Controlling heute Rosita Blaha

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Archiv für die Kategorie ‘Medienschau’

Prognosen gewollt pessimistisch

22. Juli 2016

Ich bin ein Fan von Infografiken. Am Mittwoch hatte das Handelsblatt eine „Grafik des Tages“ gedruckt, die ich ganz besonders bemerkenswert fand. „Traurige Konzern-Orakel“ war die Doppelseite überschrieben und der Einleitungstext verkündete: „Wenn Unternehmen Vorhersagen für ihre eigenen Geschäfte veröffentlichen, sollten Anleger skeptisch sein. Denn am Ende sind die Zahlen oft besser – die Prognosen im Rückblick zu pessimistisch.“ Laut Handelsblatt sind bei Dax, MDax sowie TechDax-Konzernen im Schnitt die Prognosen beim Gewinn um 4,7% und beim Umsatz um 1,6% zu gering. Zwei von drei Vorhersagen seien zu pessimistisch. (Aber: Konjunkturprognosen, heißt es dort, seien hingegen „meist zu optimistisch.“)

Äußerst knapp fällt auf der Doppelseite die Erklärung aus. Die Konzerne wollten die Märkte lieber positiv als negativ überraschen, heißt es lapidar.

Stimmen Sie, liebe ICV-ControllingBlog-Leser, dieser simplen Begründung zu? Gibt es da Unterschiede zwischen börsennotierten und anderen Unternehmen? Welche Rolle spielen Controller bei der Erarbeitung der „pessimistischen“ Vorhersagen? Haben so getrimmte Prognosen Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung?… Schreiben Sie Ihre Meinung bzw. Erfahrung hier als Kommentar!

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Erklärvideos zu Controlling-Grundlagen online

11. Juli 2016

Screen Wissen Videos„Warum brauchen wir Controller?“, „Welche Aufgaben haben Controller?“ und „Wie sollten Controller ihre Manager sehen?“ – das sind die Titel der ersten drei Erklärvideos, die der ICV auf seiner Website im Bereich Controlling-Wissen jetzt hosten konnte. Erstellt und dem ICV zur Verfügung gestellt hat diese informativen Kurzfilme das Institut für Management und Controlling (geleitet von Prof. Dr. Utz Schäffer und Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber) der WHU – Otto Beisheim School of Management. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Im Bereich Controlling-Wissen der ICV-Website ist mit den ersten Erklärfilmen nun eine neue Typen-Klasse „Video“ angelegt worden. Den Wissens-Schatz können Besucher nach „Typ“ wie auch nach „Kategorie“ filtern. Probieren Sie es einfach mal aus! Der ständig wachsende Bereich Controlling-Wissen wird außerdem weiter mit dem außerordentlich stark nachgefragten ICV-ControllingWiki harmonisiert. Damit wird das inhaltliche Angebot deutlich erweitert, u.a. mit ICV-zertifizierten Definitionen aus dem Wiki.

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„Herrschende Zahlenmenschen“

6. Mai 2015

wiwo_cover_04052015Die Aufmacher-Geschichte ist fast reißerisch. Die Wirtschaftswoche (Ausgabe 19 vom 4. Mai 2015) titelt: „Wir übernehmen! Jeder dritte Dax-Chef war Finanzvorstand. Wohin führt die Herrschaft der Zahlenmenschen?“ Ab Seite 82 geht es unter der Überschrift „Graf Zahl“ dann los, Anlass der Story ist der Start von Oliver Bäte als Allianz-Vorstandschef, vormals auch Finanzvorstand.

Die Einleitung lässt mich verwundert, fast geschmeichelt, weiterlesen. Da heißt es, 10 von 30 Dax-Vorstandsvorsitzenden seien vorher schon für die Finanzen verantwortlich gewesen und dann nahtlos weiter: „Controller durchschauen alle Konzernbereiche, bewahren in der Krise einen kühlen Kopf und verstehen Investoren. Sind sie aber auch kreativ genug?“ – Controller?!

