Controlling heute Rosita Blaha

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Artikel Tagged ‘CIS 2013’

CIS 2013 (6): Bedrohliches und Hoffnungsvolles

22. November 2013

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Ein weiterer Höhepunkt zum Schluss der 12. Controlling Insights Steyr – CIS 2013: Günther Apfalter, CEO Magna Europe, spricht zum Thema: „Automobilindustrie – Wettbewerbsfähigkeit und Innovation als Treiber nachhaltiger Standortabsicherung“. Der Europa-Chef des viertgrößten Automobilzulieferers der Welt zeichnet ein Bild der Branche im Wandel: Ein Trend ist z.B. der Wandel der Zulieferer zu Entwicklungspartnern der Industrie; ein anderer die Verschiebung der Wertschöpfung in Richtung neuer Märkte. Welche Schritte zu tun sind, den Automobil-Standort Österreich langfristig zu sichern, wird schlaglichtartig dargestellt. Fragen wie Flexibilität werden u.a genauso angesprochen wie F&E-Ausgaben. Tagungsleiter Prof. (FH) Dr. Heimo Losbichler resümiert für den Vortrag eine Balance zwischen „bedrohlichen Szenarien und Hoffnungsschimmer“. Wieder nutzen Gäste die Gelegenheit, anschließend Günther Apfalter Fragen zu stellen.

Losbichler beschließt dann die CIS 2013 und dankt Referenten, Gästen und dem Organisationsteam für eine wieder sehr gelungene Tagung.

Die nächste große österreichische Controlling-Tagung, die 13. Controlling Insights Steyr – CIS 2014, findet am 21. November 2014 statt. – Tipp: Den Termin JETZT schon reservieren!

CIS2014

Als Live-Blogger der CIS 2013 möchte ich besonders herzlich Stefan Rumersdorfer danken, der wieder großartige Fotos gemacht hat, die ich prompt in die Beiträge bauen konnte! Ich freue mich auf eine Fortsetzung unseres Teamworks zum 39. Congress der Controller am 19./20. Mai 2014 in München!

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CIS 2013 (5): „Von der Zukunft nicht überrumpeln lassen“

22. November 2013

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Eine gute Sache sind alljährlich die Podiumsdiskussionen der CIS. In diesem Jahr diskutieren Peter Koestler, Controller der Miba AG (2.v.r.), Rudolf Peterbauer (rechts), Controller der Banner GmbH, Christoph Wurm (links), Vorstand Volkskreditbank AG, moderiert von Alexander Zens (2.v.l.), Redakteur der „Oberösterreichischen Nachrichten“. Unter der Überschrift: „Controlling fünf Jahre nach der Krise – Lehren für die Untternehmenssteuerung von morgen“ wird gefragt, was sich mit der Krise im Controlling der Unternehmen geändert hat.

Peter Koestler verweist auf ein verstärktes Denken in Szenarien, auf einen höheren Stellenwert des Risikomanagements und auf das Working Capital Management als Controlling-Aufgabe. Rudolf Peterbauer ergänzt einen deutlichen Fokus auf die Kostenrechnung und konsequente strategische Arbeit, auch in Richtung Risikomangement. Bank-Vorstand Christoph Wurm sieht erhebliche Veränderungen im Controlling der Banken, vor allem ausgelöst durch eine deutlich belastete Ertragssituation.

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„Unternehmensplanung in saisonalen Märkten – der Ansatz der IFN-Gruppe“ ist nun das Thema von Mag. Johann Habring, CFO der IFN-Holding AG. Er steigt mit Überlegungen „Warum Planung?“ ein und meint: Weil wir uns auf die Zukunft vorbereiten wollen und wir nicht über unendliche Ressourcen verfügen. „Die Zukunft wird uns sicher überraschen, aber sie soll uns nicht überrumpeln.“ Er plädiert für eine Planung als Steuerungsinstrument anstatt Pflichtübung. Habring berichtet ausführlich Erfahrungen mit der Konzernplanung und gibt den interessierten Zuhörern viele konkrete Tipps. Seine „wichtigsten Punkte“ am Schluss beschließt Habring so: „UND: fordern Sie die dezentrale Verantwortung der Abteilungsleiter für die Planungen ein – der Plan ist nicht der des Controllers, sondern des Unternehmens und seiner Bereiche!“

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CIS 2013 (4): Jeder ist mit 27.000 EUR dabei…

22. November 2013

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Nach einer erholsamen, kommunikativen Mittagspause (mit einem leckeren Dessert – super, diese österreichische Küche…!) wird die CIS 2013 pünktlich fortgesetzt.

