Controlling heute Rosita Blaha

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Archiv für die Kategorie ‘Methoden & Erfahrungen’

„Wie entwickeln sich die Controlling-Gehälter?“

14. Februar 2017

Wie entwickeln sich die Gehälter im Controllingbereich? In der aktuellen Benchmark-Studie „Gehalt und Boni der Controller“ rückt das WHU Controller Panel die Vergütung von Controllern in den Fokus und lädt alle ControllerInnen zur Online-Umfrage ein. Wer teilnimmt erhält lt. Initiatoren exklusiv einen Benchmark-Bericht.

In der Studie werden die Vergütung sowie verschiedene Facetten des Controllerberufs untersucht, darunter Arbeitszeit, Controllingerfolg und Jobzufriedenheit. Durch die Teilnahme an der Studie profitieren die Respondenten von ausführlichen Benchmarks, versichern die Initiatoren. So sollen sie erfahren, wie der Controllingbereich ihres Unternehmens im Vergleich zu anderen Unternehmen aufgestellt ist. Die Teilnehmer erhalten zudem die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen mit den Benchmarks der Studie nach Branche, Unternehmensgröße und Berufserfahrung zu vergleichen. Steht eine Gehaltsverhandlung an, so können die Ergebnisse der Studie als wertvolle Orientierung dienen.

Die Beantwortung des Fragebogens dauert – nach vorheriger kostenfreier Registrierung im WHU Controller Panel – ca. 10-15 Minuten. Die Teilnahme ist bis zum 19. März 2017 möglich. Die Umfrage ist anonym, die Angaben werden vertraulich behandelt.

Hier geht es zur Studie: WHU Controller Panel.

Panel Schaeffer Weber

Das WHU Controller Panel unter der Leitung von Prof. Dr. Utz Schäffer (Mitglied im ICV-Kuratorium) (links im Bild) und Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Weber (Vorsitzender ICV-Kuratorium) (rechts) wurde 2006 in Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) gegründet. Seit 10 Jahren bietet das Panel wissenschaftlich fundierte Analysen und praxisrelevante Benchmarks zu wichtigen Facetten des Controllings. Über 1.000 Mitglieder nehmen regelmäßig an den Studien teil; darunter ein großer Anteil ICV-Mitglieder.

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„Schluss mit hektischem Endspurt!“ – ein Gastbeitrag unseres Firmenmitglieds The Hackett Group

19. Dezember 2016

Auch zum Ende des Fiskaljahres 2016 entwickeln viele Unternehmen eine hektische Betriebsamkeit, um ihren Cash-flow-Bericht zu schönen: Zahlungen an Zulieferer werden über Gebühr verzögert, ausstehende Rechnungen werden rigoros eingefordert und die Lager und Bestände werden abgebaut. So wird die Working Capital Performance kurzfristig optimiert – diese Liquiditätskosmetik übersteht aber kaum das erste Quartal des folgenden Geschäftsjahres.

_paul8474Ein Gastbeitrag von Paul Moody, Direktor bei REL, einer Tochter unseres ICV-Firmenmitglieds The Hackett Group. Moody ist verantwortlich für die Projektplanung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schwerpunkte sind u.a. Working Capital Management und Supply Chain Optimierung. 

Die hektischen Maßnahmen zum Ende des Geschäftsjahres erinnern oft an Radikaldiäten: Das abgebaute „Gewicht“, also die so verkürzte Kapitalbindungsdauer, wird schnell wieder im YoYo-Effekt aufgebaut und zeitigt zudem ungesunde Nebenwirkungen: Das Geschäftsjahr wird unter falschen Voraussetzungen gestartet, die nichts mit der realen Marktsituation zu tun haben, die Unternehmensstruktur und -strategiewerden falsch belastet und ungenügend umgesetzt. Auch die Beziehungen zu den Zulieferern werden empfindlich gestört und der Kundenservice wird negativ beeinflusst  – langfristig wird die Profitabilität gefährdet durch solcherart Endspurt.

Zehn Gebote für nachhaltige Verbesserung ohne YoYo-Effekte

Dabei gibt es Regeln und Gebote, mit deren Befolgung die Kapitalbindungsdauer nachhaltig verkürzt und die Unternehmensliquidität ebenso nachhaltig optimiert wird. Ihr Vorteil: Sie sind relativ einfach umsetzbar in die unternehmerische Praxis, obwohl sie die für die Working Capital-Effizienz wichtigen Prozesse und Verfahren beeinflussen und verbessern – ohne jegliche hektische Torschlusspanik vor Ende des Fiskaljahrs.