Da soll also wohl das Vorurteil von den „Pedanten, die tolle Ideen mit einem einzigen Blick in die Bilanz ersticken“ hinterfragt werden, hoffe ich. Aber Finanzchefs und Controller synonymisch gleichzusetzen, lässt mich geradezu aufhorchen. Das geschieht dann im Text immer wieder, stelle ich bei der Lektüre fest und vermute: Absicht.

Wie dem auch sei: Die Autoren fragen eingangs, ob die „aufgehübschten Karriereaussichten von Controller und Co. die gestiegene Qualität von Deutschlands Finanzern“ widerspiegeln, „oder wird die Controller- und Zahlenlogik nun auf Jahre hinaus die Unternehmenswelt plagen? Siegt gar der Einfluss der Kapitalmärkte? Und bräuchten Unternehmen nicht gerade in Zeiten des rasanten digitalen Wandels eher Kreativität als Controlling?“

Wenn auch manches Vorurteil dabei mitschwingt, wird eine ganze Reihe von Stärken aufgelistet, die – nun wieder – „Finanzchefs“ mitbringen:

  • durch die Finanzkrise gestärkte Positionen
  • sprechen Sprache der Investoren, Kontakt zu und Vertrauen der Investoren
  • haben Einblick in alle Unternehmensbereiche: „Helikopterblick“
  • versprechen Rationalität und kühlen Kopf
  • gewachsenes, gesundes Selbstbewusstsein
  • immer mehr mit Strategieaufgaben befasst
  • stehen für Sicherheit und Risikobewusstsein
  • wagen auch mal Einschnitte

Das alles prädestiniere aktuell Finanzchefs für den Wechsel auf den Sessel des Vorstandsvorsitzenden, meinen die Autoren. Und auch „Controller“, die hier im selben Atemzug genannt werden…

Dass Controller via CFO- auf CEO-Sessel wechseln, zeigen Beispiele im Internationalen Controller Verein (ICV) eindrucksvoll. Die von der Wiwo genannten Stärken der „Zahlenmenschen“ können in der Tat bei Controllern sehr gut ausgeprägt werden – natürlich je nach konkreter Unternehmenssituation, vor allem nach den jeweiligen Manager-Persönlichkeiten, mit denen es die Controller zu tun haben.

CM 3 2015Wie der ICV die Rolle und Karrierechancen des Controllers sieht – und das in Abhängigkeit „seines“ CEOs, beschreibt ein Artikel in der brandneuen Ausgabe des „Controller Magazin“ (3/2015) von Robert Ottel (Vorstand voestalpine AG/assoziiertes ICV-Mitglied) und Heimo Losbichler (stv. ICV-Vorstandsvorsitzender, Vors. der International Group of Controlling). Aus dem darin gezeichneten Idealbild des Controllers als Sparringspartner bzw. Businesspartner, der „sachlich, frei von Emotionen und unabhängig auf Augenhöhe des Managements agiert“, leiten sie zwei grundsätzliche Aufgaben ab: Controller müssen einerseits das Streben nach Umsatz- und Ertragswachstum unterstützen und andererseits als kaufmännisches Gewissen zum Wohl des Unternehmens eine eigenständige Position beziehen.

Am Ende des Artikels, der vier unterschiedliche CEO-Typen beschreibt und daraus vier verschiedene Auslegungen der Sparringpartner-Rolle ableitet, werden sehr unterschiedliche Karrierechancen für Controller skizziert: von besonders hohen (beim Controller in der Rolle der Lebensversicherung) bis ganz geringen (wo Widerspruch des Controllers mit Ignoranz oder gar Kündigung beantwortet wird).

Lesenswert!

