Controlling heute Rosita Blaha

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Archiv für die Kategorie ‘Live-Blogs’

CCS2016 (4): Stimme-voller Ausklang

24. November 2016

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Die Zuhörer „wieder herunterbringen von high-level Themen wie Digitalisierung auf das ganz menschliche: die Stimme“, hat sich die letzte CCS-Referentin vorgenommen: Monika Klinger, Atem-, Stimm- und Sprechtrainerin, externe Seminartrainerin der CA Akademie AG. „Ihre Stimme – der Schlüssel zum Erfolg“, ist ihr Vortrag überschrieben.

Ein lehrreicher, vielfach verblüffender Vortrag! Es wird klar: „Nicht was, sondern wie man etwas sagt, ist entscheidend.“ Überzeugend vermittelt Monika Klinger ihre Botschaft mit Beispielen, wie etwa: Die unterschiedliche Betonung einzelner Wörter in einem Satz wie – „Sie sollten diese Zahlen ernst nehmen!“ – führt zu ganz unterschiedlichen Aussagen. (Probieren Sie es einfach mal aus, liebe Leser!)

Mit einer kleinen Übungseinheit nimmt die Referentin ihre Zuhörer begeisternd mit.

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Ein Feuerwerk nützlicher Tipps: „Jeder Sprecher hat eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihm zuhören (müssen).“ / „Nehmen Sie Stimmtraining in Ihr persönliches Fitness-Programm auf!“ / „Die Stimme ist kein Schicksal: Man kann lernen, darauf zu spielen, um damit erfolgreich die Zuhörer zu erreichen.“

Großartig!

 

 

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CCS2016 (3): Was SPA mit Vertriebsplanung zu tun hat

24. November 2016

Networking auf der Controlling Competence Stuttgart – CCS 2016: Die rund 150 CCS-Gäste nutzen die Kaffeepause für angeregte Gespräche. That’s ICV!ccs2016-pause

Den Vortrag nach der Pause, „Integrierte Vertriebsplanung bei der Blanco-Gruppe“ hält ICV-Vorstand Matthias von Daacke, Director of Controlling, Blanco GmbH & Co. KG. Darin zeigt er u.a., wie Mix-Effekte zielgenau zu adressieren sind, wie Szenario-Planungen die integrierte Vertriebsplanung bereichern. Er erläutert, wie IT-Lösungen und datengetriebene Prognosen „aus dem ‚Collector‘ einen Controller machen“ – und damit den Weg zum Business Partner unterstützen.ccs2016-daacke

Die Episode sorgt für Heiterkeit; als von Daacke erzählt, wie er die legendären Haufe-Post-its mit dem Slogan „Controller an die Macht!“ gelegentlich hausintern verwendet… Durchgängig gelingt es dem Referenten, die Zuhörer ins BLANCO SPA zu locken: mit detaillierten Einblicken in die Praxis seines Unternehmens – u.a. mit der Sales Planning Application (SPA).

Am Schluss seines Vortrags empfiehlt von Daacke seinen Zuhörern, sich als Controller stets zu fragen: „Versteht uns der Gegenüber?“ – Sein Rat: „Lassen Sie uns mehr in die Rolle unseres Gegenüber versetzen!“

 

 

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CCS2016 (2): Digitalisierung: „Riesenchance mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun…!“

24. November 2016

ccs2016-seufertDem Titel seines Vortrages, „Digitale Transformation – Auswirkungen auf Unternehmenssteuerung…und Controlling“, setzt der nächste Referent der CCS 2016 gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen hinzu. Prof. Dr. Andreas Seufert, Hochschule Ludwigshafen, Leiter Business Innovation Lab, Direktor Institut für Business Intelligence/Steinbeis Hochschule Berlin, Leiter des ICV-Fachkreises BI & Big Data, spricht über die Rolle des Controllings in der digitalen Transformation. Seufert ist davon überzeugt: Der Wandel ist eine „wahnsinnige Herausforderung und Chance“. Und fügt hinzu: „Mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun!“

Professor Seufert hält Ratschläge parat:

  • „Disruption wird erwartet. Aber man bereitet sich kaum darauf vor. „Starten Sie jetzt!
  • Investieren Sie in IoT EcoSysteme!
  • Investieren Sie in Wissen (z.B. um „Rohstoff Daten“ nutzen zu können…) und skalieren Sie dieses Wissen in Ihrer Organisation!

