Pollmann DPRG 05 2016

30 PR-Professionals waren gestern Abend im historischen Annahof in Augsburg beim Event „DPRG zum Feierabend“ dabei. Das gewählte Vortragsthema bezeichnete Gastgeber Josef Schmaus, Leiter der DPRG-Regionalgruppe Augsburg/Schwaben, „trocken, aber auch eines der aktuell dominantesten in der PR-Branche“: „Kommunikations-Controlling – Chancen für die Unternehmenskommunikation“. Rainer Pollmann, stv. Leiter des ICV-Fachkreises Kommunikations-Controlling aus Augsburg, referierte eine knappe Stunde zu den wesentlichen Bausteinen des Kommunikationscontrollings. Danach gab Ingo Butters, Pressesprecher bei den Lechwerken, der im Mai 2015 schon Gast des ICV-Fachkreistreffens bei MAN Turbo & Diesel SE in Augsburg gewesen war, einen Werkstattbericht über Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung.

Der Zuhörerkreis, zur Hälfte Experten aus namhaften Firmen und Institutionen, zur anderen Hälfte PR-Professionals und Agentur-Vertreter, bekamen Antworten auf Fragen wie, welchen Beitrag zum Erfolg einer Unternehmung Kommunikationsarbeit leistet, wie Beziehungen zu den relevanten Stakeholdern auf die Unternehmensziele hin ausgerichtet entwickelt werden können und: Wie kann Wirkung von Kommunikation sichtbar gemacht werden? Rainer Pollmann stellte die Bausteine entsprechend dem Grundmodell für Kommunikationscontrolling vor, jenen Standard für die Kommunikationssteuerung, der von ICV und den Kommunikatorenverbänden DPRG und PRVA gemeinsam getragen wird.

Die abendlichen Diskussionen machten auch in dieser Expertenrunde zwei Ansätze deutlich. Während bei den einen der ganzheitliche Ansatz für ein Kommunikationsmanagement – Strategieentwicklung, Maßnahmenplanung, Messung und Steuerung – im Mittelpunkt steht, rücken andere die Kennzahlen gestützte Steuerung in den Mittelpunkt und hofften auch vom ICV-Referenten jene universellen Kennzahlen zu erfahren, mit denen sich diese Fragen lösen lassen würden.

Die junge Disziplin Kommunikationscontrolling hat schon einiges erreicht und noch einen spannenden Weg vor sich, wie auch dieser „DPRG zum Feierabend“ zeigte. LEW-Pressesprecher Ingo Butters hatte ein passendes Bild aufgelegt: Auf dem Weg zur Gipfel-Lösung des Kommunikations-Controllings sieht er sein Team inzwischen kurz vor dem Basislager I.

Kommentare

  1. Gratulation zur “Hybrid-Veranstaltung”
    Inhaltlich sicherlich wertvoll. Ich frage mich allerdings, ob es dem ICV-Branding hilft, wenn wir uns bei derartigen Veranstaltungen mit anderen Verbänden zusammentun. Das gilt gleichermaßen für Risikomanagement, Qualität, Projektmanagement etc. Manchmal bekommt man den Eindruck, die handelnden Personen sehen den ICV im Wesentlichen als Vertriebsweg, da sie in den anderen Verbänden schon länger engagiert sind. Ist das die Zukunft oder sollten wir mehr Profil und Eigenständigkeit als ICV zeigen?
    Rainer Linse
    Delegierter Deutschland Süd

  2. Der Internationale Controller Verein (ICV) hat viele Experten, die Fachkreise entwickeln weit über den ICV hinaus wirkend anerkanntes Knowhow. Der Fachkreis “Kommunikations-Controlling” z.B. ist in der internationalen Community für Kommunikationsmanagement als Trend- und Standardsetter anerkannt.
    Die Kooperation mit Fachverbänden befruchtet die Arbeit dieses und weiterer Fachkreise – und unterstützt die Verbreitung der abgestimmten Arbeitsergebnisse sehr wirksam.
    Ich wünschte mir, dass noch mehr ICV-Experten Foren, Tagungen, Workshops nutzen und hier den ICV als Controlling-Kompetenz-Adresse repräsentieren. Rainer Pollmann hat dies in Augsburg vorbildhaft getan: kompetent UND ganz klar ausgewiesen als stellvertretender Leiter des ICV-Fachkreises.