 

Medienschau

„Viel mehr als der Nachweis, aus Budgets etwas Relevantes zu machen“

4. März 2015

stobbe_congress34_1Der Leiter des Fachkreises Kommunikations-Controlling im Internationalen Controller Verein (ICV), Dr. Reimer Stobbe, hat für das Online-Portal communicationcontrolling.de ein Interview gegeben. Darin beschreibt er aktuelle Trends wie Social Media in der Unternehmenskommunikation, skizziert den Stand des Kommunikations-Controllings und gibt einen Ausblick, welche Aufgaben jetzt zu lösen sind.

Einige Punkte seien an dieser Stelle aus dem sehr lesenswerten Beitrag herausgehoben. Stobbe erklärt z.B., dass mit der Entwicklung des Kommunikations-Controllings „die Facetten der Rolle der Kommunikation im Unternehmen“ geklärt werden. Zum einen gehe es um die effektive wie effiziente Steuerung der Kommunikation; letztlich also um „die Anbindung der Maßnahmen an die Ziele des Unternehmens, die Planung und laufende Optimierung des Betriebs und noch immer um den Nachweis, aus dem Budget etwas Relevantes für das Unternehmen gemacht zu haben“. Es gehe aber längst um mehr, erklärt der ICV-Fachkreisleiter: „Das Unternehmen ist im Ganzen auf die Fähigkeit angewiesen, die Beziehungen zu allen relevanten Stakeholdergruppen so zu managen, dass die Kooperation dieser Gruppen mit dem Unternehmen gewährleistet bleibt.“ Unternehmens-Kommunikatoren in einer verantwortlichen – strategischen – Rolle für die Beziehungen zu allen relevanten Stakeholdergruppen!

Praxisnähe und -tauglichkeit sind Stobbe genauso wichtig, wie der Anschluss des Kommunikations-Controllings an Finanzen und Controlling. Der unkomplizierte Zugang zur Praxis, wo man sich einfache und unaufwändige Verfahren wünscht, darf nicht aus den Augen verloren werden, ist sich Stobbe bewusst. Zugleich müssten erarbeitete Methoden „als Standards durchgehalten“ werden, mahnt er. Beim Anschluss „an die Welt der CFOs, der Wirtschaftsprüfer und Controller“ führt Stobbe das „Wirkungsstufenmodell“ und Methoden wie das „Strategische Haus“ ins Feld. „Derzeit arbeiten wir gemeinsam mit allen anderen Facharbeitskreisen im ICV daran, den Anschluss unserer Methoden und Begriffe an den neuen Standard des ‚Integrierten Reportings‘ zu definieren und zu veröffentlichen.

Spannende Themen stehen also auf der Fachkreis-Agenda. Bei seinem nächsten Treffen am 19./20. März in Ausgburg stößt der ICV-Fachkreis Kommunikations-Controlling – das lassen die mehr als 25 Anmeldungen erwarten – übrigens an seine Kapazitätsgrenzen.

Hier geht es zu dem Interview.

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Neue Publikationsreihe des ICV

13. Februar 2015

Manchem wird es schon aufgefallen sein: Der ICV hat eine eigene Schriftenreihe gestartet. Sie löst auf Vorschlag der Fachkreise die Statements ab, die in den letzten Jahren den Charakter kleiner Bücher angenommen hatten. Die Erarbeitung der Statements haben renommierte Autoren aus den Fachkreisen übernommen. Sie leisten diese Arbeit – wie wir alle – ehrenamtlich und liefern Inhalte von sehr hoher Qualität. Vor zwei Jahren wurde die Bitte an den ICV-Vorstand herangetragen, die Statements in einer zitierfähigen Form zu veröffentlichen. So entstand die Idee einer ICV-eigenen Schriftenreihe, in der alle vom ICV herausgegebenen Publikationen im gleichen Layout als Leitfaden erscheinen.