Wenn Controlling als „Business Partnering“ verstanden wird und sich das Business radikal verändert, bedeutet das, so der Referent: Controlling ist von Digitalisierung ganz besonders betroffen! Auf zwei Bereiche geht Seufert vertieft ein: Wie kommt man im Unternehmen an Infos ran – und wie kann man diese „veredeln“ (Analytik)?

Beide Methodenkompetenzen sind gefragt, fasst Seufert zusammen: „Business“ UND „Umgang mit Daten“.

Die Frage aus dem Zuhörerkreis nach den Perspektiven des Controllerjobs beantwortet Seufert so: „Die Entwicklung geht in Richtung Business Partner mit unterschiedlichen Rollen. ‚Daten Analyst‘ ist eine davon.“

Ein spannender, informativer Vortrag, der für einige Diskussionen in der anschließenden Kaffeepause gesorgt hat.

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CIS 2016 (9): Ehemaliger Skirennläufer zum mentalen Umgang mit Rückschlägen

18. November 2016

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Mit einem spannenden, bewegenden Vortrag schließt nun die CIS 2016: „Mit mentaler Stärke Ziele erreichen – und aus Rückschlägen gestärkt hervorgehen“. Auf der Bühne steht Matthias Lanzinger, ehemaliger Weltcup Ski-Rennläufer, eine beeindruckende Persönlichkeit, die schwere Rückschläge mit mentaler Stärke eindrucksvoll bewältigt hat.

Am 2. März 2008 war der damals 27-jährige Skirennläufer Matthias Lanzinger beim World-Cup-Super-G in Kvittfjell so schwer gestürzt, dass ihm zwei Tage später der linke Unterschenkel amputiert werden musste. Ganz Österreich verfolgte den Weg zurück in sein neues Leben.

Im moderierten Gespräch beschreibt er nun auf der CIS 2016, mit welchen Methoden er mentale Stärke entwickelte, Motivation für neue Ziele schöpfte und aus Rückschlägen gestärkt hervorging.

Ein packender, emotionaler Schlusspunkt der CIS 2016!

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CIS 2016 (8): Zalando Controlling-Chef zum agilen Reporting in der digitalen Wirtschaft

18. November 2016

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Das Thema „Digitale Transformation“ setzt sich auf der CIS 2016 fort. Dr. Jörg Engelbergs, Vice President Controlling, Zalando SE, Berlin, Mitglied des ICV-Kuratoriums, hält seinen Vortrag: „Controlling.com – Agiles Reporting in der digitalen Wirtschaft“. Es geht um Anforderungen an das Reporting in .com-Unternehmen: Welche Anforderungen stehen beim Zalando-Controlling? Wie werden diese erfüllt? Dr. Engelbergs beschreibt drei Eckpunkte für effektives Reporting: Workflows verbessern, Konsistenz der Daten sichern, Prozesse verschlanken durch Automatisierung.

Eingangs habe man sich Klarheit verschafft, welchen Zweck die Reporting-Systeme erfüllen sollen. Von „One-Page-only!“ bis zu beim Empfänger Nutzen stiftenden KPIs reichen die Anforderungen. Zentrale Forderung: „Lass uns anhand der Reports über Dinge sprechen, die wir beeinflussen können!“ Eine wesentliche Quelle sind bei Zalando Infos, die bei den Kunden gewonnen werden: „Was brauchen die Kunden?“

Sinn und Zweck von Reports ist eine zentrale Frage. Dr. Engelbergs verweist in diesem Zusammenhang auf die Messbarkeit, ob Reports von den Empfängern eigentlich gelesen werden. (Tipp!) Er berichtet von anfänglich bei Zalando eingerichteten, sich regelmäßig wiederholenden „Aufräum-Aktionen“, bei denen es um die Kernfrage geht: „Was muss verbessert werden?“ Ein „Tool-TÜV“ sorge dafür, dass jeder Report immer wieder auf den Prüfstand kommt. Von den zugrunde liegenden Datenströmen bis zum Layout müssen sich dort alle Komponenten bewähren.

