“Nervosität statt Volatilität?”

Heute hat in Fürstenfeldbruck das 2-tägige Anwendertreffen des ICV-Kooperationspartners prevero AG begonnen. Das “prevero forum.13” steht unter dem Leitthema Volatilität.

In seiner Key Note begründete der prevero-Vorstandsvorsitzende Alexander Springer diese Themenwahl; die heutigen Rahmenbedingungen der Unternehmen seien von Volatilität geprägt. Dabei handele es sich nicht um theoretische Diskussionen, sondern um ganz alltägliche massive Schwankungen – von Kundenaufträgen bis zum Ölpreis. Gefordert sei also Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit. Controller hätten ihre Bedeutung als “erste Ansprechpartner des Managements”, denn es gelte “viel kurzfristiger auf Chancen und Risiken zu reagieren”. Die erhöhte Volatilität habe natürlich Auswirkungen auf Business Intelligence Lösungen: Ändern sich die Umgebungen für Unternehmen dynamisch, müssen auch die Steuerungssystem dynamisch sein, so Springer.

Ein Kernthema von prevero ist “Predictive Planning”, das Alexander Springer als “Echolot für die sichere Navigation der Unternehmen” bezeichnet. Es ermögliche unterjährige Prognosen, ein “regelmäßiges Planspiel”. Wiederholt appellierte Springer für bewusste Einschränkungen: Planung sollte weniger detailliert, aber öfter stattfinden – einen (besseren) Überblick gewinne man zudem, wenn man zu Einschränkungen bereit sei. Mit einer interessanten wie provokanten Frage beschloss Springer seine Einleitung: “Nervosität statt Volatilität?” – Sind die massiven Schwankungen heutzutage eine neue Normalität, oder wird unter dem Stichwort Volatilität “von Softwarehäusern und Beratern nur wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben?”

Dass dem nicht so ist, stimmte ihm Prof. Dr. Heimo Losbichler, Stv. Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV) und Vors. der International Group of Controlling (IGC), wenig später in seinem Vortrag “Controlling – Die Unternehmenssteuerung von morgen” zu. Anhand eindrucksvoller Beispiele skizzierte Prof. Losbichler eine weltweit zunehmend komplexe wie volatile Wirtschaft. Der Studiengangsleiter „Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement“ der Fakultät für Management an der FH Oberösterreich in Steyr lieferte Denkanstöße, wie in einem solchen Wettbewerbsumfeld Unternehmen geführt werden müssen. Dazu zählen bei Losbichler u.a. die “Triple-A Unternehmenssteuerung” (Agility / Adaptability / Alignment), ebenso wie einen Gesamtblick zu bewahren, für “abstrakte Regeln” und Selbstorganisation zu sorgen oder auch auf die Zukunft vorbereitet zu sein, indem für Flexibiltät durch einen Plan B oder auch Plan C usw. gesorgt werde. Der Grundlagenvortrag im Plenum fand großen Anklang, und während des prevero-Forums folgende Referenten bezogen sich wiederholt auf Losbichlers Aussagen.

prevero losbichler small

Prof. Dr. Heimo Losbichler (Mitte) mit den prevero-Vorständen Matthias Thurner (links) und Alexander Springer (Vorstandsvorsitzender).

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