor Seufert hält Ratschläge parat:

  • „Disruption wird erwartet. Aber man bereitet sich kaum darauf vor. „Starten Sie jetzt!
  • Investieren Sie in IoT EcoSysteme!
  • Investieren Sie in Wissen (z.B. um „Rohstoff Daten“ nutzen zu können…) und skalieren Sie dieses Wissen in Ihrer Organisation!

Wenn Controlling als „Business Partnering“ verstanden wird und sich das Business radikal verändert, bedeutet das, so der Referent: Controlling ist von Digitalisierung ganz besonders betroffen! Auf zwei Bereiche geht Seufert vertieft ein: Wie kommt man im Unternehmen an Infos ran – und wie kann man diese „veredeln“ (Analytik)?

Beide Methodenkompetenzen sind gefragt, fasst Seufert zusammen: „Business“ UND „Umgang mit Daten“.

Die Frage aus dem Zuhörerkreis nach den Perspektiven des Controllerjobs beantwortet Seufert so: „Die Entwicklung geht in Richtung Business Partner mit unterschiedlichen Rollen. ‚Daten Analyst‘ ist eine davon.“

Ein spannender, informativer Vortrag, der für einige Diskussionen in der anschließenden Kaffeepause gesorgt hat.

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Oi Torpedo