Auch diese „Insights“ in Dr. Engelbergs CIS-Vortrag – in das Reportingsystem von Zalando und in Lösungsansätze zur kontinuierlichen Anpassung und Verbesserung in einem dynamischen Umfeld – geben den Zuhörern praktische Tipps für ihre tägliche Arbeit.

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CIS 2016 (7): Podiumsdiskussion „Digitalisierung und die Herausforderung neuer Geschäftsmodelle“

18. November 2016

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„Die digitale Transformation und die Herausforderung neuer Geschäftsmodelle – Was ist Hype, was ist Realität?“, ist die traditionelle CIS-Podiumsdiskussion in diesem Jahr überschrieben. Moderatorin Mag. Susanne Dickstein von den „Oberösterreichischen Nachrichten“ begrüßt Peter Thamm, Daimler AG, Mathias Farthofer (2.v.l.), als „Chefstratege“ der voestalpine AG vorgestellt, und FH-Prof. Dr. Andreas Auinger (Bild links), FH Oberösterreich, auf der Bühne.

Die Entwicklung ist real, die Herausforderungen sind vielfältig, sich eröffnende Chancen gilt es zu erkennen und zu nutzen, genauso wie mit Risiken umgegangen werden muss und herrschende Ängste ernst genommen werden müssen.

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CIS 2016 (6): Working Capital Management als „Hygienefaktor“ nachhaltigen Erfolgs

18. November 2016

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„Excellence im Working Capital Management“ ist jetzt auf der CIS 2016 das Thema von Dipl. Ing. Roland Faihs, Vorstand Finanzen, Produktion & Technik, delfortgroup, Traun (A). Ein weiterer methodischer Vortrag in Steyr, der Insights in das „running business“ – hier am Beispiel der Papierindustrie – gewährt. Faihs erläutert eingangs, warum sich sein Unternehmen dem Working Capital Management (WCM) seit 2006 widmet. Für Faihs ist WCM ein Hygienefaktor, der den langfristigen Erfolg sichert. Das Unternehmen hat sich für zwei „Leading Key Operation Ratios“ entschieden: EBIT und „Working Capital % vom Umsatz“. Es geht um nachhaltige Maßnahmen, im Unterschied zum so genannten „Window-dressing“, erklärt der Finanzchef. Er zeigt den Weg auf von der kurzfristigen Cash-Optimierung zum integralen Beitrag zur Unternehmenssteuerung. „Einblicke“ gibt Faihs in das Working Capital Reporting und in entsprechende Kennzahlen der delfortgroup. Dabei geht er auch auf potenzielle Zielkonflikte „Ergebnis vs. Working Capital“ ein. Das gezeigte Ergebnis des Verbesserungsprozesses kann sich sehen lassen: der Anteil des Working Capitals in % vom Umsatz ist von eingangs knapp 22% auf 9% gesenkt worden. Faihs lässt die Zuhörer abschließend an seinen interessanten Überlegungen zum WCM in einer „absurden Zinslandschaft Europas“ teilhaben: „Macht das WCM da eigentlich noch Sinn?“ – Für Roland Faihs steht er Entschluss fest: „Wir werden unseren Weg weiter gehen.“

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CIS 2016 (5): Strategische Planung Daimler AG für eine „neue Welt“

18. November 2016

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Peter Thamm, Leiter Preismanagement und Baureihensteuerung, Daimler AG, Stuttgart, widmet sich auf der CIS 2016 der „Strategischen Planung als Handwerk“. Mit welchen Fragen sich sein Unternehmen befasst, die die strategische Planung bestimmen, machen die interessanten Insights auch dieses Vortrags deutlich. Dabei wird eine „neue Welt“ gezeichnet, die gestandene Unternehmen in eine Start-up-Welt rückt. Drastische Veränderungen in der Automibilbranche skizziert Thamm. Dazu zählt er veränderte Kundenpräferenzen (weg vom Statussymbol, Trend zur „totalen Individualisierung der Kundenwünsche“), neue Mobilitätslösungen (wie etwa Carsharing), Elektroantriebe („das Fenster geht auf“: starke Kostendegression – „e-Antrieb nähert sich Verbrennungsmotoren an“, die Reichweiten wachsen), „Conneceted Car“, „automatisiertes und autonomes Fahren“…

Thamm ist überzeugt: „Die beste Zeit des Automobils steht noch bevor: Emissionsfrei, unfallfrei autonom und always-on“.

