Controlling heute Rosita Blaha

Archiv

Artikel Tagged ‘Nachhaltigkeit’

Green-Controlling-Preis 2016 an Robert Bosch GmbH und DATEV eG

21. September 2016

stuttgart-2016-greenpreistraegerController als „grüne“ Business Partner des Managements müssen dafür sorgen, dass Unternehmenslenker die Nachhaltigkeit berücksichtigen (können). Der Green-Controlling-Preis geht in diesem Jahr an die Robert Bosch GmbH und an die DATEV eG. Mit dem Preis prämiert die Péter-Horváth-Stiftung alljährlich in Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) Controlling-Lösungen, die vorbildlich Nachhaltigkeitsaspekte in die Unternehmenssteuerung integrieren.

Soeben überreichten Stifter Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth und ICV-Vorstandsvorsitzender Siegfried Gänßlen auf dem 30. Stuttgarter Controller-Forum den Green-Controlling-Preis für die „Entwicklung eines Systems für strategisches und operatives Umweltcontrolling“ bei der Robert Bosch GmbH sowie für den „Nachhaltigkeitscheck – Führungsinstrument zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unterneh-menssteuerung“ bei der DATEV eG.

Prämiert werden seit 2011 alljährlich Lösungen, die systematisch und ganzheitlich Nachhaltigkeit in das Gesamtsystem der Unternehmenssteuerung integrieren. Wie Péter Horváth erklärte, zeichneten sich die Bewerbungen um den Preis 2016 sowohl durch ihre umfassende Sicht der Nachhaltigkeit aus, als auch durch die aktive strategische wie operative Rolle des Controllings sowie durch das Einbeziehen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.

Controller als „grüne“ Business Partner des Managements
Der Green-Controlling-Preis geht 2016 sowohl an ein Groß- wie auch an ein mittelständisches Unternehmen. Unter dem Titel „Entwicklung eines Systems für strategisches und operatives Umweltcontrolling“ hatte die Robert Bosch GmbH ein integriertes Gesamtsteuerungssystem entwickelt und eingeführt, das in allen Geschäftsprozessen (von der Unternehmensentwicklung über die Steuerung und Unterstützung bis hin zur Wertschöpfung) verankert wurde. Dabei stellt das Controlling strategisch wie operativ sicher, dass Ökonomie und Ökologie in eine Balance gebracht werden. „Die BOSCH-Lösung zeigt vorbildlich, wie das Thema Ökologie alle Funktionen und alle Hierarchieebenen des Konzerns weltweit umspannt und von allen Mitarbeitern gelebt wird. Insbesondere wird die aktive Rolle des Controllers als ‚grüner‘ Business Partner deutlich“, erklärt Péter Horváth.

Green-Controlling-Preisträger 2016 ist ebenfalls die DATEV eG aus Nürnberg. Als großes mittelständisches Genossenschaftsunternehmen hat die DATEV die nachhaltige Geschäftsentwicklung fest in den Unternehmenszielen verankert. Ausgezeichnet wurde das Konzept „Nachhaltigkeitscheck – Führungsinstrument zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmenssteuerung“. „Auch bei der DATEV ist der integrative Ansatz beispielgebend und best practice“, erklärt Horváth. „Das Thema Nachhaltigkeit ist sowohl in die Organisationsstruktur, als auch in die Geschäftsprozesse umfassend eingebunden. Das Controlling bildet die Nachhaltigkeit in seinen Zahlen ab. Die operative Umsetzung und Steuerung erfolgt über ein fest definiertes Set an Kennzahlen. Alle Entscheidungen des Vorstandes sind auch unter Nachhaltigkeitsaspekten zu evaluieren.“

„Vorbildliche Lösungen geben Controller-Community Orientierung“
„Controller sind als Business Partner des Managements gefordert, ihre Unternehmen sowohl bei der Entwicklung als auch Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen aktiv zu unterstützen“, erklärt ICV-Vorsitzender Siegfried Gänßlen. „In der Unternehmenssteuerung ist das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren gereift. Das hat die Green-Controlling-Studie 2016 des Internationalen Controller Vereins zeigt. Verglichen mit 2010 stehen heute bei diesem Thema ökonomische Vorteile im Vorder-grund, verbunden mit der gesellschaftlichen Verantwortung und der Erfüllung gesetzlicher Pflichten.“

