Beeindruckend sind die Einblicke, die nun Christian Dummler, CFO Zeppelin GmbH, Garching b. München, auf dem 45. Congress der Controller gewährt. Unter der Überschrift, „Transformation & Disruption: Digitaler Wandel bei Zeppelin“, zeigt er anhand praktischer Beispiele, wie Zeppelin die digitale Transformation lebt.

Mit erkennbarem Stolz verweist Dummler auf eine lange Tradition von Pioniergeist in seinem Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,3 Mrd. EUR mit ca. 10.000 Mitarbeitenden an 220 Standorten in 41 Ländern erwirtschaftet hat. Schon Graf Zeppelin sei mit der Entwicklung des Luftschiffes „disruptiv“ gewesen, habe er doch den Heißluftballon als Fluggerät abgelöst.

Die aktuellen Herausforderungen leitet Christian Dummler aus erheblichen Potenzialen zur Produktivitätssteigerung in der Bauwirtschaft ab. Auf die Frage der nötigen Produktivitätsverbesserungen sieht man bei Zeppelin vielfältige Antworten: digitale Vernetzung und Management von Bauprozessen, Maschinensteuerungen, Plattformen und Schnittstellen für Daten- und Maschinenmanagement, Projekt- und Maschinenüberwachung in Echtzeit, innovative Logistik-Systeme etc.

Digitalisierungsthemen sind in der Einheit „Zeppelin Digit“ zusammengefasst. Die Digitalisierung hat drei ambitionierte Kernziele: durch die digitale Transformation des bestehenden Geschäfts will man „Digitaler Branchenprimus“ werden, durch die Inkubation neuer Geschäftsmodelle „Digitaler Innovationsführer“ und schließlich durch die Skalierung neuer Geschäftsmodelle „Digitaler Marktführer“.

Wie der Weg zum „integrierten Lösungsanbieter“ und zur „vernetzten Baustelle“ konkret aussieht, davon vermittelt Dummler interessante Eindrücke. Er verweist z.B. auf einen inzwischen 60-prozentigen „Vernetzungsgrad“ der weltweit 100.000 Maschinen in der Zeppelin-Population. Das bedeutet z.B. die massenhafte Gewinnung von Maschinendaten für Wartung bzw. Disposition; eine Grundlage auf dem Weg zum vollautomatisierten Logistik- und Dispositionsprozess. Die Zuhörer erfahren auch von Zeppelin-Innovationen außerhalb der Bauwirtschaft, etwa wie Big Data bei der Zündkerzenüberwachung Blockheizkraftwerken genutzt wird oder Datenlösungen für so prominente Kunden wie Viking River Cruises, eines der größten Flusskreuzfahrtunternehmen Europas, Mehrwert generieren.

Höchst interessant auch die Ausführungen des CFO zum Thema „Scale up & Start up Control”; über die Ansprüche und das Controlling von Corporate Startups. Dass es dabei um nachhaltige Gründungen geht, macht Dummler klar: „Wir wollen Geld mit Operations unserer Startups verdienen, nicht mit dem ‘Exit’.“ – Ein von Anfang bis Ende spannender Vortrag!

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