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CIS 2016 (4): Integrierte Steuerung von Projekt und Periode bei BMW Motoren GmbH

18. November 2016

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Diplom-Kaufmann Dr. Jörg Kemminer, Leiter Finanzen und Compliance, BMW Motoren GmbH, Steyr, spricht nun auf der CIS 2016 zu einem methodischen Thema: „Integrierte Steuerung von Projekt und Periode & Umsetzung einer lebenszyklusorientierten Unternehmenssteuerung“. Eingangs stellt er die Grundlagen der Unternehmenssteuerung seines Hauses mit einem wertorientierten Ansatz vor (EBIT-Marge, RoCE, Ergebnis – Steigerung des Unternehmnswertes). Dann widmet er sich den Steuerungsgrößen Projekt und Periode sowie der Zusammenführung von Projektrechnung und Periodenrechnung. Die Zuhörer erhalten „Insights“ in entscheidungsorientierte Business Cases als zentrales Steuerungsinstrument, wie etwa „Fahrzeugprojekt (Vollkosten)“. Welche Anforderungen an Prozesse, Controllingorganisation, IT und das „mindset“ aller Beteiligten ergeben sich aus diesem Vorgehen? – Dr. Kemminer gewährt dazu Einblicke in die Praxis seines Unternehmens. Abschließend stellt er Möglichkeiten und Grenzen dar, berichtet Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis von BMW. Sein Fazit: Die integrierte Projekt- und Periodenrechnung unterstützt die erklärten Ziele Wertsteigerung sowie profitables Wachstum – etwa durch maximale Transparenz, betriebswirtschaftliche Relatime-Fähigkeit und eine hohe Bewertungs- und Entscheidungequalität.

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CIS 2016 (3): Landeshauptmann Dr. Pühringer zur Steuerung des Landes Oberösterreich

18. November 2016

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Jetzt spricht auf der CIS 2016 Dr. Josef Pühringer, der Landeshauptmann von Oberösterreich, zum Thema „Verantwortung für die Zukunft unseres Landes“. Das wird spannend, denn es geht um die Frage: Was sind die besonderen Herausforderungen in der Steuerung eines Bundeslandes? – Viele Pflichtaufgaben müssen erfüllt werden und zugleich seien die Weichen für die Zukunft richtig stellen, erklärt der Landeshauptmann einleitend.

Wodurch kann man denn richtig steuern?, beantwortet er so: „Mit klaren Zielen und mit einer entsprechenden Fianzierung.“ Dr. Pühringer muss täglich Wege finden, das Geld gerecht zu verteilen zwischen den aktuellen Aufgaben, „ohne dass die Zukunft zu kurz kommt“. So ist dann auch klar, „die Kunst des Nein-Sagens“ muss beherrscht werden. „Was ist Erfolg“ für einen Landeshauptmann? – Drei Schlüsselkennzahlen für die Erfolgsmessung in Oberösterreich nennt Dr. Pühringer: 1. die Arbeitsmarktsituation – als „ganz entscheidende Kenngröße“; 2. das reale regionale Wirtschaftswachstum; 3. die „freie Finanzspitze“ – das Geld, was nach den Pflichtausgaben übrig bleibt – für die Gestaltung der Zukunft. Der Landeshauptmann geht ausführlich auf drastisch steigende Investionen in die Infrastruktur ein: „Wer Digitalisierung heute verschläft, der bekommt morgen die Quittung am Arbeitsmarkt.“

Ein außerordentlich interessanter Vortrag – mit tiefen Einblicken in die Landespolitik! Dr. Pühringer fasst zusammen: „Wir müssen uns – trotz demographischen Erfordernissen – konzentrieren auf: Arbeitsmarkt, Digitalisierung, öffentlichen Verkehr, Forschung und Wissenschaft, Bildung, Integration.“

 

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Oi Torpedo