Das Controlling ist aber oftmals noch gar nicht oder nur sehr wenig in die Umsetzung sozialer und ökologischer Unternehmensziele eingebunden. „Umso wichtiger sind Green-Controlling-Lösungen aus der Praxis, die der Controller-Community Orientierung geben“, so Gänßlen. „Den Preisträgern 2016 ist das vorbildlich gelungen.“

„Nahhaltigkeitscheck“ bei DATEV

stuttgart-2016-greenpreis-maronstuttgart-2016-green-preisverleihung-an-datevFür den mittelständischen Green-Controlling-Preisträger 2016, DATEV eG, präsentiert auf dem 30. Stuttgarter Controller Claudia Maron, Leiterin Betriebswirtschaft Datev eG, Leiterin des regionalen ICV-Arbeitskreises AK Franken, die ausgezeichnete Lösung.

„Was macht einen IT-Dienstleister ‚grün‘?“, fragt sie zum Beginn. Claudia Maron betont neben den fast klassisch zu bezeichnenden Umweltberichten die „starke soziale Komponente“ in ihrem Haus. Bei Datev stehen die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales nebeneinander. Nachhaltigkeit ist im Top-Management verankert. Die von der Preisträgering gezeigte „Nachhaltigkeits-Checkliste“ ist übrigens verpflichtend bei jeder Entscheidungsvorlage im Vorstand.

Robert Bosch GmbH: Strategisches & operatives System

stuttgart-2016-greispreistraeger-bosch-asenkerschbaumerstuttgart-2016-greenpreistraeger-bosch

 

Dr. Stefan Asenkerschbaumer, als Stv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und CFO verantwortlich für das Umweltcontrolling-System, beschreibt wie sein Unternehmen das Credo „Bosch – mehr Lebensqualität durch Technologie“ in den Fokusbereichen für Nachhaltigkeit – Produkte, Infrastruktur, Prozesse – umsetzt. Dr. Asenkerschbaumer geht auch auf ein weltweites Umweltinformationssystem bei Bosch ein, das detaillierte, laufend erhobene Werte als Basis der Unternehmenssteuerung liefert. Der Vortrag macht die hohe Komplexität des Themas in dem Großunternehmen deutlich. Dr. Asenkerschbaumer betont abschließend, Nachhaltigkeit sei eine Verantwortung in der gesamten Organisation – jede Führungskraft sei dafür verantwortlich. Ökologie und Ökonomie dürften keine Gegensätze sein, sondern müssten in Balance gebracht werden.

Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen , ,

Bis Ende Februar: Pro Fragebogen ICV-Green-Controlling-Studie 1 EUR für Klimaschutz

19. Januar 2016

Der ICV hat sein Angebot an die Controlling-Community, einen spezifischen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, verlängert: Bis Ende Februar ist nun eine Teilnahme an der Studie „Green-Controlling 2015 – Wo stehen wir nach 5 Jahren?“ möglich. Der ICV untersucht, welchen Stand das Green-Controlling in den letzten 5 Jahren erreicht hat und will daraus mit seinem Fachkreis Green-Controlling Handlungsempfehlungen ableiten. Um noch mehr Controllerinnen und Controllern Gelgenheit zu geben teilzunehmen wurde die Aktion bis 29. Februar verlängert.

Das Ausfüllen des deutsch und englisch angelegten Fragebogens dauert etwa 15 Minuten. Neben der nachhaltigen Stärkung des Green-Controlling soll mit der Aktion auch kurzfristig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden: Für jeden vollständig ausgefüllten Fragebogen spendet der ICV 1 Euro an die Organisation Atmosfair. Helfen Sie bitte bei der neuen Studie mit – und sorgen Sie dabei gleichzeitig für ein hohes Spendenaufkommen!

