Controlling heute Rosita Blaha

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Artikel Tagged ‘Siegfried Gänßlen’

Siegfried Gänßlen heute 70: Herzliche Gratulation!

30. Januar 2016

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Heute wird Siegfried Gänßlen 70. Wir wünschen ihm das Allerbeste!

Der Vorsitzende des Internationalen Controller Vereins (ICV) engagiert sich seit 34 Jahren ehrenamtlich im ICV. Große Verdienste hat er sich bei der Professionalisierung, Internationalisierung des Vereins und der Entwicklung der ICV-Fachkreise erworben.

Der gebürtige Stuttgarter hatte mehrere Jahre den regionalen ICV-Arbeitskreis „Südwest“ im Raum Stuttgart/Schwarzwald geleitet, bis er im Jahr 2000 Vorstandsmitglied des ICV und 2004 stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde. Gänßlen ist seit Mai 2007 Vorsitzender des ICV-Vorstandes.

Seine berufliche Laufbahn begann 1974 in Frankfurt/Main als Assistant Manager bei Price Waterhouse im Bereich Audit und Mergers & Acquisitions. Danach war Gänßlen Controller und kfm. Leiter bei der Firma Cooper in Besigheim und später kfm. Leiter bei Karl Dungs in Urbach sowie Kaufmännischer Geschäftsführer bei Hydraulik Ring (Heller AG) in Nürtingen. Von 1994 bis 1999 war Gänßlen Geschäftsführer Controlling, Finanzen und Personal bei der Hansgrohe GmbH & Co.KG. Nach Umwandlung in eine AG war er ab 1999 Stellv. Vorstandsvorsitzender und CFO sowie zuständig für das strategische Geschäftsfeld Amerika, Mittlerer Osten, Afrika und Indien. Seit Mai 2008 war Siegfried Gänßlen Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG, heute Hansgrohe SE, in Schiltach. 2014 hatte er planmäßig den Vorstandsvorsitz an seinen Nachfolger übergeben. Bis Mai 2015 beriet er danach als International Executive Advisor den CEO der Masco Corporation bei der strategischen Ausrichtung der Masco-Gruppe.

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Carmen Zillmer folgt Conrad Günther

12. Januar 2016

Seit 1. Januar hat der Internationale Controller Verein (ICV) eine Geschäftsführerin: Carmen Zillmer folgte Conrad Günther, der sich nach 26 Jahren außerordentlich erfolgreicher Geschäftsführertätigkeit auf eigenen Wunsch beruflich neu orientiert.

Soeben hat der ICV eine entsprechende Presseinformation veröffentlicht. Darin wünscht der ICV-Vorsitzende Siegfried Gänßlen persönlich und im Namen seiner Vorstandskollegen Carmen Zillmer viel Erfolg und dankt Conrad Günther, der „als Geschäftsführer unseres Vereins und als Vorstandsmitglied hervorragende Arbeit geleistet (hat). Seinem Wunsch, ihn von diesem Posten zu entbinden, ist der Vorstand nur schweren Herzens nachgekommen. Wir danken Conrad Günther sehr herzlich, der unseren Verein maßgeblich mitgeprägt und sich bleibende Verdienste erworben hat. Dass er uns ehrenamtlich erhalten bleibt, freut uns im Vorstand sehr und macht uns froh.“

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Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung hat der ICV ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufgeschlagen, die ich seit über 20 Jahren mitgestalte. Conrad Günther war mir ein außerordentlich kollegialer Partner, sehr erfahren und wissend, umsichtig, oft mit großem Geschick ausgleichend.

Carmen Zillmer habe ich in den letzten Jahren zunerst als Mitarbeiterin, dann als Leiterin der ICV-Geschäftsstelle ebenfalls sehr schätzen gelernt. Sie kennt die Prozesse im Verein und hat sich engagiert unter den Akteuren mit Kompetenz, Selbstbewußtsein und Einfühlsamkeit eine starke Position erarbeitet.

