CIS 2015 (4): Franchise-Controlling bei McDonald’s

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Mit Ilka Bukowsky, Department Head, Franchise Controlling McDonald’s Deutschland Inc., München, ist jetzt eine gute Bekannte des ICV an das Rednerpult getreten. Bukowsky hat 2011 als Gewinnerin des ControllerPreises auf dem 36. Congress der Controller in München damals die Sieger-Lösung präsentiert.

Heute spricht sie über “Controlling bei McDonalds”, gewährt Einblicke in ein stark vom Shareholder Value getriebenes Unternehmen. Eingangs stellt sie das aktuelle “Turnaround Framework” ihres Unternehmens vor, berichtet von globaler Reorganisation und Refranchising.

Welche Auswirkungen hat das auf das Controlling? “Bei uns ist der Wandel in vollem Gange und wir müssen seitens des Controlling diesen Wandel natürlich unterstützen”, so Bukowsky.

In Deutschland ist McDonald’s bereits von 85% Franchisenehmern betrieben, in anderen Ländern ist diese Quote noch weitaus geringer. Das Ziel sind weltweit 95 Prozent. Entsprechend wichtig ist das Thema Franchise-Controlling im Unternehmen, als “Controlling von unseren und für unsere Franchise-Nehmer”. Es stehe die Aufgabe für das Controlling, Analysen und Auswertungen für derzeit 240 Franchise-Nehmer in Deutschland zu liefern, die “zumeist nicht BWL studiert haben und die sich auch mit KPIs nicht so auskennen, wie Betriebswirtschaftler”. Bukowsky fügt hinzu: “Es muss uns immer klar sein: Das Geld verdient das Unternehmen an der Basis, in den Restaurants. Deshalb brauchen wir eine Balance zwischen Strategie und Daily Business.” Unter anderem wurde ein Self Service Reporting aufgesetzt, unterstützt von Tools wie “myFinance” bzw. “myRestaurant”, die kurz vorgestellt werden. Interessant: Es ist nun komfortabel ein Benchmarking vergleichbarer Standorte möglich. Übrigens wird nicht nur mit Finance-Kennzahlen gesteuert: z.B. wird die Zahl anfahrender Fahrzeuge gemessen.

Bukowsky gewährt auch “Insights” ins “Controlling nach Innen”: Das Controlling als Unterstützer und Berater für das Management will “keinen Massenkram an Daten generieren, der dann gar nicht genutzt wird.” Die Zuhörer lernen das Self Service Reporting kennen: von echtzeitfähig über Single Source of Truth bis zur Sicherung anwenderbezogener Analysen.

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