Der vom ICV herausgegebene Newsletter „Controller’s e-News“ unterstützt die Green-Controlling-Studie ebenfalls. Unter allen Umfrageteilnehmern werden 5 Exemplare des im Haufe-Verlag erschienenen Buches „Finance-Prozessmodell“ verlost. Der Leitfaden bietet eine gute Vorlage für die Analyse, Gestaltung und Optimierung der Finance-Prozesse in der Praxis. Zudem gibt er durch den Blick auf die CFO-Agenda und -Rollenbilder und mit der Beschreibung organisatorischer Gestaltungsaspekte wichtige Hinweise für die Definition und Umsetzung von Strategien und Strukturveränderungen. (Kai Grönke, Dr. Jana Heimel, Daniel Mönch, Dr. Christoph Eppinger, Gunther Fleck, Katja Hägele, Dr. Elisabeth Schmid, Thomas Unger, Mike Wohlbold: „Finance-Prozessmodell – Leitfaden für die Beschreibung und Gestaltung von Rechnungswesen, Steuern und Treasury“, ISBN: 978-3-648-07875-4, 78 Seiten, 24,80 EUR)

Um in den Lostopf zu kommen brauchen Sie nur an der aktuellen Umfrage Green-Controlling teilzunehmen. Danach senden Sie an die e-News-Redaktion eine E-Mail mit dem Betreff „Done: Green-Controlling-Umfrage“ sowie mit Ihrer Postadresse (für den Gewinnfall). Diese Gewinnchance gilt für alle Umfrageteilnehmer – auch die, die bereits im Dezember teilgenommen haben. – Viel Glück!

Internationaler Controller Verein , , ,

CCS 2014 (2): Green-Controlling-Preis 2014 an STABILO und Takata AG

27. November 2014

Soeben ist auf der CCS 2014 der Green-Controlling-Preis 2014 an die STABILO International GmbH für das Programm „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“ und an die Takata AG für das Programm „Maximize innovation to minimize environmental impact“ verliehen worden. Den mit 10.000 EUR dotierten, von der Péter-Horváth-Stiftung gestifteten Preis überreichte Péter Horváth, Jury-Vorsitzender und Leiter der ICV-Ideenwerkstatt.

DSC_0844 (Verleihung Green-Controlling-Preis 2014, v.l.n.r.: Dr. Dan Tulvan, Director Manufactoring, Arad (RO), Jürgen Volk, Manager Controlling Steering Wheel EMEA, Jörg Henry Dinkat, Director Controlling Global Steering Wheel & FI/CO Office EMEA – alle Takata; Péter Horváth, Jury-Vorsitzender; Angelika Henkel, Leiterin Controlling, Stabilo International, Martin Reim, Geschäftsführer Schwanhäuser Industrie Holding; Lucian Lusca, Manager General Service, Takata Arad (RO); Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender)

Die Preisträger präsentierten im CCS-Plenum vor über 100 Controlling-Experten und Managern ihre Lösungen: Angelika Henkel, Stabilo International GmbH, Heroldsberg, und Jörg Henry Dinkat, Takata AG, Aschaffenburg.

Beide Preisträger haben angekündigt, ihre Preisgelder für soziale Zwecke zu spenden: Stabilo für eine Flüchtlingsunterkunft in Höchstadt, Takata AG für ein soziales Projekt in Rumänien.

STABILO: „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“

Um die Nachhaltigkeitsinitiativen des Unternehmens zu fokussieren, definierte die Unternehmensleitung im Jahr 2009 mit der „Strategie 2014“ konkrete Nachhaltigkeitsziele. Als Business Partner des Managements und der operativen Einheiten war das Controlling gefordert, die Anforderungen in die täglichen Abläufe zu integrieren, die sich aus den Nachhaltigkeitszielen ergaben. Die grüne Controlling-Lösung hat drei Komponenten: 1. (Weiter-)Entwicklung des STABILO-Nachhaltigkeitsprogramms unterstützen; 2. Transparenz über Programmergebnisse schaffen und berichten; 3. Nachhaltigkeitsprogramm prozessintegriert begleiten.