Conrad Günther danke ich für eine großartige Zeit und wünsche ihm für seine nächsten Schritte alles Beste! Auf die Zusammenarbeit mit Carmen Zillmer freue ich mich sehr. Alles Gute, viel Erfolg und Freude mit der neuen Arbeit! – Hans-Peter Sander, Leiter ICV-Team PR/New Media

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Am Samstag ist Berlin Deutschlands Controlling-Hauptstadt

5. November 2015

Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Berlin ist zumindest für einen Tag Deutschlands Controlling-Hauptstadt. Die ICV-Arbeitskreise der deutschen Region Ost haben mit großem Engagement die öffentliche „15. Controlling Innovation Berlin – CIB 2015“ für Controller, Manager, Berater, Hochschullehrer und Studenten in Berlin-Adlershof vorbereitet. Herausforderungen an das Controlling aus aktuellen Entwicklungen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und Big Data stehen ebenso auf der Tagesordnung, wie auch wertorientierte Planung, Dezentralisierung bzw. das Outsourcing. Ein Höhepunkt wird die Verleihung des diesjährigen Controlling-NachwuchsPreises sein.

Nach der Eröffnung durch Dr. Walter Schmidt aus Berlin, Executive Advisor des ICV-Vorstands, folgt die Keynote von Prof. Dr. Knut Blind, Chair of Innovation Economics, TU Berlin / Fraunhofer Institute for Open Communication Systems, Berlin, zum Thema „Industrie 4.0 – Herausforderungen für die deutsche Industrie“. Neben dem Innovationspotenzial, Chancen und Risiken von Industrie 4.0 widmet er sich vor allem den daraus folgenden Herausforderungen für das Controlling. „Zentrales und dezentrales Controlling bei bofrost*“ ist anschließend der Vortrag von Thomas Molzberger, Bereichsleiter Controlling Services, bofrost* DL GmbH & Co. KG, überschrieben.

Um 12:15 Uhr wird dann der von Haufe gesponserte Controlling-NachwuchsPreis verliehen. Nach der Laudatio der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Ute Vanini, Fachhochschule Kiel, präsentiert der Preisträger seine Arbeit im Plenum.

Den Nachmittag eröffnen IT-nahe Vorträge. „Verbindung Industrie 4.0 und Controlling“ thematisiert zunächst Dr. Oliver Crönertz, Vertretungsprofessor ABWL HTWK Leipzig / Geschäftsführung Mittsysteme GmbH, Dresden. Dann behandeln Henri Stenzel und Alexander Gadomski, OLAPLINE GmbH, Düsseldorf und Berlin, das Thema „Werttreiber basierte Planung“. Sie gehen u.a. auf Planung und Forecasts, auf Szenarien und Simulationen auf Basis von Steuerungsgrößen und Werttreibern ein. In ihrem Vortrag „Flexible Tools im Controlling“ widmen sich anschließend Steffen Rohr, syconomic GmbH, Leipzig, und Renate Mehner, KNORR Bremse, Berlin, u.a. „Des Controllers liebstes Kind: EXCEL für alle(s)“.

„Wachstumsziele in Kommunikationsziele übersetzen“ ist dann Thema von Dr. Mark-Steffen Buchele, buchele cc GmbH, Leipzig: Was heißt Unternehmenswachstum für die Unternehmenskommunikation? Welche Kommunikationsziele können gesetzt und wie kann gemessen werden, dass diese Ziele erreicht werden?

In ihrem Vortrag, „Outsourcing – Ziele und Praxis“, widmet sich Ursula Freundl, Senior Business Resource Manager MPPD, Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG, Kiel, unter anderem dem Thema „Lokale vs. Internationale Geschäftsprozesse“ und berichtet dazu Erfahrungen aus Unternehmens- und Konzernsicht. Abschließender Höhepunkt der CIB 2015 wird der Vortrag des ICV-Vorsitzenden Siegfried Gänßlen aus Stuttgart sein. Der ehemalige CEO der Hansgrohe SE vermittelt in seinem Vortrag „Herausforderung: zentrales vs. dezentrales Controlling“ praktische Erkenntnisse aus 20 Jahren internationaler Erfahrung.