    Hans-Peter Sander, Leiter ICV-Team PR / New Media, Gründungsmitglied ICV-Fachkreis Kommunikations-Controlling

  3. Hallo Herr Linse,
    Sie sprechen ein wichtiges Thema an: Wie sehr treten wir außerhalb des ICV sichtbar als Mitglieder des ICV auf, stärken damit dessen Wahrnehmung und tragen so zum Branding des ICV bei. Im Fachkreis Kommunikations-Controlling ist das in den “Spielregeln” verankert. Das geht soweit, dass die bei uns engagierten Professoren und Berater ihre Vorträge mühselig auf die PPT-Vorlage des ICV um- und sich selbst hintenanstellen. 😉
    Danke für Ihre Überlegung, wir sollten sie in den ICV tragen.
    Rainer Pollmann

  4. Hallo zusammen,
    warum dauert es fast vier Tage, bis mein Kommentar veröffentlicht wird? Und dann nur in Verbindung mit zwei weiteren Kommentaren?
    Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn hier so wenig kommentiert wird, wenn die “Moderation” so lang dauert. Heute werden Kommentare in Echtzeit eingestellt, warum nicht in diesem Blog?
    Haben wir ein Instrument, das den “traffic” im Blog bzw. auf der icv-website abbildet? Das z. B. auch die “Durchlaufzeit” vom Schreiben eines Kommentares bis zur Veröffentlichung abbildet, und wenn ja (im Sinne eines Kommunikations-Controllings), wie hat sich das in den letzten beiden Jahren entwickelt?
    Muss hier alles durch den “Flaschenhals” ICV-Team PR?
    Wie viele Einträge hätten nachträglich gelöscht werden müssen, aus welchen Gründen auch immer? Vermutlich keiner. Also wieso nicht gleich zur Veröffentlichung freigeben?
    Geht es hier um die DEUTUNGSHOHEIT?
    Muss ich jetzt auf Twitter, um diesen Flaschenhals zu umgehen?
    Herr Pollmann, Sie haben Recht, wir können die inhaltliche Auseinandersetzung an anderer Stelle fortsetzen, aber eine interessante Diskussion entsteht eben auch über spontane Meinungsäußerungen, die nicht tagelang blockiert werden.
    Rainer Linse
    Delegierter Deutschland Süd

  5. Hallo Rainer Linse, ja, es hat mal drei Tage gedauert bis der Kommentar vom 17. Juni auf einen Post vom 3. Mai genehmigt wurde. Da wir in unserem Blog unser Hausrecht wahrnehmen und keine Kommentare ohne Check durchlaufen lassen (bitte einfach glauben: es gibt jede Menge Spam, Müll und unerwünschte Werbung in den Kommentaren), kann es eben mal bei anderen dringlichen Aufgaben passieren, dass es drei Tage dauert.
    Herzlich
    Hans-Peter Sander, Blog-Administrator

  6. Lieber Hannes Sander,
    bitte etwas mehr Aufrichtigkeit. Nach Deiner Aussage (bei meinen mehrfachen Nachfragen) hat der Kommentar von mir eine ICV Diskussion ausgelöst, was er übrigens auch sollte. Das dauerte eben. Die beiden folgenden Kommentare von Dir und Herrn Pollmann waren dann abgestimmt und folgten nahezu zeitgleich.
    Wir betreiben unsere confidence-website auch als Blog (wordpress). “Spam, Müll und unerwünschte Werbung in den Kommentaren” wird sehr erfolgreich automatisch ausgefiltert. Jeder Kommentar erscheint sofort, wobei ich zeitgleich eine Mail darüber bekomme. Dann liegt es an mir, wann und ob ich antworte bzw. reagiere. Auf jeden Fall hat der Autor die Sicherheit, dass sein “ernstgemeinter” Kommentar sofort erscheint und evtl. zur Diskussion anregt. Diese Professionalität wird bei unseren Kunden und Interessenten geschätzt. Ist das auf dem ICV-Blog gar nicht gewollt?
    In diesem Sinne weiterhin erfolgreiches “Kommunikations-Kontrolling” wünscht
    Rainer Linse
    ICV-Delegierter Deutschland Süd

  7. @Rainer Linse
    Hallo Herr Linse,
    wenn Sie sich meinen Kommentar vom 20.6. noch einmal durchlesen, werden Sie feststellen, dass ich Ihre Überlegungen begrüßt habe. Außerdem habe ich vorgeschlagen, Ihre Überlegungen gemeinsam (auch) im ICV zu diskutieren. Das bedeutet für mich nicht, die interessante Diskussion an anderer Stelle fortzusetzen. Im Gegenteil, sie schafft nur mehr Aufmerksamkeit. Für diese Diskussion bitte ich Sie herzlich darum, sich die Publikationen (Statement) des Fachkreises Kommunikations-Controlling, nebst WIKI-Einträgen durchzulesen. Somit können wir über die gleichen Dinge diskutieren. Ich meine aus Ihren bisherigen Ausführungen eine andere Auffassung der Aufgaben und Methoden von Kommunikations-Controlling herausgelesen zu haben. Aber ich kann mich irren in der Hektik des Alltags. 😉
    Ich freue mich auf Ihre Antworten und die Fortsetzung der Diskussion.
    Herzliche Grüße aus einem sommerlichen Augsburg
    Ihr
    Rainer Pollmann