  1. Das unternehmerische Rechnungswesen und die Finanzabteilung müssen sich auf die wichtigen Kundenkonten konzentrieren und strategisch wirksame Forderungstechniken entwickeln – mit korrekten und fairen Kreditbedingungen und Zahlungszielen für die Kunden.
  2. Ein aktives Beschwerdemanagement, basierend auf klaren internen Vorgaben und Transparenz bezüglich Preisen, Skonti und sonstigen Preisabschlägen, Qualitäts- und Mengenzusagen, etc. verhindert Zahlungsverzögerungen und verbessert den Kundenservice.
  3. Die Zahlungsbedingungen und –ziele für wichtige Schlüsselkunden müssen sorgfältig analysiert und angepasst werden.
  4. Entsprechend müssen die Zahlungsbedingungen mit den Lieferanten vereinbart werden, um die Liquidität sicherzustellen und Forderungen und Verbindlichkeiten zu harmonisieren.
  5. Zahlungsroutinen müssen neu ausgerichtet werden: Zu schnelle Zahlungen müssen abgebaut und Lieferanten müssen gemahnt werden, wenn ihre Vertragstreue zu wünschen lässt. So wird Liquidität geschaffen und die Prozesseffizienz gesteigert.
  6. Bestandshaltung und Warenwirtschaft muss soweit wie möglich auf schnelldrehende und saisonal beeinflusste Posten hin ausgerichtet werden, um überflüssige Bestände gegen Jahresende zu vermeiden.
  7. Die Planung zum Jahresende muss bereits die Bedingungen im folgenden ersten Quartal berücksichtigen. Zudem sollten die Kunden die Möglichkeit haben, Jahresendlieferungen zu speziellen Bedingungen zu erhalten. So kann der Abverkauf forciert werden mit der Folge weiterer Bestandsreduzierung.
  8. Langsamdrehende Produkte und Fertigwaren, die zu veralten drohen, müssen rasch verkauft werden, um Wertberichtigungen/Abschreibungen zu vermeiden.
  9. Die funktionalen Kennzahlen müssen direkt mit den unternehmensweiten Working-Capital-Zielen verknüpft werden. Dazu gilt es, auch den Grad der monatlichen Leistungsentwicklung zu definieren, mit dem die Jahresendziele erreicht werden können.
  10. Schließlich muss ein vollständiges Berichtswesen installiert werden, das die Auswirkungen all dieser Working-Capital-Einflussfaktoren exakt erfasst und abbildet: Sowohl für den Geschäftsalltag, als auch für das Management, das durch die so geschaffene Transparenz auch die langfristige Nachhaltigkeit der Veränderungen sichern kann.

Doppelte Auswirkung

Wenn diese zehn Gebote konsequent und stringent befolgt werden, stellen sich nicht nur sehr schnell Erfolge ein – damit wird auch die Grundlage geschaffen für eine nachhaltige Working Capital-Optimierung: Prozesse werden effizienter, die Mitarbeiter ändern zielgerichtet ihr Verhalten, der Umgang mit und das Verhältnis zu Kunden und Zulieferern wird optimiert.

Aber auch bei der Umsetzung dieses Programms steckt der Teufel im Detail: Diese zehn Gebote müssen exakt und mit Vorbedacht befolgt werden. Es genügt also nicht, nur die Diskrepanz zwischen dem Status quo und den strategischen Zielen zu definieren. Die Unternehmen müssen die Lagerhaltung und Warenwirtschaft und das prozessuale Wechselspiel zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten gründlich analysieren und verstehen. Nur dann können sie Optimierungschancen erkennen und auch umsetzen.

Noch einmal: Nur kurzfristig wirksame kosmetische Maßnahmen im Working-Capital-Bereich wie eingangs beschrieben, kommen die Unternehmen oft teuer zu stehen und belasten das Verhältnis zu den Kunden und den Zulieferern. Strukturelle Veränderungen durch die Befolgung dieser zehn Gebote sind übers Jahr gesehen (und langfristig darüber hinaus) weitaus produktiver und erfolgreicher.

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CCS2016 (4): Stimme-voller Ausklang

24. November 2016

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Die Zuhörer „wieder herunterbringen von high-level Themen wie Digitalisierung auf das ganz menschliche: die Stimme“, hat sich die letzte CCS-Referentin vorgenommen: Monika Klinger, Atem-, Stimm- und Sprechtrainerin, externe Seminartrainerin der CA Akademie AG. „Ihre Stimme – der Schlüssel zum Erfolg“, ist ihr Vortrag überschrieben.