Die Geschäftsführerin der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, Dr. Martha Oberndorfer CFA, MBA, spricht über „Strategische Aspekte eines erfolgreichen Staatsschuldenmanagements am Beispiel Österreich“. Sie stellt sich als die Person vor, die dafür zu sorgen hat, „dass die Republik jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann“. Jeder (österreichische) CIS-Teilnehmer hat einen persönlichen Anteil an der Bundesschuld in Höhe von 27.000 EUR, startet Oberndorfer in ihren Vortrag. Dann stellt sie die Governance ihrer Behörde vor: ein wesentlicher Punkt ist auch hier die Transparenz. Im weiteren Verlauf geht sie auf Themen wie „Risikoaverse Grundausrichtung“, „Refinanzierungsstrategie“ und „Finanzierungsinstrumente“ ein. Interessant sind auch ihre Ausführungen zur Bedeutung der Reputation in diesem Feld. – Wieder nutzen CIS-Gäste im Anschuss an das Referat die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der lebhafte Beifall zum Abschied zeigt: Die Referentin hat souverän und engagiert einen spannenden Vortrag mit hoch interessanten „Insights“ gehalten. Toll!

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CIS 2013 (3): Liquiditätssteuerung, WCM, Projektmanagement

22. November 2013

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„Liquiditätssteuerung und Working Capital Management bei der Porsche AG“ ist nun das Thema von Dr. Johannes Lattwein (Bild oben, links), Bereichsleiter Corporate Finance & Treasury, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG und Leiter Finanzwirtschaftliche Konzernplanung & Controlling, Porsche Automobil Holding SE.

Nach dem „emotionalsten Part seines Vortrages“, der Vorstellung des Porsche-Konzerns und seines Produktportfolios, wendet sich Lattwein dem Thema Liquidität und dem Liquiditätsmanagement allgemein, in der Automobilindustrie und dann bei Porsche zu. In der Automobilindustrie weit verbreiteten „potenziellen Liquiditätslücken“ wird ein „Integratives Liquiditätsmanagement“ gegenübergestellt, das Lattwein detailliert vorstellt. Breiten Raum nimmt dann das Working Capital Management zur Generierung von Liquidität ein. Wie dabei mit Risiken in verschiedenen Bereichen umgegangen

Die zusammengefassten Erfolsfaktoren sind vielfältig: Im Operativen geht es z.B. um a) die Sensibilisierung für das Thema Liquidität im Unternehmen; b) die Verankerung klarer Verantwortlichkeiten und Informationspflichten; c) um Kommunikation. Auf der Prozessebene geht es u.a. um: a) das Definieren und Dokumentieren, die Incentivierung entsprechender Prozesse.

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Projektmanagement bei der Lisec Holding, einem österreichischen Hidden Champion, widmet sich als nächster Referent der CIS 2013 CEO Mag. Othmar Sailer. Er geht auf Erfolgsfaktoren für den Aufbau einer „erfolgversprechenden Projektorganisation“ bei dem Anlagenbauer zur Flachglasverarbeitung ein. U.a. nennt er die Projektkommunikation als wichtig. Diese bestimme in hohem Maße über den Erfolg: „Motivationssteigerung durch Transparrenz“, nennt es Sailer und schlägt den Bogen zum Controlling. Mit Antworten auf die Frage, „Was kann aus dem Controlling für ein ‚erfolgversprechendes Projektmanagement‘ kommen?“, fasst Sailer seinen Vortrag zusammen: a) Klarheit durch Zielvereinbarungen; b) Werkzeuge zur – automatisierten – Abwicklung; c) Hilfe bei der Analyse; d) Unterstützung beim Berichtswesen. – Viele Zuhhörer nutzen anschließend im Plenum die Gelegenheit für Nachfragen. Ein gutes Zeichen, wie auch dieses Thema die CIS-Gäste interessiert.