Die Jury erkannte in dem Lösungskonzept mehrere innovative Aspekte. Unter anderem ist das Controlling als interner Berater für alle Prozesse integriert, während die Fachabteilungen in der Umsetzung ihrer Projekte autark sind. Es werden alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – ökonomische, ökologische, soziale – integriert betrachtet und Transparenz über deren Wechselwirkungen geschaffen. Die grüne Controlling-Lösung ist als wesentliche Säule des STABILO Nachhaltigkeitsprogramms in die bestehenden Controlling-Prozesse integriert. Dabei bestand die Prämisse, dass das Controlling des Nachhaltigkeitsprogramms zu keinem zusätzlichen oder parallelen Controlling-Prozess führen darf. Vielmehr wurden bestehende Budgetierungs- und Reportingprozesse um Nachhaltigkeitsziele erweitert. Einzig das Maßnahmen-Controlling, welches zum laufenden Monitoring der Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingesetzt wird, wurde neu aufgebaut.

Die grüne Controlling-Lösung hat dazu beigetragen die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Durch die Nachhaltigkeitsstrategie, die Veröffentlichung der Ziele und Maßnahmen sowie das kontinuierliche Reporting fühlen sich die Mitarbeiter aller STABILO Einheiten integriert. In den Budgetdurch-sprachen, Sales- und Marketingmeetings gab es viele gute Beispiele, die von anderen wieder kopiert oder modifiziert umgesetzt wurden. So entstand über alle Einheiten hinweg eine Eigendynamik.

Seit Beginn des Nachhaltigkeitsprogramms 2009 konnten wesentliche Erfolge erzielt werden. Durch die Green-Controlling-Lösung konnten diese Erfolge auch sichtbar gemacht werden, was wesentlich dazu beiträgt, dass Nachhaltigkeit auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der STABILO Unternehmensphilosophie ist.

Takata AG: „Maximize innovation to minimize environmental impact”

Die Takata Corp. mit Hauptsitz in Tokio ist ein global operierender Hersteller von automobilen Insassenschutzsystemen (Jahresumsatz: 4,1 Mrd. EUR, ca. 45.000 Mitarbeiter weltweit). Die Takata AG mit Zentrale in Aschaffenburg bündelt die europäischen Aktivitäten.

Mit der prämierten Green-Controlling-Lösung hat Takata das klassische KPI-System um neu entwickelte Kennzahlen und eine höhere Detaillierung erweitert. Es wurden „green MbOs“ (Management by Objectives als weltweites, variables Vergütungssystem für Manager) – „Minimize Impact on Environment“, „Limit Potential of ecologic Hazards and Risks“, „Rational materials consumption“ – im Zielvereinbarungssystem implementiert. Das Zielvereinbarungssystem wurde mit dem KPI-Reporting (Key Performance Indicators) gekoppelt.

Als „Green Projects“ versteht Takata alle Projekte, welche die Umwelt entlasten, Energie sparen oder Umweltrisiken vermeiden. Das Controlling unterstützt und priorisiert „Green Projects“ durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Datenrecherchen und Ergebnistracking.

Die Green-Controlling-Lösung, bei der das Takata-Controlling als Innovator und Treiber sowie als „Vernetzer“ der Organisationseinheiten agiert, nutzt vorhandene Ressourcen und Infrastruktur im Unternehmen. Ganz bewusst ist keine zusätzliche Green-Controlling-Abteilung aufgebaut worden, sondern das Thema in die Controlling-Abteilung mit ihren Tagesaufgaben integriert worden. Dazu gehört auch die Nutzung der vorhandenen Reportingstruktur in SAP. Das Takata Controlling wirkt als Moderator und Sparringspartner z.B. in Diskussionen mit den Fertigungsbereichen.

Takata verweist auf eine Reihe positiver ökonomischer wie ökologischer Ergebnisse bzgl. Wirkungen der Lösung. Dazu zählen signifikante Kosteneinsparungen speziell im Energiekostenbereich: 19% wurden trotz 10% höherem Produktionsvolumen eingespart. Ein geschärftes Bewusstsein und klare Verantwortlichkeiten bei den Akteuren in den verschiedenen Bereichen werden ebenfalls als Erfolge aufgezählt. Zudem wird dem Controlling eine gewachsene Prozessstärke im Tages- wie auch Projektgeschäft attestiert. Das Unternehmen hat einen Innovationsschub durch die priorisierte Unterstützung der „Green Projects“ erfahren.