Ein lehrreicher, vielfach verblüffender Vortrag! Es wird klar: „Nicht was, sondern wie man etwas sagt, ist entscheidend.“ Überzeugend vermittelt Monika Klinger ihre Botschaft mit Beispielen, wie etwa: Die unterschiedliche Betonung einzelner Wörter in einem Satz wie – „Sie sollten diese Zahlen ernst nehmen!“ – führt zu ganz unterschiedlichen Aussagen. (Probieren Sie es einfach mal aus, liebe Leser!)

Mit einer kleinen Übungseinheit nimmt die Referentin ihre Zuhörer begeisternd mit.

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Ein Feuerwerk nützlicher Tipps: „Jeder Sprecher hat eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihm zuhören (müssen).“ / „Nehmen Sie Stimmtraining in Ihr persönliches Fitness-Programm auf!“ / „Die Stimme ist kein Schicksal: Man kann lernen, darauf zu spielen, um damit erfolgreich die Zuhörer zu erreichen.“

Großartig!

 

 

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CCS2016 (3): Was SPA mit Vertriebsplanung zu tun hat

24. November 2016

Networking auf der Controlling Competence Stuttgart – CCS 2016: Die rund 150 CCS-Gäste nutzen die Kaffeepause für angeregte Gespräche. That’s ICV!ccs2016-pause

Den Vortrag nach der Pause, „Integrierte Vertriebsplanung bei der Blanco-Gruppe“ hält ICV-Vorstand Matthias von Daacke, Director of Controlling, Blanco GmbH & Co. KG. Darin zeigt er u.a., wie Mix-Effekte zielgenau zu adressieren sind, wie Szenario-Planungen die integrierte Vertriebsplanung bereichern. Er erläutert, wie IT-Lösungen und datengetriebene Prognosen „aus dem ‚Collector‘ einen Controller machen“ – und damit den Weg zum Business Partner unterstützen.ccs2016-daacke

Die Episode sorgt für Heiterkeit; als von Daacke erzählt, wie er die legendären Haufe-Post-its mit dem Slogan „Controller an die Macht!“ gelegentlich hausintern verwendet… Durchgängig gelingt es dem Referenten, die Zuhörer ins BLANCO SPA zu locken: mit detaillierten Einblicken in die Praxis seines Unternehmens – u.a. mit der Sales Planning Application (SPA).

Am Schluss seines Vortrags empfiehlt von Daacke seinen Zuhörern, sich als Controller stets zu fragen: „Versteht uns der Gegenüber?“ – Sein Rat: „Lassen Sie uns mehr in die Rolle unseres Gegenüber versetzen!“

 

 

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CCS2016 (2): Digitalisierung: „Riesenchance mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun…!“

24. November 2016

ccs2016-seufertDem Titel seines Vortrages, „Digitale Transformation – Auswirkungen auf Unternehmenssteuerung…und Controlling“, setzt der nächste Referent der CCS 2016 gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen hinzu. Prof. Dr. Andreas Seufert, Hochschule Ludwigshafen, Leiter Business Innovation Lab, Direktor Institut für Business Intelligence/Steinbeis Hochschule Berlin, Leiter des ICV-Fachkreises BI & Big Data, spricht über die Rolle des Controllings in der digitalen Transformation. Seufert ist davon überzeugt: Der Wandel ist eine „wahnsinnige Herausforderung und Chance“. Und fügt hinzu: „Mit einem Wermutstropfen: Wir müssen einiges tun!“

Professor Seufert hält Ratschläge parat:

  • „Disruption wird erwartet. Aber man bereitet sich kaum darauf vor. „Starten Sie jetzt!
  • Investieren Sie in IoT EcoSysteme!
  • Investieren Sie in Wissen (z.B. um „Rohstoff Daten“ nutzen zu können…) und skalieren Sie dieses Wissen in Ihrer Organisation!

Wenn Controlling als „Business Partnering“ verstanden wird und sich das Business radikal verändert, bedeutet das, so der Referent: Controlling ist von Digitalisierung ganz besonders betroffen! Auf zwei Bereiche geht Seufert vertieft ein: Wie kommt man im Unternehmen an Infos ran – und wie kann man diese „veredeln“ (Analytik)?

Beide Methodenkompetenzen sind gefragt, fasst Seufert zusammen: „Business“ UND „Umgang mit Daten“.

Die Frage aus dem Zuhörerkreis nach den Perspektiven des Controllerjobs beantwortet Seufert so: „Die Entwicklung geht in Richtung Business Partner mit unterschiedlichen Rollen. ‚Daten Analyst‘ ist eine davon.“

Ein spannender, informativer Vortrag, der für einige Diskussionen in der anschließenden Kaffeepause gesorgt hat.