Die ersten drei Publikationen sind erschienen: Working Capital Management, Green Controlling sowie Controlling und Qualität. Sie haben gezeigt, wie der Prozess erfolgreich realisiert werden kann. Nun haben wir im Vorstand die Regeln definiert und mit dem Haufe-Verlag abgestimmt:

  • Die ICV-Schriftenreihe wird im Haufe-Verlag produziert.
  • Der Vertrieb erfolgt über den Haufe-Verlag und über den ICV. Der offizielle Verkaufspreis beträgt im Buchhandel je nach Umfang 24,80 € bzw. 29,80 € je Exemplar.
  • Die Geschäftsstelle versendet je 1 Freiexemplar an die Leiter der AK/FK sowie an die Firmenmitgliedschaften.
    Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, die Leitfäden zu einem Vorzugpreis von jeweils 15,- € auf Vorbestellung von der Geschäftsstelle zu beziehen.
  • Etwa 6 Wochen vor dem Erscheinen wird in den eNews und auf der ICV-Website auf die Neuerscheinungen hingewiesen.
  • Auf Regionalveranstaltungen werden Neuerscheinungen für die Teilnehmer zur Verfügung gestellt.
  • 12 Monate nach Erscheinen der Druckausgabe erfolgt die Veröffentlichung der Leitfäden im PDF-Format auf der ICV-Website im passwortgeschützten Bereich für Mitglieder.
  • Bei Bedarf werden die Publikationen ins Englische übersetzt.

Es werden weitere Veröffentlichungen vorbereitet. Im April 2015 erscheint als gemeinsames Produkt von 6 Fachkreisen der Leitfaden „Moderne Wertorientierung“. Außerdem wird seit Mitte 2014 zum selben Thema eine Artikelreihe im Controller Magazin veröffentlicht. Im Herbst 2015 ist dann ein Leitfaden zum Thema „Starter Kit Kommunikations-Controlling“ geplant.

Mit der ICV-Schriftenreihe bieten wir unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit hochwertige Inhalte zur Controlling-Praxis, die auf aktuelle Trends eingehen, Best Practice-Beispiele zusammenstellen und die Reputation des ICV und seiner Mitglieder spürbar erhöhen. Wir hoffen damit im 40. Jahr des ICV eine neue Tradition zu begründen.

Ansprechpartner für die Publikationsreihe des ICV sind Prof. Dr. Ronald Gleich (ronald.gleich@ebs.edu), Mike Schulze (mike.schulze@ebs.edu) und Walter Schmidt (walter@ask-schmidt.de).

Information: Dr. Walter Schmidt, Mitglied des ICV-Vorstandes

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Controller’s e-News Konjunkturumfrage 2015: Erwartungen weiterhin positiv

14. Januar 2015

Gerade hat der Internationale Controller Verein (ICV) seine erste Presseinformation 2015 mit den Ergebnissen der traditionellen Konjunkturumfrage für das begonnene Jahr veröffentlicht.

Der Branchen-Newsletter „Controller’s e-News“ des Internationalen Controller Vereins (ICV) hatte zum Jahreswechsel Controlling-Praktiker in D, A, CH wieder befragt, wie sie die wirtschaftlichen Aussichten ihrer Unternehmen im neuen Jahr bewerten. Rechneten vor einem Jahr 52 Prozent mit einem verbesserten Ergebnis, so sind es derzeit 38%. Nach einem außerordentlich positiven Jahr 2014 erwarten 47 Prozent (2014: 34%) keine Veränderung. Eine Verschlechterung sieht mit 15% nach wie vor nur ein geringer Teil voraus; dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr (2014 14%) nur minimal verändert.

Hier geht es zur Presseinformation, hier zum kostenlosen Abonnement, hier gibt es Informationen zur Werbung in den Controller’s e-News.

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Manfred Grotheers Live-Blog vom 39. Congress der Controller

9. Mai 2014

grotheer bloggtIn zehn Tagen ist es endlich so weit: Am 19. Mai beginnt in München der 39. Congress der Controller! Das Team PR / New Media des gastgebenden Internationalen Controller Vereins (ICV) wird bei diesem größten Treffen der europäischen Controlling-Community vor Ort sein und freut sich, mit vielen Nutzern der ICV-Online-Medien zum Beispiel am Ausstellungsstand des ICV im Congress-Foyer ins persönliche Gespräch zu kommen.