Internationaler Controller Verein, Live-Blogs , ,

Nachhaltigkeit: Controlling kann wichtigen Beitrag leisten

30. September 2011

PIC_1446

„Nachhaltigkeit und Controlling“ ist jetzt der Vortrag von Prof. Dr. Utz Schäffer, WHU – Otto Beisheim School of Management, Mitglied des ICV-Kuratoriums, auf dem „Campus for Controlling 2011“ überschrieben. In der heute vorgestellten Controlling-Zukunftsstudie hatten die Teilnehmer das Thema Nachhaltigkeit zu 7% „gering“, zu 52% „moderat“ und zu 41% „hoch“ eingeschätzt. Interessanter Weise spaltet Schäffer dieses Umfrageergebnis nach „ökonomischer Nachhaltigkeit“ (6%, 30% 64%) nach „sozialer Nachhaltigkeit“ (15%, 46%, 39%) und nach „ökologischer Nachhaltigkeit“ (20%%, 41%, 39%) auf.

Dem deutlich werdenden „Primat der ökonomischen Nachhaltigkeit“ geschuldet, widmet sich Schäffer dann der Frage, was ökonomische Nachhaltigkeit eigentlich heißt. Eine von ihm aufgeworfene Frage lautet dabei: „Ist eine Reduktion hoher kurzfristiger Renditeziele notwendig?“ Danach geht Schäffer der Frage nach, was Unternehmen veranlasst, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen. Am Beispiel des CO2-Verbrauchs zeigt Schäffer schließlich, wie Unternehmen zur nachhaltigen Unternehmenssteuerung Transparenz schaffen und eine spezifische Zielsteuerung realisieren können. Nachhaltigkeit sollte auch in der Steuerung relevanter Geschäftssprozesse (Beschaffung, Investitionen, Innovationen) berücksichtigt werden, so Schäffer.

Zum Schluss stellt Schäffer Pros und Contras der Verantwortung des Controllings im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit zur Diskussion. Sein Resümee: Nicht ad acta legen, „aber vielleicht noch einmal nachdenken“. „Das Controlling kann (und sollte) einen wichtigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten!“

Methoden & Erfahrungen, Szene ,

Siegfried Gänßlen über Nachhaltigkeits-Controlling

27. September 2011

25. Stuttgart Controller ForumAm vergangenen Mittwoch war ich auf Einladung von Horváth & Partners Gast des 25. Stuttgarter Controller-Forums. Den Eröffnungsvortrag vor rund 300 Managern, Controlling-Spezialisten und Beratern hielt der ICV-Vorstandsvorsitzende Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe AG.

Unter der Überschrift „Green Controlling – Green Profit“ berichtete Gänßlen über die Einführung eines Nachhaltigkeits-Controllings bei der Hansgrohe AG. Zu Beginn schilderte er die Hansgrohe-Historie als „Green Company“ seit den 80er Jahren. Eine gelernte Lektion war auf diesem beträchtlich schon langen Weg, dass innovative „grüne Produkte“ nicht per se für Kunden „sexy“ waren und sind. „Der Kunde will dafür keinen Premiumaufschlag zahlen“, lautete Gänßlens Erkenntnis. Lernend ist das Unternehmen auch heute noch auf seinem Weg zur „Green Company“; Gänßlen konnte eine Reihe erfolgreicher Meilensteine vorstellen.

Der ICV-Chef erläuterte den Aufbau eines nachhaltigen Unternehmens in 5 Stufen und stellte die wichtigsten Kennzahlen des Green Controllings im Unternehmen vor. Interessant war zudem die starke Betonung von zwei Aspekten: Erstens realisiert Hansgrohe auch soziale Maßnahmen im Zusammenhang mit der gelebten Nachhaltigkeit und zweitens kommt Unternehmensleitung sowie Management eine entscheidende Verantwortung zu: „Bei Nachhaltigkeit muss der Chef in die Bütt“, so Gänßlen.

Der komplette Vortrag ist unter Controlling.TV auf der ICV-Website online: Diese 35 hochinteressanten Minuten sollte niemand verpassen.

