Verleihung ControllerPreis 2012: Otto Group erhält renommierten ControllerPreis

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Direktor, Institut für Management und Controlling (IMC) an der WHU – Otto Beisheim School of Management, Vallendar, und Vorsitzender des Kuratoriums des ICV

Die Otto Group Hamburg hat soeben in München den diesjährigen “ControllerPreis” des Internationalen Controller Vereins (ICV) erhalten. Ausgezeichnet wurde das Projekt “Einführung einer Prozesskostenrechnung im Service Center Lieferantenverkehr”, das der ICV als Kern einer mustergültigen Steuerung von internen Prozessen sieht.

Der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, WHU – Otto Beisheim School of Management, erläuterte zunächst die in diesem Fall zwei wichtigen Entscheidungskriterien der Jury:

a) es handelt sich um ein Dienstleistungsbeispiel (Service-Center Lieferantenverkehr)

b) es handelt sich um ein wohlbekanntes Instrument, das sich aber bislang in Unternehmen nicht so durchgesetzt hat: die Prozesskostenrechnung

Dem Preisträger ist es gelungen, diese beiden Aspekte erfolgreich zu kombinieren.

Weitere Aspekte, die für die Preisvergabe an die Otto-Group sprachen, waren:

a) es ist ein grundlegender und umfassender Umgestaltungsprozess eingeleitet worden. Die Dienstleistungsproduktion wurde neu aufgestellt und ein professionelles Dienstleistungsmanagement sowie ein neues Preismodell eingeführt;

b) zudem habe das konsequente Change Management zu deutlichen Effizienzverbesserungen geführt, in deren Ergebnis neben reduzierten Stückkosten der Dienstleistungen vor allem eine hohe Zufriedenheit der internen Kunden erzielt wurde.

Im Bereich Kreditorenbuchhaltung verarbeitet das Service Center rund 450.000 Rechnungen jährlich für 10 Konzerngesellschaften. Bei den Gesamtkosten von 3,8 Mio. EUR im Lieferantenverkehr sieht Michael Felix, Leiter Service Center Lieferantenverkehr der Otto Group, “namhafte Beträge, die etwa die Tochtergesellschaften einsparen können.” Die wesentliche Weiterentwicklung mit dem realisierten Projekt bestehe darin, “dass sichtbar wird, wo die Ansatzpunkte für Kosteneinsparungen liegen. Die geschaffene Transparenz hat die Einstellung zu solchen nachgelagerten Prozessen wie etwa in der Kreditorenbuchhaltung verändert, denn es wird deutlich, dass man mit dem eigenen Tun Kosten reduzieren kann. Wir entwickeln uns von den klassischen Gemeinkosten, die auf das Gesamtunternehmen berechnet werden, weiter zu Kosten, die auf einzelne Organisationseinheiten, auf Warengruppen bis hin zu einzelnen Artikeln weiterberechnet werden können.”

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