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CCS2016 (1): Vom Datensammler zum Controller 3.0

24. November 2016

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Knapp 150 Gäste begrüßt Siegfried Gänßlen, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV) zur ICV-Tagung Controlling Competence Stuttgart – CCS 2016.

Als Hausherrin ergreift Nicole Reimer, Geschäftsführerin IBM Deutschland GmbH, Vice President Finance DACH IMT, im IBM Client Center Ehningen bei Stuttgart das Wort. Die Finanzleiterin der IBM Deutschland hat ihre einleitende Präsentation „Finance goes Cognitive“ betitelt. Nicole Reimer sieht die Finanzbereiche der Unternehmen jetzt „so mächtig, wie andere Geschäftsbereiche es nicht sind“ und begründet ihre Sicht: „Weil wir das ‚Gold‘ der heutigen Zeit besitzen: Daten.“ Welche aktuellen Herausforderungen stehen vor Finanzbereichen? Die IBM-Finanzchefin nennt Effizienzdruck, Komplexität und Dynamik an erster Stelle. Die IBM sieht in Advanced Analytics und kognitiven Lösungen dafür die passende Antwort. Nicole Reimer empfiehlt, auf neue Entwicklungen und Wendungen  z.B. mit predictive solutions vorbereitet zu sein.ccs2016-ibm

„Trends und neue Geschäftsmodelle – Herausforderungen für das Controlling?“ ist danach das Thema von Markus Deutsch, Leiter Business Model Innovation, KPMG AG. Er startet mit einem „Friedhof der analogen Produkte“, auf dem vom Gitarrenstimmer bis zur Antibabypille viele bekannte Dinge – auch überraschend- ruhen. Er führt Beispiele an, die belegen, dass „das Fortschreiben der Gegenwart in die Zukunft schon oft missglückt ist“.

Zu den 8 vorgestellten aktuellen Megatrends, die seiner Meinung nach unsere Zukunt bestimmen, gehören Digitalisierung, Konnektivität/Vernetzung (außerdem: demografischer und sozialer Wandel, Individualisierung, Globalisierung, weltweite Machtverschiebung, Klimawandel und Ressourcenknappheit, Urbanisierung). Weil Trends auf die Rahmenbedingungen eines Unternehmens wirken – sie verändern teils disruptiv den Handlungsspielraum in dem sich Unternehmen bewegen – sind diese zu beobachten und zu analysieren. Deutsch mahnt, Unternehmen müssten ständig ihr Geschäftsmodell hinterfragen. Die sich für das Controlling aus der Digitalisierung ergebenden Herausforderungen fasst er plakativ so zusammen: Die Entwicklung gehe „vom Datensammler zum Controller 3.0“. Nachdenken löst sein Zitat aus einer Studie aus, wonach 63% der Controller-Tätigkeiten im automatisierbaren Bereich liegen…

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CIS 2016 (9): Ehemaliger Skirennläufer zum mentalen Umgang mit Rückschlägen

18. November 2016

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Mit einem spannenden, bewegenden Vortrag schließt nun die CIS 2016: „Mit mentaler Stärke Ziele erreichen – und aus Rückschlägen gestärkt hervorgehen“. Auf der Bühne steht Matthias Lanzinger, ehemaliger Weltcup Ski-Rennläufer, eine beeindruckende Persönlichkeit, die schwere Rückschläge mit mentaler Stärke eindrucksvoll bewältigt hat.

Am 2. März 2008 war der damals 27-jährige Skirennläufer Matthias Lanzinger beim World-Cup-Super-G in Kvittfjell so schwer gestürzt, dass ihm zwei Tage später der linke Unterschenkel amputiert werden musste. Ganz Österreich verfolgte den Weg zurück in sein neues Leben.

Im moderierten Gespräch beschreibt er nun auf der CIS 2016, mit welchen Methoden er mentale Stärke entwickelte, Motivation für neue Ziele schöpfte und aus Rückschlägen gestärkt hervorging.

Ein packender, emotionaler Schlusspunkt der CIS 2016!

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CIS 2016 (8): Zalando Controlling-Chef zum agilen Reporting in der digitalen Wirtschaft

18. November 2016

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Das Thema „Digitale Transformation“ setzt sich auf der CIS 2016 fort. Dr. Jörg Engelbergs, Vice President Controlling, Zalando SE, Berlin, Mitglied des ICV-Kuratoriums, hält seinen Vortrag: „Controlling.com – Agiles Reporting in der digitalen Wirtschaft“. Es geht um Anforderungen an das Reporting in .com-Unternehmen: Welche Anforderungen stehen beim Zalando-Controlling? Wie werden diese erfüllt? Dr. Engelbergs beschreibt drei Eckpunkte für effektives Reporting: Workflows verbessern, Konsistenz der Daten sichern, Prozesse verschlanken durch Automatisierung.