25. Stuttgart Controller Forum 25. Stuttgart Controller Forum

(Fotos: Günter E. Bergmann)

Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen , , ,

Nachhaltigkeit im Dashboard

19. Mai 2011

Nachhaltigkeit im Controlling. Green Controlling.
Noch vor kurzem ein Thema, das von manchen belächelt wurde. Dass nun die Skeptiker nach und nach verstummen, zeigte der diesjährige Congress der Controller. Die (übrigens großartige) Veranstaltung hatte dem Thema sogar einen eigenen Nachmittag gewidmet. Fazit, das Thema ist nicht für alle neu, aber für fast alle aktueller denn je. Kaum ein Redner auch im Hauptteil des Congresses, der nicht in irgendeiner Weise darauf Bezug nahm. Man hatte bereits das Gefühl, ein Vortrag ist unvollständig, wenn keinerle Worte der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie gewidmet wurden. Aber das wurden sie. Die Aussagen reichten dabei von „ist Teil unserer DNA“ (Migros) bis hin zu „Wettbewerbsfaktor mit steigender Bedeutung“. Alle Redner waren sich darin einig, dass das Thema nur dann die notwendige Beachtung finden wird, wenn es integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung – des Controllings – wird, und sein Schattendasein in Form von Umweltsystemen+Co. beendet.
Und während ich tippe, veröffentlicht Puma seine Umwelt-GuV. Man darf gespannt sein.

prevero hat die Kennzahlen eines am 1.Congress-Tag vorgestellten Kundenbeispiels in die eigene Planungslösung eingebaut. Sicher, im ersten Schritt handelt es sich um eine einfache Erweiterung des Reportings. Im nächsten Schritt werden wir uns detailliert mit der Auswirkung auf Prozesse in Planung und Steuerung beschäftigen. Über ein Feedback bereits jetzt über das erste Nachhaltigkeits-Cockpit made in München freue ich mich!

Nachhaltigkeit Dashboard prevero

Nachhaltigkeit Dashboard prevero

Controlling & IT, BI, Excel,..., Internationaler Controller Verein , ,

„Man kann sich auch kaputtsparen“

3. März 2009

… ist der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Achim Berg, bei www.cio.de aus einem dpa-Gespräch zitiert worden. Zum CeBIT-Start warnte er seine Branche vor einem Herunterfahren der Investitionen und bezeichnete die IT als «Krisenbewältigungs-Technologie». Offensichtlich geht sein Unternehmen auch mit gutem Beispiel voran: der Messestand soll größer sein als im Vorjahr. Natürlich habe Berg in dem Gespräch auch eingeräumt, dass die Rahmenbedingungen für die CeBIT 2009 „äußerst negativ“ seien. Es böten sich aber z.B. angesichts des Konjunkturpakets II der Bundesregierung auch Chancen, etwa mit einer Modernisierung der Verwaltungen. Er hoffe, das Geld werde „nicht nur in Autobahnen und Turnhallen investiert“. Digitale Klassenzimmer in den Schulen und Ersatz  alter Computer durch klimafreundlichere Rechner zählt er in diesem Zusammenhang Alternativen auf.

Wie kriegt man also die Kurve vor dem „Kaputtsparen“?? Anstatt einseitig Kosten zu killen, und damit jahrelang Erreichtes auf lange Sicht zu zerstören, mit Maßnahmen auf der Erlös- bzw. Marktseite. 

Medienschau ,

„Jahr der Fachblogs“

9. Januar 2009

Das „Jahr der Fachblogs“ hat „A-Blogger“ Robert Basic in einem Beitrag seines führenden Weblogs „Basic Thinking Blog“ ausgerufen. Diese hätten schon 2008 unter Beweis gestellt, dass sie vollwertige Unternehmensmodelle darstellen – können. Die Fachblog-Betreiber sollten nicht nur an Werbeeinnahmen denken, wenn sie Finanzierungsquellen suchen, meint R. Basic. Ein anderes Einkommensteilchen könnten indirekte Einnahmen sein, die aus dem Blog heraus folgen, wie etwa neue Aufträge. Und schließlich könnten etablierte Verlage eines Tages Appetit bekommen, ein erfolgreiches Fachblog for cash zu schlucken. „Die Marke ist alles“, mahnt der Leit-Blogger.