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CIS 2013 (2): „Bedarf einer zentralen Instanz“

22. November 2013

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Dritter Redner der CIS 2013 ist Kai Droge, Leiter Finanzen, BMW Motoren GmbH, Steyr. Er spricht zur „Zentralisierung im Controlling – Fluch oder Segen? Erfahrungen in der Steuerung internationaler Vertriebstöchter“. Eingangs erläutert er die globalen Herausforderungen für sein Unternehmen. Dann widmet er sich zunächst organisationstheoretischen Aspekten seines Themas „Zentralisierung im Controlling“. Anschließend  geht Droge auf die Vorteile und Nachteile zentraler, später auch dezentraler, Strukturen und Standardisierungen in der Praxis ein. „Konzernsicht vs. lokale Sicht – ein Widerspruch?“, lautet die Frage. „Nicht notwendigerweise“, lautet Droges Einschätzung, eher „ein Spannungsfeld“. Wie aber die „Zielkongruenz“ sichergestellt werden kann, wie die Reaktionsfähigkeit bei Marktveränderungen gesichert wird etc., das sind weitere Themen des Vortrages. Sehr interessant sind auch die abschließenden Ausführungen zu den Unternehmens-kulturellen und zu den Markt-kulturellen Faktoren dieses Themas bei einem weltweit operierenden Unternehmen.

Fazit des fesselnden Vortrags: „Erfahrungen aus vielen Jahren in verschiedenen zentralen wie dezentralen Funktionen des Controlling zeigen, dass sich die optimale Organisation aus verschiedenen Faktoren ableitet und Veränderunge unterworfen sein muss.  … Beim Wechsel vom Krisen- in den Wachstumsmodus bedarf es … auch einer Anpassung der Controlling-Organisation. Der Controller als Berater und Business-Partner der lokalen Führungsmannschaft ist unverzichtbar, um vor Ort qualifizierrte betriebswrtschhaftliche  Empfehlungen basierend auf den lokalen  Anforderungen des jeweiligen Markes geben zu können. Zur Wahrnehmung einer Ordnungsfunktion sowie zum Setzen von Leitplanken bedarf es auch in dieser Phase stets einer zentralen Instanz.“

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CIS 2013 (1): Volles Haus in Steyr!

22. November 2013

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Die Plätze im Saal des Museums Arbeitswelt in Steyr sind wieder alle belegt. Ein großartiger Anblick! 350 Gäste zählt die große ICV-Herbsttagung, „12. CIS Controlling Insights Steyr“. Prof. (FH) DI Dr. Heimo Losbichler, Stellvertretender Vorstandvorsitzender, Vorsitzender der IGC International Group of Controlling, FH OÖ Fakultät für Management Steyr, hat die Tagung eröffnet. Die steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Triple-A Controlling: Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb“.

Losbichler verweist in seiner Einführung zunächst detailliert auf 3 neue Dokumente: 1. Den ICV-Leitfaden für Working Capital Management; 2. Das Controller-Leitbild; 3. Das Grundsatzpapier IGC und des ICV „Was Controlling im Kern ausmacht“.

In Bezug zum CIS-Motto geht Losbichler dann auf die so genannten „Triple A“ ein, die für das Controlling im Wettbewerb einer volatilen Welt so wichtig geworden sind: Agility, Adaptability sowie Alignment. Dabei führt er zu den anschließenden Tagungsvorträgen hin, die sämtlich der einen Kernfrage der CIS 2013 gewidmet sind: „Welche Instrumenten brauchen wir zur Unternehmensführung in einer Welt, die immer volatiler wird?“ Losbichler legt großen Wert darauf, dass es natürlich in der volatilen Welt um Planung geht, aber die Umsetzung mindestens genauso wichtig ist. Die klangvolle Referentenliste verspricht da hoch interessante „Insights“ in die Praxis erfolgreicher Unternehmen.

Als erster Referent spricht Mag. Patrick Prügger, B&C Industrie Holding AG, zum Thema „Kapitalmarktorientierung vs. Wertorientierung – ein Widerspruch? Beteiligungscontrolling bei B&C“.  Die B&C hält als mächtige Beteiligungsmanagementgesellschaft Beteiligungen an namhaften Unternehmen wie AMAG, Lenzing AG, Semperit AG. Prügger geht eingangs im Kapitel „Erfolgsfaktoren einer Beteiligungsgesellschaft“ auf das „Spannungsfeld von Kapitalmarkt- und Wertorientierung“ ein. Dann widmet er sich der Risikokultur seiner Gesellschaft, die geprägt ist durch die Einzelrisiken aus dem Beteiligungsportfolio. Im letzten Teil seines auf großes Interesse stoßenden Vortrages geht Prüggger auf Anforderungen an die Managementsysteme ein.

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