Eingangs habe man sich Klarheit verschafft, welchen Zweck die Reporting-Systeme erfüllen sollen. Von „One-Page-only!“ bis zu beim Empfänger Nutzen stiftenden KPIs reichen die Anforderungen. Zentrale Forderung: „Lass uns anhand der Reports über Dinge sprechen, die wir beeinflussen können!“ Eine wesentliche Quelle sind bei Zalando Infos, die bei den Kunden gewonnen werden: „Was brauchen die Kunden?“

Sinn und Zweck von Reports ist eine zentrale Frage. Dr. Engelbergs verweist in diesem Zusammenhang auf die Messbarkeit, ob Reports von den Empfängern eigentlich gelesen werden. (Tipp!) Er berichtet von anfänglich bei Zalando eingerichteten, sich regelmäßig wiederholenden „Aufräum-Aktionen“, bei denen es um die Kernfrage geht: „Was muss verbessert werden?“ Ein „Tool-TÜV“ sorge dafür, dass jeder Report immer wieder auf den Prüfstand kommt. Von den zugrunde liegenden Datenströmen bis zum Layout müssen sich dort alle Komponenten bewähren.

Auch diese „Insights“ in Dr. Engelbergs CIS-Vortrag – in das Reportingsystem von Zalando und in Lösungsansätze zur kontinuierlichen Anpassung und Verbesserung in einem dynamischen Umfeld – geben den Zuhörern praktische Tipps für ihre tägliche Arbeit.

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CIS 2016 (7): Podiumsdiskussion „Digitalisierung und die Herausforderung neuer Geschäftsmodelle“

18. November 2016

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„Die digitale Transformation und die Herausforderung neuer Geschäftsmodelle – Was ist Hype, was ist Realität?“, ist die traditionelle CIS-Podiumsdiskussion in diesem Jahr überschrieben. Moderatorin Mag. Susanne Dickstein von den „Oberösterreichischen Nachrichten“ begrüßt Peter Thamm, Daimler AG, Mathias Farthofer (2.v.l.), als „Chefstratege“ der voestalpine AG vorgestellt, und FH-Prof. Dr. Andreas Auinger (Bild links), FH Oberösterreich, auf der Bühne.

Die Entwicklung ist real, die Herausforderungen sind vielfältig, sich eröffnende Chancen gilt es zu erkennen und zu nutzen, genauso wie mit Risiken umgegangen werden muss und herrschende Ängste ernst genommen werden müssen.

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CIS 2016 (6): Working Capital Management als „Hygienefaktor“ nachhaltigen Erfolgs

18. November 2016

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„Excellence im Working Capital Management“ ist jetzt auf der CIS 2016 das Thema von Dipl. Ing. Roland Faihs, Vorstand Finanzen, Produktion & Technik, delfortgroup, Traun (A). Ein weiterer methodischer Vortrag in Steyr, der Insights in das „running business“ – hier am Beispiel der Papierindustrie – gewährt. Faihs erläutert eingangs, warum sich sein Unternehmen dem Working Capital Management (WCM) seit 2006 widmet. Für Faihs ist WCM ein Hygienefaktor, der den langfristigen Erfolg sichert. Das Unternehmen hat sich für zwei „Leading Key Operation Ratios“ entschieden: EBIT und „Working Capital % vom Umsatz“. Es geht um nachhaltige Maßnahmen, im Unterschied zum so genannten „Window-dressing“, erklärt der Finanzchef. Er zeigt den Weg auf von der kurzfristigen Cash-Optimierung zum integralen Beitrag zur Unternehmenssteuerung. „Einblicke“ gibt Faihs in das Working Capital Reporting und in entsprechende Kennzahlen der delfortgroup. Dabei geht er auch auf potenzielle Zielkonflikte „Ergebnis vs. Working Capital“ ein. Das gezeigte Ergebnis des Verbesserungsprozesses kann sich sehen lassen: der Anteil des Working Capitals in % vom Umsatz ist von eingangs knapp 22% auf 9% gesenkt worden. Faihs lässt die Zuhörer abschließend an seinen interessanten Überlegungen zum WCM in einer „absurden Zinslandschaft Europas“ teilhaben: „Macht das WCM da eigentlich noch Sinn?“ – Für Roland Faihs steht er Entschluss fest: „Wir werden unseren Weg weiter gehen.“

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Oi Torpedo