Womit wir beim Thema wären: das „Controlling-Blog“ zur Marke machen, zu einem stark beachteten und anerkannten Fachblog. Ist das nicht eine wunderbare Herausforderung? Und das zur rechten Zeit: Das „Jahr der Fachblogs 2009“ ist auch ein Controller-Jahr: „In wirtschaftlich schlechten Zeiten interessieren sich auch diejenigen, die ansonsten das Controlling eher links liegen lassen, für Kennzahlen. Auf diese Weise steigt der Einfluss der Controller auf Unternehmensentscheidungen, aber natürlich auch ihre Verantwortung. Das ist Anlass für den ICV (Internationaler Controller Verein, d.A.), 2009 seinem Ansatz vom ‚nachhaltigen Controlling‘ als Führungskonzept und der Rolle des Controllers noch mehr Nachdruck zu verleihen, diesen stärker in den eigenen Reihen sowie nach außen zu erklären und zu vertreten“, hat Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins, gestern in einer aktuellen Pressemitteilung des ICV ausgeführt. Wo und wie das geschieht wird das „Controlling-Blog“ 2009 ebenso begleiten, wie zu Diskussionen um aktuelle Themen einladen wie „nachhaltiges Controlling“, „Controlling in harten Zeiten“, „modernes Budgetieren“, „interne und externe Marktorientierung“ bis hin zum „Kommunikations-Controlling“. Interessenten sind zum Mitmachen am Fachblog der Controlling-Community herzlich eingeladen; als Leser, Kommentatoren und gerne auch als Mitautoren.

Internationaler Controller Verein, Medienschau , ,

Nachhaltigkeit im Controlling

19. Dezember 2008

„Die 10 Kernelemente des nachhaltigen Controlling-Ansatzes des ICV“ hat jetzt Prof. Dr. Heimo Losbichler, stellv. Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV), vorgestellt. In dem auf der ICV-Website veröffentlichen Beitrag schreibt er u.a.: „Das im deutschen Sprachraum weitestgehend bekannte Controlling wurde maßgeblich von Albrecht Deyhle und dem ICV geprägt. International wird es gerne als Eigenheit abseits der Norm dargestellt, die sich mehr oder weniger schnell dem amerikanischen Mainstream unterordnen wird. Die aktuelle Finanzkrise stellt viele Prämissen, die uns in der Unternehmensführung bisher geleitet haben, zur Diskussion. Sie ist Anlass genug, den nachhaltigen Controlling-Ansatz des ICV als Führungskonzept und die Rolle des Controllers nochmals in Eckpunkten darzustellen: Wir verstehen Controlling als zielorientierten Steuerungsprozess, der nur im Zusammenwirken von Controllern und Managern seine Wirkung entfalten kann.“ Die 10 Kernelemente werden unter zwei Zwischenüberschriften beschrieben: „Unsere Controlling-Philosophie: die ökonomische Nachhaltigkeit als Leitziel“ sowie „Die Rolle des Controllers: initiativ und wirksam“. -Ein Dokument zur rechten Zeit, das zum Nachdenken und Mittun anregen sollte.

Internationaler Controller Verein, Methoden & Erfahrungen , ,

ICV-Vereinsseiten jetzt in Farbe

15. Dezember 2008

Gerade habe ich die Seiten des Internationalen Controller Vereins ICV in der Januar-Ausgabe des „Controller-Magazins“ auf der ICV-Website www.controllerverein.com online gestellt. Nicht nur die erstmalige farbige Seitengestaltung kann sich sehen lassen, sondern vor allem der Inhalt ist unbestreitbar des Bloggens würdig. So hat der Stellvertretende ICV-Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Heimo Losbichler, in seinem Editorial beschrieben, was der ICV unter „Nachhaltigem Controlling“ versteht, gibt es Bildnachrichten zu den erfolgreich verlaufenen regionalen Herbsttagungen in Bonn, Stuttgart und Steyr sowie einen Bericht zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Dr. Albrecht Deyhle.
Die ICV-Website bietet ein opulentes Archiv der Vereinsseiten im CM der letzten Jahre. Auch das ist inzwischen eine beeindruckende Chronik des vielfältigen Vereinslebens.

Internationaler Controller Verein, Medienschau , ,

Oi Torpedo