Das ICV-ControllingBlog wird vor Ort sein und wir freuen uns auf persönliche Gespräche mit vielen Lesern!

15. Controlling Innovation Berlin – CIB 2015 (Twitter: #CIB_konf15):
Sonnabend, 07.11.2015, 10:30-17:30 Uhr; WISTA Technologie-Park Adlershof,
Rudower Chaussee 17, Berlin; Infos & (Last-Minute-)Anmeldungen: www.icv-controlling.com -> Veranstaltungen -> CIB 2015

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Betriebswirtschaftliches zu Industrie 4.0

1. Juli 2015

Ein höchst informatives, praxisnahes, motivierendes wie nachdenklich stimmendes Symposium „Unternehmenssteuerung im Zeitalter von Industrie 4.0“ habe ich gestern gemeinsam mit mehr als 80 Teilnehmern in Ulm erlebt. Einhellige Meinung von Referenten wie Zuhörern: Es geht längst nicht mehr um das „ob“ bei-Industrie-4.0-Mitmachen, sondern ausschließlich um das „wie?“. Hier zeigten Beispiele aus Unternehmen, dass nicht alles, was (technisch) möglich ist, sondern „das Richtige“ zu tun ist. Aber: Wie findet man das?

I4_0 2015 Plenum

Veranstalter des Symposiums waren das International Performance Research Institute (IPRI) und das Institut für Technologie und Prozessmanagement der Universität Ulm (ITOP) in Zusammenarbeit mit der IHK Ulm und dem Internationalen Controller Verein (ICV). ICV-Mitglieder kamen übrigens auch bei dieser Veranstaltung in den Genuss einer ermäßigten Teilnahmegebühr.

Prof. Dr. Mischa Seiter (IPRI, ITOP) führte in das Thema ein und moderierte souverän die Tagung. Eingangs stellte sein IPRI-Kollege, Marc Rusch, den Arbeitskreis Industrie 4.0 mit seinen ersten Arbeitsergebnissen vor. Das waren vor allem Umfrageergebnisse unter den Arbeitskreismitgliedern. Unter anderem sei dabei deutlich geworden, dass Logistik und Produktion am stärksten von Veränderungen durch Industrie 4.0 betroffen sein werden und dass in neuen Geschäftsmodellen und in der Produktion die größten Potenziale für die Unternehmen gesehen werden. Außerdem stellte er erkannte Hauptbarrieren bei der I4.0-Implementierung vor.

Philipp Raunitschke von der Firma ESTA stellte unter der provokatorischen Überschrift „Zeitverschwendung oder Notwendigkeit?“ das Herangehen seines eher kleineren KMU an I4.0 vor. Sein Resümee: „Wir haben nicht vor alles zu tun, was technisch möglich ist, sondern das Richtige.“ Die Beschäftigung mit I4.0 lohne so den betriebenen Aufwand. „Wir sind uns sicher, die Zukunft wird uns Recht geben.“

Harald Klaiber, Mitglied der Geschäftsführung & CFO der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH, zeigte mit seinem faszinierenden Vortrag über das Herangehen seines Unternehmens an I4.0, es gehe längst nicht mehr um die Frage, ob man sich mit dem Thema zu befassen habe, sondern um das „Wie?“. Sein Unternehmen befinde sich in einem Transformationsprozess. Klaiber machte deutlich, dass es keinen „Blueprint“ für I4.0-Einführungen – selber spricht man bei ihm von „Digitalisierung“ – gebe, „jeder muss da seinen Weg finden“. Sein Rat: „Nicht verzetteln! Die relevanten Bereiche identifizieren und darauf konzentrieren!“

Danach stellte Dr. Maximilian Hauske vom Pumpenbauer KSB in seinem Vortrag „Einfluss des Internets der Dinge auf Geschäftsmodelle und Entwicklungstrends in der Pumpenindustrie“, u.a. eine App, KSB Sonolyzer, vor. Mit der App können vor Ort individuelle Geräusche hinsichtlich Effizienz der jeweiligen Pumpe analysiert und Wartungsempfehlungen gegeben werden.

