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Der ICV-Arbeitskreis Zürich/Ostschweiz hat sich bei World Vision Schweiz in Dübendorf (CH) getroffen. Giovanni Miraglia, Direktor Finanzen und Business Intelligence bei World Vision Schweiz, hatte dazu eingeladen, 35 Teilnehmer waren gekommen. Arbeitskreisleiter Markus Steiner berichtet:

World Vision, den Namen der internationalen Hilfsorganisation kennt fast jeder. Nur was steckt dahinter? Wie schafft es diese Organisation, Kindern in Krisengebieten nachhaltig zu helfen und vor allem Hilfe zur Selbsthilfe über viele Jahre aufzubauen? Pablo Canora, Teamleiter Corporate Relations, gab uns in seinem Vortrag hierzu einen Einblick. Beim anschließenden Rundgang überzeugten wir uns von der sehr professionellen Arbeit bei World Vision und waren beeindruckt von der Motivation und Begeisterung der Mitarbeiter.

Giovanni Miraglia (Direktor Finanzen und BI) zeigte uns in zwei Vorträgen auf, welche bedeutende Rolle Business Intelligence und Maschinelles Lernen für das Controlling bei World Vision spielen und wie sie zum Unternehmenserfolg beitragen. Anhand praktischer Beispiele demonstrierte er zuerst direkt im Tool Power BI, wie man damit interne und externe Datenquellen innerhalb von Sekunden verknüpfen, komplette ETL-Prozesse stark vereinfachen und Daten automatisch und sehr einfach als Dashboards visualisieren kann.

Im zweiten Vortrag schilderte Giovanni, wie er mit R, einer Programmiersprache für statistische Berechnungen, die Algorithmen Random Forest und Logistic Regression anwendet, um Aussagen über das Kündigungsverhalten der Spender bei World Vision treffen zu können. Sukzessive wurde die Prognosegenauigkeit erhöht, indem immer mehr Merkmale eingespeist wurden: die Maschine wurde angelernt. Die Muster zum Kündigungsverhalten der Spender werden nun laufend beobachtet sowie Gegenmaßnahmen ergriffen. Auch andere Fachbereiche konnten durch die übergreifende Datenanalyse von neuen Erkenntnissen profitieren.

Professor Andreas Seufert, ICV-Fachkreisleiter „BI / Big Data und Controlling“, zeigte uns die massiven Auswirkungen der digitalen Transformation mit sehr anschaulichen Beispielen aus der Praxis auf. Das Controlling selbst ist als Business Partner in doppelter Weise von der Digitalisierung betroffen: Der moderne Controller sollte einerseits die Implikationen der digitalen Transformation auf die Wertschöpfungskette und das Geschäftsmodell seines Unternehmens verstehen können, andererseits auch seine Methodenkompetenz der Analytik verbessern durch die neuen Möglichkeiten, die BI ihm hierfür bietet.

Durch die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte, kontrovers geführte Diskussion über die Chancen und Risiken von BI-Lösungen im Controlling unter den Teilnehmern. Beim anschließenden Apéro wurde weiter intensiv diskutiert und die Zeit wie immer auch zum Netzwerken genutzt. Das Résumé unseres Treffens: Ein rundum gelungener und sehr gut besuchter Erfahrungsaustausch mit spannenden Diskussionen. Herzlichen Dank insbesondere an unsere Gastgeber von World Vision Schweiz! Wir freuen uns auf den weiteren Austausch zu diesem Thema.

Danke an Markus Steiner, Leiter des ICV-Arbeitskreises Zürich/Ostschweiz, für diese Information!

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