  8. Hallo Herr Pollmann,
    seit ca. zehn Jahren verfolge ich die Arbeit des Fachkreises Kommunikations-Controlling und freue mich sehr, dass in den letzten vier Jahren ein gewisser Arbeitsfortschritt (auch in den Veröffentlichungen und in der Übernahme von Vorarbeiten anderer Verbände und Fakultäten) erkennbar ist. Sie, als Experte, wissen besser als ich, dass das Thema in seiner Vielfalt eher mit “Kommunikations- und Marketing-Controlling” umschrieben wird. So ist es Ihnen durch Ihr “ehrenamtliches” Engagement gelungen, genau dieses Thema bei der CA controller akademie als Fachseminar zu plazieren.
    Auch der separate Blog “KOMMUNIKATIONS-CONTROLLING”, wird offensichtlich von Ihnen gespeist. Allerdings erscheint dort der ICV nur als einer unter mehreren, was zu einer “Verwässerung” der Marke ICV führen könnte. Das war ja der Ausgangspunkt meines ursprünglichen Kommentars. Vielleicht kommt es ja auch darauf an, genügend Teilnehmer für Ihr Fachseminar zu generieren.
    Ich, als “Laie”, sah in diesem Blog als Element des Marketing-Mix eine Möglichkeit, sich zwanglos und zeitnah auszutauschen. Ich wundere mich allerdings seit Jahren, dass hier wenig läuft. Letztendlich sind es meistens die Details, die Erfolg oder Mißerfolg ausmachen. Wie sieht es mit Anzahl und Verweildauer der Besucher aus, wie sind die “Freischalt-” und Antwortzeiten zu erklären, welche Ziele haben sich die Moderatoren gegeben bzw. gesetzt? Wird hier geplant, gesteuert und bewertet? Ob das jetzt die höheren Weihen des “Kommunikations-Controllings” nach Wiki oder “integriert” bekommt, ist für mich eher zweitrangig.
    Ihnen, Herr Pollmann, ist es jedenfalls hervorragend gelungen, das Thema mit Ihrer Person zu verknüpfen. Der ICV kann davon auch profitieren.
    Viele Grüße
    Rainer Linse
    Delegierter Deutschland Süd

  9. Hallo Herr Linse,
    es freut mich sehr, dass Sie den Fachkreis so intensiv verfolgen. In den letzten 10 Jahren hatte ich fast den Eindruck gewonnen, dass wir innerhalb des ICV nur vom Vorstand wahrgenommen werden. 😉
    Dass Sie das Thema mit meiner Person verknüpfen, zeigt mir, dass wir in der Wahrnehmung bei unseren Stakeholdern auch damit im Fachkreis erfolgreich waren:
    Dr. Stobbe als Leiter steht für den Fachkreis in der Welt der “Kommunikatoren” und der anderen Fachverbände (DPRG, BdP, Kommunikationsverband, PRVA und prsuisse).
    Als sein Stellvertreter repräsentiere ich den Fachkreis im ICV.
    Dr. Buchele steht für den Fachkreis (und damit für den ICV) in einer internationalen Task Force, in der renommierte Universitäten aus den USA, Kanada, Australien und Norwegen sowie internationale PR-Verbände vertreten sind.
    Prof. Dr. Storck steht für den Fachkreis in der akademischen Welt und der DAX-Unternehmen.
    Dr. Schmidt sorgt für die Kooperation mit den anderen Fachkreisen des ICV.
    Wir haben hier eine Aufgabenteilung im Leitungsteam gefunden, die den Fachkreis und damit den ICV national und international gut präsentiert.
    Was die Kommunikationssteuerung des ICV betrifft, da sind wir hier auch aktiv, so dass wir Ihre Fragen (z.B. Verweildauer dieses BLOGS) auch werden beantworten können.
    Ihre Anmerkung, dass ich in m e i n e m BLOG KOMMUNIKATIONS-CONTROLLING n i c h t ausschließlich über den ICV berichte, erschließt sich mir nicht.
    Ansonsten habe ich Schwierigkeiten, Ihre Absicht und Zielsetzung Ihrer Posts zu verstehen. Das zeigt mir wieder, dass solche Diskussionen in der Tat persönlich besser zu führen sind, weil Missverständnisse sofort ausgeräumt werden können.
    Mit den besten Grüßen
    Rainer Pollmann

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