Einen atemberaubend rasanten Überflug über „I4.0- und Big-Data-Anwendungen im Technologie- und Innovationsmanagement“ bot danach Prof. Dr. Leo Brecht (ITOP).

I4_0 2015 Gaensslen redet

Dem Thema „Controlling im Kontext von Industrie 4.0“ widmeten sich anschließend der ICV-Vorsitzende, Siegfried Gänßlen, und Goran Sejdic (IPRI), Koordinator der ICV-Ideenwerkstatt (Bild oben). Sejdic stellte die Ideenwerkstatt-Umfrage „Industrie 4.0 und Controlling“ und den jüngst veröffentlichten Dream-Car-Bericht vor.  Auch bei Siegfried Gänßlen ging es um die wesentlichen, von I4.0 beeinflussten Controlling-Prozesse (angelehnt an das IGC-Prozessmodell). „Industrie 4.0 verändert das Controlling absolut“, zeigte sich Gänßlen überzeugt. „Auch hier werden Controllern viele Routinen abgenommen. Controller wiederum werden zu Veränderungstreibern.“

Zum Abschluss des Symposiums gewährte schließlich Ingo Köder von der Fa. STIHL einige grobe Einblicke in „Industrie 4.0@STIHL“: Wie I4.0 dort angegangen wird, wo STIHL inzwischen steht. Auch, wenn man dort „den Stein des Weisen noch nicht gefunden“ hat, wie Köder formulierte, gab es doch einige konkrete Schilderungen. Besonders interessant macht das der spezifische Umstand, dass STIHL eine besonders hohe Fertigungstiefe hat. Köders Fazit zu I4.0: „Wir werden nicht rennen, aber wir werden weitergehen.“

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Die ICV-Referenten Siegfried Gänßlen (links) und Goran Sejdic (rechts) rahmen die Referenten des Symposiums ein (v.l.n.r.): Marc Rusch, Mischa Seiter, Ingo Köder, Maximilian Hauske, Harald Klaiber, Philipp Raunitschke.

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CIB 2009 (8): „Anders machen, nicht weitermachen!“

19. September 2009

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Jetzt spricht Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe AG und Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller Vereins, zum Thema „Controlling in harten Zeiten“. Eindringlich warnt er vor einer Reduktion des Controllings auf das „Sparkommissar-Dasein“. Gänßlen berichtet detailliert über Erfahrungen seines Unternehmens im Umgang mit der Krise und entwickelt daraus zahlreiche Handlungsempfehlungen für die Zuhörer. „Anders machen, nicht einfach weitermachen – das gilt auch für das Mangement!“, so Gänßlen. Es sei seine „volle Überzeugung: der Controller muss das operative Geschäft hinter der Wertschöpfungskette kennen!“ Aus Erfahrung aus seinem Unternehmen widerspreche er Thesen, Controller seien der „natürliche Feind der Innovation“. Gänßlen fordert: „Controller müssen – und können – Innovationstreiber sein!“ Mehrfach im Folgenden seine Mahnung: „Sparen sie nicht am falschen Ende!“ und fügt stolz hinzu: „Hansgrohe macht keine Kurzarbeit.“ Für die Controller gilt, fasst Gänßlen seine Ratschläge zusammen, „Wer überholen will, muss die Ideallinie verlassen!“ – Ein starker Vortrag zum Abschluss einer sehr gelungenen Tagung „Controlling Innovation Berlin CIB 2009“.

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