Zeitnah soll am 19./20. Mai die Controlling-Community in den Neuen Medien informiert werden: Es gibt Live-Posts des angesehenen Controlling-Experten Manfred Grotheer (Bild) im ICV-Controlling-Blog, einen eNews-Flash von der ControllerPreis-Verleihung, News auch via ICV-Facebook-Seite, auf Twitter (Hashtag: #Controlling2014) und erstmals steht den Gästen eine ICV-CongressApp zur Verfügung, die ihnen auch organisatorische Hilfen während der Großveranstaltung bietet.

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Insider-Buch: „Was für ein Wahnsinn“

14. April 2014

cover BERBücherlesen ist eines meiner liebsten Hobbies. Ich bin neugierig auf ziemlich alles, lese oft mehrere Bücher parallel;  Lesen ist ein wunderbarer, Spaß bringender Ausgleich.

Zu meinen neuesten gelesenen Büchern zähle ich nun „Der Hauptstadt-Flughafen – Politik und Missmanagement – Ein Insider berichtet“ von Matthias Roth (2013 zu Klampen Verlag, ISBN 978-3-86674-228-4).

Der Autor, Jahrgang 1974, beschreibt seine Erlebnisse als Referent in der Zentralen Controllingabteilung der Berliner Flughafengesellschaft von Juli 2010 bis Dezember 2011.

In drei Runden seien mit ihm als Bewerber, damals mit 7 Jahren Berufserfahrung als Controller und Risikomanager, seine Aufgaben besprochen worden, beschreibt er eingangs: das Controlling der Baustelle, auf der der neue Hauptstadtflughafen entsteht.

Auf 180 Seiten erlebt der Leser in einer Art Tagebuch eine unaufhaltsame Desillusionierung, völlige Unterbeschäftigung, wachsenden Frust – ein Controlling im BER zu jener Zeit, das nach diesen Schilderungen im ICV-Verständnis eigentlich gar nicht stattfand, von „Partner des Managements“ ganz zu schweigen. Berichte ohne Resonanz, aufwändige Planungen ohne wirkliche Bedeutung und Beachtung – ein Bild wird gemalt, wie Controlling ganz sicher nicht funktioniert.

Am Ende ist der Autor in den 18 Monaten zweimal auf der Baustelle gewesen. Im letzten Drittel des Buches berichtet Roth von einem Gespräch mit befreundeten Kollegen, in dem er sagt: “Ich glaube, meine wichtigste Aufgabe ist, die Abteilung hier personell zu vergrößern.” Und jemand pflichtet bei: “Das habe ich so noch nicht gehört, aber ich glaube, das ist die wichtigste Aufgabe vieler Mitarbeiter in der Verwaltung des Flughafens”.

Mit der Aufreihung frustrierender Ereignisse wachsen Kritik und Selbstkritik, als zunehmend deprimierter Leser erlebt man die innere Kündigung mit. Wieder zitiert sich Roth aus einem Kollegengespräch: “Ich meine im Ernst, dieses Unternehmen ist eine Katstrophe und ich bin Teil davon. Wir alle sind Teil davon.”

Bemerkenswert auch diese Position des Autors, die er nach einer direkten Auseinandersetzung mit der damaligen “Nummer 1″ des Unternehmens zum Risikomanagement gegenüber seinem unmittelbaren Vorgesetzten äußert: “Der Flughafen gehört ihm nicht. … Der Flughafen gehört mir. … Ja, mir. Als Bürger der Bundesrepublik und zusätzlich noch mehr als Einwohner Berlins bin ich stimmberechtigter Gesellschafter dieses Unternehmens. Das ist mein Flughafen, und der Mann da oben muss eigentlich tun, was ich ihm sage. Aber das scheint er nicht mehr zu wissen.”

