Von Dr. Hendrik Vater/Hans-Peter Sander

Die Kurzstudie in den „Controller´s e-News“ im November 2013 bestätigt die Ergebnisse des ICV-Fachkreises „Working Capital Management“. Working Capital Management ist Controllingaufgabe, wie 91% der befragten Controller meinen. Dies ist nicht erstaunlich: Neueste Erkenntnisse aus dem Fachkreis zeigen, dass ein dauerhaft erfolgreiches WCM nur dann erreicht werden kann, wenn die cash-relevanten Geschäftsprozesse optimiert und um einen durchgängigen Controllingprozess ergänzt werden: Zielfindung, Planung, Reporting und vor allem Steuerung des Working Capital. So sehen sich auch 70% der Befragten beim WCM direkt eingebunden. Warum wird schnell klar: Der dem WCM inhärente Funktionenkonflikt braucht einen Fürsprecher und Moderator. Hier kann das Controlling einen entscheidenden Wertbeitrag leisten.

Die Kurzstudie zeigt jedoch auch die Schattenseite: Lediglich knapp die Hälfte der Befragten ist mit ihrer Einbindung zufrieden. Noch schlechter sieht es aus, wenn man auf den Grad der Zufriedenheit mit dem eigenen Working Capital Management schaut: Hier sind nur 40% zufrieden, während 60% explizit Verbesserungsbedarf sehen. Dies erstaunt nicht, denn WCM kann nur dann nachhaltig erfolgreich betrieben werden, indem Transparenz geschaffen, einheitliche Ziele definiert, geplant und nachverfolgt werden und die Interessen einzelner Funktions- und Geschäftseinheiten auf ein einheitliches Gesamtunternehmensziel ausgerichtet werden. Der Controller übernimmt die Funktion des internen Schiedsrichters und sorgt für ausbalancierte Interessen.

Die Erkenntnisse aus der Fachkreisarbeit des ICV zeigen, ein erfolgreiches WCM erfordert die aktive Steuerung durch Controller.

Literatur: ICV, Working Capital Management – Leitfaden für die nachhaltige Optimierung von Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten, Haufe-Lexware Verlag, 2013, ISBN-10: 3648046934.

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