Das nach qualvollen Seiten auch vom Leser ersehnte Ende, seine letzten Minuten als BER-Controller, beschreibt Roth so: “18 Monate, was für ein Wahnsinn. … …eine Etage tiefer durch die Tür zur Parkgarage, sie fällt krachend hinter mir zu. Ich stehe im Schneeregen, es ist dunkel, es ist kalt. es ist feucht. Es ist großartig.”

Erleichterung auch bei mir, als ich das Buch zur Seite legte.

Medienschau

Controller-Konjunkturumfrage 2014: Mit Selbstvertrauen & Optimismus ins neue Jahr

10. Januar 2014

Soeben haben wir die erste ICV-Presseinformation des Jahres 2014 veröffentlicht. Darin werden die Ergebnisse der  Konjunkturumfrage vorgestellt, die alljährlich zum Jahreswechsel der Branchennewsletter „Controller’s e-News“ initiiert. Die aktuelle Stimmung ist – auch bei den ControllerInnen – deutlich besser als im Vorjahr, als das Ergebnis auch schon positiv ausgefallen war. Bei allem Selbstvertrauen und Optimismus bleibt angesichts der anhaltend immensen Volatilität die nachhaltige Sicherung der Leistungs- und damit Überlebensfähigkeit der Unternehmen Agenda-Punkt der Controller – und in 2014 das zentrale Thema des Internationalen Controller Vereins.

Hier die komplette Presseinformation (01/2014) des Internationalen Controller Verein eV: Mehr…

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Fachbuch zur Modernen Budgetierung mit Empfehlung ausgezeichnet

18. Dezember 2013

cover siegel managementbuch (2)Das Buch „Moderne Instrumente der Planung und Budgetierung“ ist von Managementbuch.de als Empfehlung ausgezeichnet worden. Mit dem Buch habe der Internationale Controller Verein (ICV) das praxistaugliche Konzept der „Modernen Budgetierung“ als innovativen Gegenentwurf zu traditionellen Tools vorgestellt.

Die Empfehlungs-Würdigung des Rezensenten würden auch viele Controller teilen, schreibt Günther Lehmann, Chefredakteur Controlling bei Haufe, wo das Buch erschienen ist. Das lasse sich aus den „erfreulichen Verkaufszahlen sowie der minimalen Retourenquote“ ableiten.

Autoren des im ICV-Fachkreis „Moderne Budgetierung“ erarbeiteten und von Ronald Gleich, Siegfried Gänßlen, Michael Kappes, Udo Kraus, Jörg Leyk sowie Martin Tschandl herausgegebenen Buches sind: Alexander Becker, Jürgen Bischof, Bastian Borkenhagen, Christian Corsmeier, Simone Doerfner, Christoph Eisl, Siegfried Gänßlen, Ronald Gleich, Peter Hofer, Hans-Ulrich Holst, Matthias Kohlmann, Udo Kraus, Jörg Leyk, Claudia Maron, Harald Matzke, Uwe Michel, Karsten Oehler, Robert Rieg, Lars Riemer, Sabine Rossegger, Mike Schulze, Peter Schentler, Steffen Sindl, Peter Sinn, Martin Tschandl, Franziska Weingartmair, Helmut Willmann, Christoph Wenner.

Moderne Instrumente der Planung und Budgetierung: Innovative Ansätze und Best Practice für die Unternehmenssteuerung [Gebundene Ausgabe]
Ronald Gleich (Herausgeber), Siegfried Gänßlen (Herausgeber), Michael Kappes (Herausgeber), Udo Kraus (Herausgeber), Jörg Leyk (Herausgeber), Martin Tschandl (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe: 278 Seiten, Verlag: Haufe-Lexware; Auflage: 1., Auflage 2013 (24. Juni 2013), ISBN-10: 3648037358, ISBN-13: 978-3648037355, Preis: EUR 69,00

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